Herzlich Willkommen auf der Webseite von Ironman Champion Heidi Sessner, geb. Jesberger :-)
Planänderung
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Schon die letzten 4 Wochen vor dem Ironman in Los Cabos/Mexico hatte ich immer wieder Schmerzen im linken Fuß.
Angefangen hatte es nach einem langen Lauf im Trainingslager auf Lanzarote, doch der Schmerz war auszuhalten. Daher habe ich versucht den Fuß so weit es eben geht zu ignorieren. Irritiert hat mich natürlich, dass ich mir immer mehr Gedanken darüber gemacht habe, wie ich denn beim Laufen abrolle. Normalerweise macht man das ja intuitiv, doch ich habe immer versucht über die Außenkante auszuweichen.
Nach dem Ironman, den ich ja bei km 30 wegen eines Sonnenstichs abbrechen musste, war der linke Fuß eine ganze Woche lang geschwollen und extrem schmerzhaft.
Ich konnte nicht wirklich abrollen und bin nur das aller nötigste gelaufen.
Als ich wieder zuhause war suchte ich sofort einen Orthopäden auf.
Vielen herzlichen Dank an Michael Lang, der mich so kurzfristig aufgenommen hat! Leider kam anhand von einer MRT heraus, dass ich einen Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß habe. Der Knochen ist fast durchgebrochen.
Vielleicht war es mein großes Glück, dass ich den Ironman nicht bis zum Ende gelaufen bin, sonst wäre ich vielleicht um eine OP nicht herumgekommen...
Die Folge?
Mein Fuß braucht jetzt Ruhe zum Heilen, d.h. ich kann Schwimmen, locker Radfahren, Aqua joggen, Kraft und Athletik trainieren, aber momentan nicht Laufen.
Die Knochenheilung wird zwischen 4-8 Wochen dauern, danach benötige ich erst mal wieder einen ordentlichen Trainingsaufbau, d.h. ich werde dieses Jahr erst im Spätsommer oder Herbst einen weiteren Ironman bestreiten können.
Schade, all das Training in der Vorbereitung, meine gute Form ? leider konnte ich davon nichts zeigen.
Dennoch ist alles relativ. Ich habe genügend Alternativen zum trainieren, werde jetzt eben im Wasser noch besser ;-)
Und so einen Ermüdungsbruch haben viele Sportler. Dies ist keine schlimme Krankheit, die sich über Monate ziehen kann. Ich muss jetzt einfach Geduld zeigen und etwas später im Sommer dann angreifen.
Liebe Grüße
Eure Heidi
Ironman Los Cabos
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Es ist 3 Uhr Nachts.
Ich bin wieder zuhause, nach 9 Wochen Vorbereitung und Wettkampfreise und kann wegen dem Jetlag nicht schlafen. Ich bin unruhig und aufgewühlt, finde einfach keine Ruhe. So viele Gedanken schwirren mir durch den Kopf.
Ich habe nicht gefinisht, war jetzt alles umsonst?
Ich hatte eine wirklich großartige Vorbereitung. Im Club La Santa auf Lanzarote verbrachte ich quasi das ganze Frühjahr, war dort 3x2 Wochen als Trainerin in unseren Corpus Trainingscamps mit dabei, konnte meinen Plan aber zu 98% erfüllen. Besser geht es fast nicht.
Es war spannend und enorm kurzweilig mit so vielen Sportlern zu trainieren, ich hatte von allen Seite eine unglaubliche Unterstützung und es hat unheimlich Spaß gemacht zu sehen, wie die Form immer besser wurde.
Ja, von vielen Seiten wurde mir versichert, dass man mich noch nie so fit gesehen hätte. Umso härter ist es dann natürlich, wenn im Wettkampf nichts rauskommt...
Nach 8 Wochen konzentrierter und intensiver Vorbereitung flogen Jürgen und ich dann direkt von Lanzarote nach Mexiko. Wir wollten zu viele Klimaumschwünge vermeiden und ich bin das komplette Frühjahr gesund geblieben! Die halbe Miete!!!
In Los Cabos hatten wir uns ein Appartment gemietet, wo wir gemeinsam mit Timo + Betty Bracht die Vorwettkampfwoche verbrachten.
Timo ist ein Weltklasseathlet, der mit Los Cabos nun 8 Ironmanrennen gewonnen hat. Er versteht es auf den Punkt fit zu sein und es war genial mit ihm und Betty die letzten Vorbereitungen zu treffen.
Jürgen fand für uns sogar noch einen 25m Pool (was eine echte Herausforderung war!), indem wir unsere finalen Schwimmeinheiten absolvieren konnten, denn auf das Schwimmen im Meer war ich nicht so wild, da die Wale, die wir jeden Morgen gesehen haben, mir schon erheblichen Respekt eingeflößt haben, Pflanzenfresser hin oder her ;-)
Als ich dann 2x200 m mit Neo im Pool in 2:31 min geschwommen bin wusste ich, dass ich breit bin :-)
Der Bänderanriss an der Hand war überstanden, alles ist gerade noch einmal rechzeitig abgeheilt!
Der Wettkampf:
Und dann war es so weit.
Ein wirklich starkes Starterfeld mit vielen Top Athletinnen und insgesamt 8 Ironman Siegerinnen (ein davon war ich :-)) stand an der Startlinie.
Das Schwimmen im Pazifik lief für mich fantastisch.
Da die Wassertemperatur nur 21 °C betrug, waren Neoprenanzüge erlaubt. Ich erwischte die erste Verfolgergruppe und konnte mit nur 1:30 min Rückstand auf die Führende und Topschwimmerin Michelle Vesterby, die mir in Cozumel beim Ironman im November noch 11 min im Wasser gegeben hatte, aus den Fluten steigen.
Eine perfekte Ausgangsposition also!
Auf dem Rad brauchte ich einige Minuten, um einen guten Rhythmus zu finden, konnte dann aber weitere Athletinnen überholen (wieder einige IM Siegerinnen :-)) Die Radstrecke die aus 2 Runden a 90 km bestand, war sehr selektiv (1900 HM!), doch da ich ja in anspruchsvollem Gelände meine Vorbereitung gemacht hatte, war dies nur gut für mich!
Das Feld war extrem eng beieinander, alles war möglich. Da immer wieder Wendepunkte im Radkurs waren konnte ich auch sehen, wie sich das Rennen entwickelt.
Der erste Wendepunkt war nach ca. 30 km. Ich war ganz euphorisch, wie nah ich and er Spitze war und habe die 2. Stunde das Tempo deutlich erhöht.
Im Nachhinein zu sehr, doch im Rennen hatte ich nicht das Gefühl, dass ich zu hart fahren würde.
Doch die Quittung dafür kam nach 120 km.: Da bekam ich plötzlich brutale Krämpfe in den Aduktoren und konnte kaum mehr weiter treten. Ein Schock!
Warum kamen die jetzt? Ich hatte mich vorbildlich versorgt, mich gut gefühlt, ich konnte das nicht nachvollziehen. Doch es half ja alles nichts. Ich musste das Tempo etwas zurücknehmen, aß und trank noch zusätzlich etwas und Gott sei dank gab sich das dann wieder, dennoch blieb ich etwas vorsichtiger.
Die 2. Radrunde war deutlich härter. Die Hitze nahm immer weiter zu.
Genau solche Bedingungen liebe ich sonst immer: Hitze und "rolling hills", doch diesmal habe ich es kaum ausgehalten! Mir war so heiß!
Beim Laufen mussten wir 3 Runden a 14 km durch die Innenstadt von Los Cabos zurücklegen. Die ersten Meter waren wie immer recht wacklig und eckig, doch schon den ersten Kilometer lief ich in 4:18 min/km an.
Na wer sagt's denn, auch wenn es sich nicht so gut anfühlt, es geht!
Ich war zuversichtlich, denn die Abstände nach vorne waren immer noch gering. Auch die anderen hatten in der 2. Radhälfte zu kämpfen.
So lief ich also meine Pace weiter, verpflegte mich wie vorher ausgerechnet und kühlte mich mit kaltem Wasser wo es nur ging.
Doch mir wurde total übel, ich bekam fast nicht genug Luft und bei km 30 auf der Laufstrecke musste ich stehenbleiben.
Ich verstand die Welt nicht mehr.
Das Lauftraining war so vielversprechend. Ich bin 30 km Koppelläufe auf Lanzarote in 4.33 min/km gelaufen und nun ging nichts mehr? Ich wollte nicht ohne weiteres aufgeben, doch obwohl es weit über 30 Grad hatte, habe ich zu frieren angefangen, meine Atmung hat sich nicht mehr beruhigt und ich konnte wirklich nicht weiterlaufen. Ich bin an meine Grenzen gestoßen.
Es ist schwer, all das in Worte zu fassen, was mir im Kopf herumschwirrt.
Als Profi wird man an Ergebnissen gemessen Ich fühle mich, wie ein Versager.
So gern hätte ich auch allen, die mich so unterstützt haben mit einer guten Leistung etwas zurückgegeben, allen voran Jürgen, der sich so viele Gedanken um mich und mein Training macht, ebenso wie meinen Sponsoren.
Aber so ist es im Sport und im Leben eben. Ich muss diese Niederlage jetzt verdauen und dann neue Ziele setzten.
Die Vorbereitung war ja gut, und es geht immer weiter. Irgendwie!
Vielen Dank fürs Mitfiebern und Eure vielen lieben Nachrichten.
Ich habe mich sehr darüber gefreut!
Eure Heidi
Auf dem Weg nach Mexico
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Jetzt ist es noch genau 1 Woche bis zu meinem ersten Ironman in 2013.
Am 17.März 2013 geht meine Wettkampfsaison in Los Cabos/Mexico los! Dieses Jahr bin ich das erste Mal das komplette Frühjahr hier im Club La Santa auf Lanzarote geblieben und bin nicht wie in den vergangenen Jahren nach jedem unserer 3 Camps nach Hause geflogen.
Es war ein Experiment, das hervorragend geklappt hat und die 8 Wochen sind wie im Fluge vergangen. Ich war komplett gesund, habe super gut trainiert und kann es nun kaum mehr erwarten in Los Cabos/Mexico am Start zu stehen!
Immer 2 Wochen unsere Corpus Camps, 1 Woche Entlastung mit etwas weniger Training, immer nette und motivierte Athleten und perfekte Trainingsbedingungen! Ich konnte mich zu 100 Prozent auf mein Training konzentrieren und hatte nicht immer diesen Klimawechsel zu verkraften, der bei mir in der Vergangenheit immer wieder gefährlich für Halsschmerzen war.
Und auch die Ernährung war überhaupt kein Problem. Bis zum Ende bin ich gerne ans Buffet, besonders wenn Andreas, der deutsche Koch arbeitet, denn er hat uns schön öfters die eine oder andere typisch deutsche Spezialität gemacht! Besonders begeistert war ich von seinen Kartoffelpuffern mit Apfelmus! Weltklasse!
Wie gut und einfach es ist die Qualität des Trainings hoch zu halten, wenn man starke Trainingspartner hat, musste ich auch immer wieder feststellen. Und die hatte ich hier! Ob mit Timo Bracht, Horst Reichel und Georg Protrebitsch oder Mirjam Weerd, Christine Waitz, Jenny Schulz, Annett Finger, Katharina Grohmann, Thomas Herman, Ronja Ries Højbjerg,? um nur einige wenige zu nennen. Viele Spitzenathleten verbrachten nämlich ebenfalls viele Trainingswochen hier und so wurde ich immer wieder gefordert und an meinen Grenzen gebracht :-)
Viele Dank für die tollen aber auch oft harten Stunden!
In meiner ersten Entlastungswoche habe ich Besuch von meiner Mama bekommen. Wenn ich schon nicht so oft nach Hause kommen kann, dann kommt eben ein Stück Heimat zu mir J Auch wir waren zusammen sehr aktiv! Zwar kamen die Pedelecs, die wir im Club La Santa leihen konnten, nicht an die Ebikes von Ansmann heran, dennoch hatten wir riesigen Spaß bei unserer gemeinsamen Radtour.
Es blieb immer spannend und abwechslungsreich und ganz besonders habe ich mich auch über den Besuch einer Triathlonfreundin, Susan Blatt, gefreut, die als Guide in Fuerteventura tätig ist und mich als Rucksacktouristen besucht hat! Mit dem Rad fuhr sie zur Fähre, setzte auf die Nachbarinsel über und wir verbrachten einen tollen Tag zusammen. Richtig cool!
Das Wetter hat sich uns in diesem Frühjahr wirklich von allen Seiten gezeigt. Wir hatten sehr stürmische Tage, aber auch viel Sonne und traumhafte Trainingsbedingungen. Auf jeden Fall konnte ich alle Trainingseinheiten umsetzten, was zuhause bei dem kalten Winterwetter nicht möglich gewesen wäre.
Die Umfänge gingen diese Woche schon langsam zurück, dafür ist mein Training immer wieder mit Intensitäten gespickt gewesen, damit mein Körper am Wettkampftag zwar ausgeruht, aber auch bereit für die Belastung ist.
Am Samstag ging es los nach Mexico. Gerade bin ich in Los Angeles bevor es in 3 Stunden mit Alaska Airline die letzten 2,5 h nach Los Cabos geht.
Ich freue mich schon sehr auf das Rennen.
Arrrriiiibbbbbbaaa!!!
Mein Jahresrückblick 2012
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Man sagt, je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit.
Das kann ich nur bestätigen.
Schon wieder ist Dezember, schon wieder ist ein Jahr vergangen.
Und was für eines!
Es war ein spannendes, trainingsreiches und mein wohl erfolgreichstes Jahr.
Nachdem wir im November 2011 geheiratet haben, war 2012 das erste Jahr unter neuem Namen. Und wie es scheint, hat mir der neue Name Glück gebracht ;-) Meine Saisonvorbereitung fand erstmals etwas früher als sonst und auch weiter weg statt, da wir sie mit unseren Flitterwochen verbunden haben. Mit unseren beiden Rädern im Gepäck reisten wir 3,5 Wochen durch Neuseeland, erkundeten das tolle Land und konnten schon erste wichtige Trainingskilometer sammeln.
Auch mein erstes Rennen konnte ich bereits im Januar in Neuseeland bestreiten, ein Adventure Race, das einmal etwas ganz anderes war, da ich zum Teil auf allen vieren die Steilen Rampen hochklettern musste.
Kaum 3 Tage zuhause, ging es schon weiter in unsere Corpus Trainingscamps nach Lanzarote in den Club La Santa, wo wir 3 x 2 Wochen mit Athleten aus ganz Deutschland trainiert haben.
In unseren Camps, die mein Mann Jürgen mittlerweile schon seit 15 Jahren organisiert, habe ich perfekte Trainingsbedingungen und kann gleichzeitig mein Wissen an Anfänger und Sportbegeisterte weitergeben.
Nach einigen Wochen zuhause und einem Triathlon in Marbella ging es für 14 Tage nach Mallorca, wo wir auch erstmals eine Gruppe von Assamstadter Triathleten dabei hatten, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Ich bin unheimliche gerne unterwegs, doch es ist auch toll, ein Stück Heimat dabei zu haben :-).
Nur einen Tag nach dem Mallorca Camp, startete ich beim Duathlon in Hilpoltstein. Dies war ein gewagtes Experiment, da ich durch das Trainingslager natürlich müde und stark belastet war, dennoch hatten wir schon des Öfteren die Erfahrung gemacht, dass ich trotzdem gute Leistungen bringen kann.
Mit einem 2. Platz war ich dann auch sehr zufrieden.
Das Highlight in diesem Jahr war aber der Ironman in Regensburg, wo ich mir einen Lebenstraum erfüllen konnte.
Ein mal einen Ironman, ein so großes Rennen zu gewinnen, davon habe ich sehr viele Jahre geträumt und hart dafür gearbeitet und nun wurde dieser Traum wahr!
Ich bin so glücklich und dankbar, dass meine Sponsoren mich durch Höhen und Tiefen, bei Erfolgen und Verletzungen unterstützt haben. Ohne sie und die tolle Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden hätte ich dies niemals geschafft!
Ich war total überwältigt, wie viele Menschen sich mit mir gefreut, mit mir mitgefiebert haben! Das empfinde ich als eine große Ehre und gibt mir unglaubliche Motivation. Alleine ist ein Erfolg nie so wertvoll wie gemeinsam! Herzlichen Dank!
Nachdem ich mich wieder von Regensburg erholt hatte, folgten weitere Rennen in Waldenburg, Norderney und Wilhelmshaven, die ich alle für mich entscheiden konnte. Nach langer Überlegung entschieden wir uns erstmals für ein Höhentrainingslager als Vorbereitung für meinen zweiten Ironman in diesem Jahr. Höhentraining kann sehr kritisch sein und es ist nicht vorhersehbar, ob man mit einer Leistungssteigerung darauf reagiert. Ich habe mich dabei auf meinen Mann und Trainer Jürgen verlassen, der damit schon früher Erfahrungen gesammelt hat.
Ich flog mit 2 niederländischen Profi-Triathletinnen nach Flagstaff in Arizona /USA, wo wir gemeinsam auf 2100 m Höhe 3 Wochen trainiert haben. Dies war eine äußerst spannende und lehrreiche Zeit. Nach einem Testrennen in Texas, wo noch nicht alles 100 Prozent glatt lief, konnte ich am 25.11.2012 in Cozumel/Mexico eines meiner besten Rennen überhaupt abliefern.
Nur 15 min hinter der Siegerin konnte ich in einem Weltklassefeld bei heißen und windigen Bedingungen eine neue Rad- und Ironman - Bestzeit aufstellen und den Abstand zur absoluten Weltspitze weiter minimieren. Das Höhentraining hat bei mir den erhoffen Leistungssprung bewirkt.
Es läuft prima! Ich bin gesund, glücklich und sehr motiviert!
Ich freue mich sehr auf 2013, gemeinsam mit meinen Sponsoren, die schon seit so vielen Jahren zu mir stehen!
Frohe Weihnachten und ein gesundes, glückliches neues Jahr wünscht Euch,
Eure Heidi
Ironman Regensburg - Ein Traum wurde wahr!
Es ist gar nicht so einfach, all meine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen.
Seit 19 Jahren mache ich nun schon Triathlon, am Sonntag stand ich zu meinem bereits 20. Ironman an der Starlinie und nun hat es endlich geklappt!
Ich bin eine Ironman Gewinnerin! Das ist so unglaublich!
So oft haben wir darüber gesprochen, davon geträumt, so viele Stunden hart dafür gearbeitet und nun hat es geklappt!
Ein Mal im Leben so einen Ironman gewinnen, das war mein sportlicher Lebenstraum.
Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich mir diesen Traum nun erfüllen konnte.
Und es sah die letzten Wochen nicht unbedingt danach aus.
Ohne meinen Mann, meine Familie, meine Freunde und Sponsoren hätte ich das niemals geschafft!
Vielen herzlichen Dank an jeden einzelnen für die Hilfe, die aufbauenden Worte und das ihr an mich geglaubt habt!
Am Anfang meiner Kariere habe ich immer gedacht, wenn man nur konsequent trainiert, dann wird man schon erfolgreich, doch so einfach ist die Rechnung leider nicht.
Trotz optimaler Vorbereitung, gingen bei mir schon des öfteren Dinge schief, sei es ein Platten in einem wichtigen Wettkampf, Schaltzug gerissen, oder auch Verletzungen, die mich sehr viel Zeit und Energie gekostet haben.
Aber vielleicht gehört auch dies einfach zum Leben dazu, damit man den Erfolg dann noch bewusster wahrnimmt und auch genießt.
Doch auch der größte Triumph ist nichts wert, wenn niemand da wäre, der mit einem feiern will.
Und ich kann nur sagen, ich bin absolut überwältigt von der Resonanz meines Sieges.
Ich habe hunderte Nachrichten per Telefon, SMS, Email, Facebook usw. bekommen.
Es ist so schön, wer alles an mich denkt und sich mit uns freut! Das bedeutet mir sehr viel!!!!
Doch nun zum Rennen:
Ich bin immer davon ausgegangen, dass wenn man in Führung liegt und schließlich gewinnt, dass man dann vor lauter Glücksgefühlen und Endorphinen keine Schmerzen mehr spürt.
Doch so ist es nicht.
Ich habe den wohl stärksten Muskelkater meines Lebens, bin körperlich total erledigt aber mental auf Wolke 7!
Die Wassertemperatur des Guggenberger Sees betrug ca. 20 Grad als sich um Punkt 7 Uhr 1200 Athleten in die Fluten stürzten.
Der Massenstart ist nach wie vor zwar sehr spektakulär, aber andererseits auch echt Angst einflößend, da ich schon oft Schläge abbekommen habe und etwas panisch darauf reagiert habe.
Daher schwamm ich lieber ganz am Rand und fand sehr schnell einen super Rhythmus und eine gute Gruppe.
Der See war sehr ruhig, die Bojen zur Orientierung riesig und mein Neo einfach nur fantastisch! Nach 53:22 min stieg ich bereits als 2. Frau aus dem Wasser und konnte durch einen schnellen Wechsel bereits als Gesamtführende aufs Rad wechseln!
Wow! Das lief ja prima!
Die ersten Kilometer waren meine Beine nicht sonderlich toll, doch ich fuhr so gut es eben ging und fand dann auch meinen Rhythmus.
Nach ca. 15 Kilometern fing der lange fast 12 km lange Anstieg nach Brennberg an.
Ich wollte bewusst kontrolliert fahren, um nicht zu viel Energie am Anfang zu verschleudern.
Die ganze Zeit wartete ich eigentlich schon darauf, dass die radstarke Österreicherin Monika Stadelmann von hinten angefahren kam.
Beim Tristar, einem Vorbereitungsrennen, vor 2 Wochen hatte sie eine etwas schnellere Radzeit wie ich.
Und so war es dann auch, am Berg war sie an mir dran, doch komischerweise konnte ich gut mit ihr mitfahren!
Die kompletten 180 km hatte ich einen Kampfrichter bei mir.
Und bestimmt 60 km ein Kameramotorrad J Schon irgendwie cool immer in Begleitung unterwegs zu sein ;-)
Auf dem Rad ging es mir immer besser und die Strecke fand ich schon immer genial.
Sehr abwechslungsreich durch den Bayrischen Wald, wirklich schön!
Es war auch total motivierend, dass fast jeder 2. Mann, der mich überholt hat, mir irgendetwas nettes zugerufen hat. Vielen Dank auch dafür!
Ich achtete sehr genau auf meinen Ernährungsplan, damit ich immer genug Essen und Trinken nachführte.
Was mich etwas irritierte war, dass ich aber immer noch Hunger hatte. Mein Körper verlangte nach wesentlich mehr Energie als gedacht.
Die letzten 3 Wochen vor dem Rennen hatte ich einen leichten Infekt, der evtl. bewirkt hat, dass meine Fettverbrennung nicht mehr so gut funktioniert hat.
Daher aß ich sogar noch zusätzlich eine Banane und ein Gel, trotzdem hatte ich die letzten 20 km nichts mehr zu essen, aber immer mehr Hunger.
Schließlich konnte ich als erste Frau mit 3 Minuten Vorsprung auf den Marathon wechseln.
Unglaublich! Damit hatte ich nicht in meinen kühnsten Träumen gerechnet!
Die ersten Meter waren brutal, alles fühlte sich unrund an, doch schon bald fühlten sich meine Beine wieder ganz ok an.
Begleitet von 2 Motorrädern mit Fotograf und Kameramann, sowie einem MTB Fahrer mit einem Schild ?1. Frau? lief ich durch die Altstadt von Regensburg.
Die Stimmung hier war atemberaubend. Unglaublich viele Zuschauer, die mit Begeisterung und Leidenschaft dabei waren.
Und ich glaube jeder hat meinen Namen gerufen! Was für ein Gefühl!
Die Strecke führte zum Teil auf Kopfsteinpflaster was koordinativ manchmal gar nicht so einfach war nach mittlerweile über 6 h Wettkampfdauer.
Nach 4 km bekam ich plötzlich einen Krampf im Adduktor, der Innenseite des Oberschenkels. Ich musste sofort stehen bleiben und dehnen, ich konnte nicht mehr gehen, der Schmerz war so stark.
Sofort wurde mir bewusst, wie schnell 3 Minuten Vorsprung schmelzen können, wenn das nun öfter passieren würde. Mir wurde ganz Angst und Bang!
Nach ein paar Sekunden versuchte ich wieder weiterzulaufen. Die Muskulatur fühlte sich noch steinhart an, aber es ging.
?Meine? Kameraleute hatten auch auf mich gewartet und alles festgehalten!?
Mein erster Gedanke war, dass dies evtl. wegen Kohlehydratmangel passiert sein könnte. Also nahm ich die nächsten 5 Verpflegungsstellen, also alle 1,7 km ein Gel zu mir. Schon ein gewisses Risiko, da der Magen ja erstmal alles verstoffwechseln musste, aber welche Alternative hatte ich denn?
Mir ging es dann ganz schnell wieder besser und meinem Magen ging es auch weiterhin gut. Phuuuhhh!
Endlich konnte ich auch mal von meiner Erfahrung profitieren!
Meine Gedanken kreisten immer wieder darum, dass dies meine Chance heute ist. Eine Chance, die ich auf jeden Fall nutzen wollte.
Doch 42 km sind echt lang. Sehr lang. Ich habe immer rückwärts gerechnet.
So, nur noch 32 km, das bin ich im Training auch gelaufen, von Assamstadt zum Hollenbacher See und zurück mit Papa als Begleitung, so noch 26 km, so weit wie 2 Mal um den großen Rothsee usw.
Doch nach 2 von 4 Runden kam Nicole Bretting, die mittlerweile auf Rang 2 lag, immer näher an mich ran.
Ich wollte nicht dasselbe dejavu Erlebnis haben wie schon in China oder letztes Jahr hier, als ich bei km 35 noch abgefangen wurde und dann 3. bzw. 4. wurde.
Ich konnte mein Tempo wieder etwas forcieren und den Anstand zu ihr halten. Doch die Angst saß mir natürlich im Nacken.
Besonders gefreut habe ich mich aber über die Anfeuerung und Betreuung meiner Freunde und Trainingspartner. Es war toll, wie euphorisch sie bei der Sache waren! Das hat mich riesig gefreut und nochmals etwas Zusatzenergie freigesetzt.
Beim Laufen hatte ich immer wieder kleinere Schwächephasen und Abschnitte, die richtig gut liefen. Freud und Leid, Hoffnung und Angst lagen immer ganz nah beieinander.
Doch diesmal war ich zu allem bereit und hatte auch das Quäntchen Glück, das man eben im Sport auch immer braucht.
In der letzten von 4 Runden konnte ich meinen Vorsprung sogar wieder etwas ausbauen.
Die letzten Meter waren unbeschreiblich. Ich war so erleichtert, stolz und glücklich!
Es war so schön, als ich Jürgen dann im Ziel gesehen habe. Er hat mich bei allem unterstützt, gemeinsam mit mir an diesem Traum gearbeitet, mir Hoffung gegeben, wenn ich dachte, dass ich nicht gut genug bin, mich gebremst, wenn ich zu viel auf einmal wollte und war einfach immer da für mich.
Das wir dies nun gemeinsam geschafft haben ist umso schöner!
Die nächsten Tage wird jetzt erstmal gefeiert!
So lange habe ich auf diesen Moment gewartet!
Tausend Dank an meine Familie, ohne die ich den Schritt ins Profigeschäft niemals gewagt hätte und die immer alles geben! Meine Freunde, die mich auch mal auf ganz andere Gedanken gebracht haben und last but not least meine Sponsoren, die auch in Zeiten der Verletzung zu mir gehalten und an mich geglaubt haben!
Nur mit Euch war dies möglich!
Danke!
Erfolgreiches Wochenende im Salzkammergut
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Am vergangenen Sonntag startete ich gemeinsam mit dem Mann meiner Schwester, Oliver, beim Tristar im schönen Salzkammergut.
Tristar, das bedeutet 1km schwimmen, 100km auf dem Rad und 10km laufen, ein super Vorbereitungsrennen also, für den Ironman in Regensburg, der am 17. Juni mein erstes großes Saisonziel ist.
Durch das viele und harte Training im Vorfeld war ich mir nicht ganz so sicher, was die Beine am Renntag sagen würden.
Der Veranstalter bat mich schon einige Wochen vorher, einen Interviewbogen auszufüllen, in dem gefragt wurde, ob ich denn das Feld von hinten aufrollen wolle, da ja das Laufen meine Lieblingsdisziplin sei.
Da ich die letzten 2 Jahre im Wettkampf immer sehr gut geschwommen bin und meistens sogar mit den Top 3 Frauen aus dem Wasser kam, antwortete ich auf die Frage, dass ich schon von Anfang an vorne dabei sein will.
Einige Triathlonmagazine haben dann im Vorfeld geschrieben, dass ich gesagt hätte, dass ich das Rennen dominieren will, oder so ähnlich. Auf jeden Fall war der Druck erhöht und am Start standen deutlich mehr Profi Damen, als ursprünglich gemeldet. Die Nervosität stieg!
Bereits um 7.00 schickte man uns im 14 Grad kalten Attersee auf die 1km lange Schwimmstrecke. Von mir aus hätte das Schwimmen ruhig länger sein können, denn ich kam super mit meinem neuen 2XU Neo zurecht und so konnte ich wie geplant ganz vorne mit den Schnellsten und nur 15 Sekunden hinter der bis dahin Führenden Ex Weltcupstarterin Lisa Hütthaler aus dem Wasser steigen!
Durch einen schnellen Wechsel saß ich bereits als 2. Frau auf meinem neuen superaerodynamischen Argon 18.
Auf der Radstrecke bildete sich relativ schnell eine kleine Frauengruppe mit Monika Stadelmann, Barbara Tesar und mir.
Wir fuhren fast die komplette Radstrecke zusammen. Immer im fairen Rahmen mit genügend Abstand.
Ende der ersten Runde überholte uns ein Monsterpulk mit ca. 60 Athleten.
Da die Straßen nicht für den öffentlichen Verkehr gesperrt waren, bedeutete dies neben der Regelverletzung auch eine unglaubliche Gefahr, da ja auch Autos entgegenkamen und in dem Pulk bis zu 5 Mann nebeneinander fuhren.
Was mich aber am allermeisten Schockte, war die Tatsache, das auch Frauen mit im Pulk fuhren.
All unserer Arbeit war eigentlich für die Katz, denn im Pulk kann man so unglaublich viel Kraft sparen.
Auf der 100 km langen Radstrecke waren leider nur 7 Kampfrichter unterwegs, die hoffnungslos überfordert waren.
So kam es dann eben, dass manche Frauen den kompletten Radpart im Pulk mitfuhren und dann sogar eine schnellere Radzeit fuhren wie die mehrfache Weltmeisterin im Radsport Judith Arndt, die hier bei diesem Rennen ihre Triathlonprämiere gab.
"Meine Gruppe" lies den Pulk fahren, daher kamen auch die großen Zeitabstände im Radpart zustande.
Letztendlich lief ich mit sehr gemischten Gefühlen als 4. Platzierte ins Ziel ein.
Monika Stadelmann hat meines Erachtens nach ein absolut faires und klasse Rennen gemacht. Sie ist als Drittplatzierte in meinen Augen die Gewinnerin des Tages.
Der Tristar war ein wichtiger und guter Trainingsreiz für mich für den IM in Regensburg.
Der Count Down läuft und ich freue mich schon sehr auf mein erstes großes Highlight in 2012!
Sieg für Heidi beim Powertriathlon in Gera :-)
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Der Fernsehsender MDR Thüringen brachte am Sonntag Abend sogar eine kleine Reportage über den Powertriathlon:
Heidi im Fernsehen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=1f90W8ZObqU
Pressebericht:
Einen topp Tag erwischte Heidi Sessner und konnte in Gera beim Powertriathlon einen Sieg erringen.
Das war ein Wettkampf ganz nach dem Geschmack der Assamstadter Triathletin Heidi Sessner:
Herrliches Ambiente, Sonnenschein und heiße Temperaturen.
Auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau von 2007 in Gera/Thüringen beteiligte sich Heidi am Powertriathlon über die olympische Distanz von 1500 m Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Laufen.
Das Schwimmen fand im Hofwiesenbad, einem herrlichen Hallenbad mit 50 m Becken statt.
Die Radstrecke führte auf einem 5 km Rundkurs, der 8-mal zu durchfahren war und der abschließende Laufkurs führte auf einer 1,7 km Runde 6-mal durch das ehemalige Bundesgartenschaugelände.
Bereits auf der Schwimmstrecke zeigte Heidi, dass sie heute einen topp Tag erwischt hat und setzte sich bereits nach 500 m an die Spitze, die sie bis zum Schwimmausstieg verteidigen konnte.
Auf der 40 km langen Radstrecke entwickelte sich ein faszinierender Zweikampf zwischen der Lokalmatadorin Anita Marquardt und Heidi.
Nach andauernden Führungswechseln, stiegen sie gemeinsam vom Rad mit einem Vorsprung von fast 4 min auf die Verfolgerinnen.
Auf der Laufstrecke zeigte Heidi der Konkurrenz aus dem Osten der Republik wer heute der Chef im Ring ist.
Mit einem couragierten Antritt auf den ersten 1000 m distanzierte Heidi ihre härteste Konkurrentin bereits um über 1 min.
Am Ende siegte die immer lächelnde Assamstadterin mit einem Vorsprung von über 4 min vor der Zweitplatzierten der deutschen Duathlonmeisterschaft, sowie EM 4. der Altersklasse 30 Katrin Puth (Gera), die kurz vor dem Ziel noch die radstarke Anita Marquardt abfangen konnte.
Experiment geglückt
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Rang 2 beim Hilpoltsteiner Duathlon
Nur einen Tag nach meinem zweiwöchigen Trainingslager auf Mallorca beteiligte ich mich beim Hilpoltsteiner Duathlon.
Über die für Ironman Athleten doch recht kurze Distanz von 8 km Laufen, 30 km Rad und 3 km Laufen wollte ich gerne an meinen Vizetitel im Vorjahr anknüpfen.
Das dies kein leichtes Unterfangen werden würde, war von vornherein klar, denn die hohen Umfänge im Trainingslager hatten auch bei mir ihre Spuren hinterlassen.
Manchmal aber ist es möglich aus einer harten Trainingsphase heraus ein gutes Rennen zu bestreiten.
Das Rennen war also ein Experiment, es konnte gut gehen oder auch extrem hart werden.
Ich ging die ersten Meter recht couragiert an, spürte aber von Anfang an, dass meine Beine überhaupt nicht frisch und locker waren.
Dennoch lief ich einigermaßen flüssig und konnte als 2. Frau von der ersten 8 km langen Laufstrecke zurückkehren und aufs Rad wechseln.
Dort wurde es dann richtig hart, denn ich bekam immer wieder Krämpfe in den Beinen. Meine Muskulatur war einfach k.o.
Dennoch konnte ich eine ordentliche Leistung abliefern, die aber bei weitem nicht das wiederspiegelte, was ich im Training schon geleistet hatte.
Schließlich konnte ich weiter auf dem 2. Platz liegend zum abschließenden 3 km Lauf wechseln und schlussendlich als zufriedene 2. ins Ziel einlaufen.
Das Experiment war geglückt!
Zwar war es mental äußerst schwierig einen Wettkampf unter diesen Umständen zu bestreiten, doch der Trainingsreiz war wichtig als Aufbau für meine Saison und mit dem 2. Platz konnte ich ja meine Vorjahresplatzierung bestätigen.
Ican Marbella
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Abhacken und nach vorne schauen, das ist es, was ich nun machen muss.
Doch manchmal ist das gar nicht so leicht.
Motiviert und voller Vorfreude bin ich nach Marbella geflogen.
Ich hatte ein gutes Gefühl, was mein eigenes Training betraf und auch die Stimmung im Organisationsteam war klasse, alles deutete auf ein verheißungsvolles Wochenende hin.
Doch dann kam alles ganz anders.
Schon der Shuttlebus, der die Teilnehmer zur Wechselzone bringen sollte, kam 25 min zu spät, hielt dann irgendwo in der Stadt und niemand wusste so recht, wo denn nun die Wechselzone sein sollte.
Bis zum Start wurde es nicht ziemlich hektisch, doch es kamen noch alle Athleten pünktlich los.
Das Schwimmen im Meer lief für mich super.
Zwar waren die Bedingungen sehr hart, da die Wassertemperatur mit ca. 16 Grad sehr kalt war und das Meer rau und unruhig, doch ich schwamm in einer kleinen Gruppe und kam mit meinem neuen 2XU Neo super zu recht und gemeinsam mit den beiden ersten Frauen aus dem Wasser.
Die Radstrecke wurde wenige Tage vor dem Rennen komplett geändert, da der Veranstalter nun doch nicht die Autobahn benutzen durfte. Dadurch wurde aus einer welligen Drückerstrecke quasi ein Bergzeitfahren.
Auf 81 km waren 1350 Höhenmeter zu erklimmen!
Doch wir nehmen es ja wie es kommt und die Bedingungen waren ja für alle gleich.
In Lanzarote habe ich ja auch viele Berge trainiert, mir war es also recht.
Auf meinem neuen Argon 18 Triathlonrad fand ich gleich einen guten Rhythmus und konnte die Führung übernehmen.
Nach ca. 3 km fuhr ich über eine relativ hohe Querrille in der Straße, die ich nicht gesehen hatte.
Dabei ist mein Sattel durch den Aufprall nach hinten unten gerutscht und die Sattelspitze stand nun nach oben weg.
Natürlich habe ich versucht, den Sattel wieder nach vorne zu kippen, doch die Wucht zuvor war wohl zu groß. Der Sattel bewegte sich keinen Millimeter mehr.
Da ich keinen Inbusschlüssel dabei hatte, machte es auch wenig Sinn anzuhalten, also versuchte ich das Beste aus der Situation zu machen und einfach weiterzufahren.
Leider war meine Sitzposition nun völlig verändert.
Ich saß entweder fast hinter dem Sattel und sehr tief, oder eben ganz vorne auf der Sattelspitze, was extrem unbequem war und sehr hoch.
Durch den langen Berg hatte ich die Möglichkeit oft im Wiegetritt, also im Stehen zu fahren, doch im Sitzen, fand ich nicht den richtigen Druckpunkt.
In der zweiten Runde bekam ich dann fast Krämpfe und spürte, wie meine Muskulatur immer mehr zu ging.
Ich freute mich schon richtig aufs Laufen, damit ich wieder eine natürlichere Position einnehmen konnte ;-)
In der letzten Abfahrt wurde es noch etwas gefährlicher.
Ca. 30 min nach unserem Wettkampf wurde noch eine Kurzdistanz gestartet, die zum größten Teil aus Anfängern bestand.
Es ist ja verständlich, dass weniger geübte Fahrer die Abfahrten vorsichtiger abfahren, doch wenn man selbst sehr schnell durch eine Kurve fährt können schon gefährliche Situationen entstehen.
Laut Wettkampfbesprechung mussten die Athleten die Dreispurige Straße folgendermaßen benutzen: Rechte Spur Berg hoch, mittlere Spur bleibt frei, linke Spur bergab.
Nach fast 8 km Abfahrt gab es 3 dicht aufeinanderfolgende Kreisverkehre. Dort war ein Überholverbot.
So war die Ansage.
Im Rennen dann war plötzlich alles voll mit Kegeln und wir Athleten mussten uns eine Spur der Straße teilen, d.h. die eine Spur der Straßenhälfte war für die bergauf Fahrer und die andere Halbe Straßenspur war für die bergab Fahrer. Das war wirklich eng.
Als ich in der 2. Runde bergab fuhr hatte ich das Pech, dass ich ausgerechnet in dieser schmalen Passage, die ca. 1 km lang war einen Anfänger vor mir hatte.
Ich wusste, dass ich nicht überholen darf und hätte es auch nicht gekonnt, da es ja so eng war und Radler von unten entgegen kamen.
Ich reif dem Anfänger zu, dass er schneller fahren solle, doch je mehr ich rief, desto langsamer fuhr er!
Wir fuhren ca. 19-20 km/h in diesem Abschnitt!?! Als die Straße wieder breiter wurde, d.h. als unsere Spur wieder auf eine eigene Straßenhälfte führte, überholte ich den Athleten, da ich fand, dass dort keine Gefahr mehr bestand.
Zum Ende des Radfahrens wurden meine muskulären Sitzprobleme immer größer, dennoch konnte ich als 4. Frau vom Rad steigen und die Abstände waren noch im Rahmen d.h. alles war noch möglich!
In der Wechselzone hielt mich dann der Kampfrichter fest und zeigte mir die rote Karte.
Ich war total perplex und fragte immer wieder, warum?
Leider gab es in der Wechselzone keine einzige Person, die englisch oder deutsch gesprochen hätte!!!
Niemand konnte mir erklären, was denn los sei.
Also rannte ich zum Wechselbeutel, zog meine Laufschuhe an und rannte dann nochmals zurück zu einer anderen Kampfrichterin, ob ich denn nun in die Penaltybox (Strafbox) müsste.
Doch leider hat auch sie mich nicht verstanden und nach erfolglosem Gesprächsversuch lief ich einfach los.
Dies hat mich total verunsichert und natürlich viel Zeit gekostet.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, was los war, was mein Fehler war und ob ich nun noch in der Wertung war oder nicht.
Ich versuchte trotzdem fokussiert zu bleiben und mein Rennen so sauber und gut wie möglich zu Ende zu bringen.
Immerhin lag ich auf Rang 4 und nur 2 min hinter der 3.
Doch meine Beine fühlten sich schrecklich an. Durch die geänderte Sitzposition hatte ich ganz andere Muskeln beansprucht, die sich nun meldeten,
außerdem beschäftigte mich die Frage, was denn nun diese rote Karte zu bedeuten hätte.
Mein erster Gedanke war, dass der Kampfrichter gedacht hat, dass mein Helm evtl. schon auf war, denn diesen darf man erst aufmachen, wenn man das Rad bereits abgestellt hat, doch mein Helm war zu.
Ich bin weder nach dem dafür vorgesehenen Strich an der Wechselzone abgestiegen, noch bin ich zu irgendeinem Moment im Rennen zu dicht bei einem anderen Fahrer aufgefahren.
Die Laufstrecke war eigentlich super schön! Genau so, wie ich es mag.
Direkt am Meer an der Strandpromenade! Nur leider kam ich keine Sekunde an die vor mir laufende heran.
Es war wie verflixt.
Schließlich konnte ich als 4. Frau ins Ziel einlaufen.
Ich war zufrieden mit mir, dass ich die Hürden, die sich mir heute in den Weg gestellt hatten, gemeistert hatte, trotzdem war ich sehr enttäuscht, denn ich hatte ja wie bereits erwähnt, ein so gutes Gefühl!
Viel Zeit zum Grübeln hatte ich nicht.
Ich trank im Ziel einen Becher Cola, checkte mein Rad aus der Wechselzone aus, fuhr mit dem Rad zurück zum Hotel, packte dort unter Zeitdruck meine Rad in den Koffer, duschte und fuhr wenig später schon wieder mit dem Shuttle zum Flughafen, da wir bereits am selben Abend um 20:30 schon wieder zur Trainingscamperöffnung vom Trainingslager auf Mallorca sein mussten.
Erst am nächsten Tag erfuhr ich, dass ich angeblich disqualifiziert wurde, da ich noch in der Überholverbotszone überholt haben soll!
Als ich den Veranstalter anschrieb, was denn da los sei, antwortete er mir, dass ich aber bei der Siegerehrung am Abend geehrt wurde!?!
Bis eben konnte er mir noch keine genaue Auskunft geben, was nun der Stand der Dinge ist.
Ich sei wieder re-diqualifiziert worden, da es eine falsche Kampfrichterentscheidung gewesen sein, hieß es, aber so genau wisse man das noch nicht.
Was für ein Tag! Wenn der Wurm manchmal drin ist, dann richtig.
Ich bin nun die nächsten 14 Tage auf Mallorca und versuche nach vorne zu sehen.
Der nächste Wettkampf kommt bestimmt! Und da kann es ja nur besser werden!
Jetzt geht's los!
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Die letzten Wochen war es etwas ruhiger um mich.
Keine Wettkämpfe, dafür viel und gutes Training.
Die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2012 sind gelegt.
3 Mal waren mein Mann Jürgen und ich in diesem Frühjahr in Lanzarote und haben dort unsere Corpus Triathlon Camps angeboten.
Pro Camp hatten wir zwischen 20 und 35 Teilnehmer, die wir, zum Teil auch sehr individuell beim Schwimmen, Radfahren, Laufen, sowie bei der allgemeinen Athletik und Krafttraining betreut haben.
Es macht mir immer riesigen Spaß meine Erfahrung aus bald 20 Jahren Triathlon und Leistungssport an motivierte und wissbegierige Teilnehmer weiterzugeben.
Mein eigenes Training läuft auch sehr gut.
Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr harte Belastungen viel besser verkrafte, ebenso konnten wir die Umfänge weiter steigern.
Man darf also gespannt sein :-)
Am Ostermontag hatte ich die erste Gelegenheit meine Form zu testen.
Beim Osterlauf in Hammelburg war ich über die 10 km am Start und konnte auf der welligen Strecke bei kaltem Wind in 38:51 min den ersten Sieg in dieser Saison erringen.
Gestern sind wir bereits schon wieder nach Marbella an der Costa del Sol geflogen, wo ich am Sonntag den internationalen Ican Triathlon über die Mitteldistanz mit 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21,1 km Laufen bestreiten werde.
Ab 7:30 besteht am Sonntag die Möglichkeit den Wettkampf live im Internet mitzuverfolgen.
Unter www.corriendovoy.com/directi/icanmarbella gibt es Live Videos vom Schwimmen, Radfahren und Laufen, sowie vom Zieleinlauf.
Noch am selben Abend fliegen wir weiter zu unserem letzten Trainingscamp in diesem Frühjahr nach Mallorca.
Dort hole ich mir dann hoffentlich noch den letzten Feinschliff für die bevorstehenden Rennen.
Mein erstes großes Saisonhighlight wird der Ironman in Regensburg am 17. Juni sein.
Es gibt im Moment keinen Grund nicht optimistisch nach vorne zu schauen.
Ich bin gesund, belastbar und verletzungsfrei und vor allem, ich habe ein tolles Team und tolle Sponsoren, die mich begleiten und unterstützen.
Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an meine Sponsoren, dass ihr schon seit vielen Jahren an mich glaubt und mich unterstützt!
Ganz neu mit im Boot sind seit diesem Jahr Argon 18 und 2XU.
Mit meinem nagelneuen Triathlonrad von Argon 18 fahre ich endlich so aerodynamisch und aggressiv, dass ich es kaum noch abwarten kann zu testen, wie schnell ich nun bin.
Mit der Triathlonbekleidung, sowie den Neoprenanzügen von 2XU habe ich meinen Wunschpartner gefunden.
Höchste Qualität und tolles Design sprechen für 2XU!
Heute sind wir eine der zweieinhalb Runden der Radstrecke vom Ican in Marbella abgefahren.
Holla die Waldfee, das wird knackig!
Knapp 1200 Höhenmeter stecken in der knapp 90 km langen Radstrecke!
Zwei Anstiege a 10 km gilt es zu bewältigen.
Die Kulisse ist traumhaft und durch unsere Camps in Lanzarote fühle ich mich gut gerüstet. Etliche Male sind wir in diesem Jahr Tabayesco, einen 10 km langen Anstieg auf Lanzarote, gefahren.
Ich freue mich auf die Herausforderung und das es endlich wieder losgeht mit Triathlon in diesem Jahr.
Drückt mir bitte die Daumen :-)
Liebe Grüße
Heidi
Corpus Triathlon Camp auf Lanzarote
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Club La Santa/Lanzarote, die Zweite.
Wenn es schön ist und das Training gut läuft, dann fliegt die Zeit nur so dahin.
Genau wie bei uns hier.
Das angenehme Klima hilft uns sehr, die Umfänge hoch zu halten, die Gruppendynamik im Camp ist toll und so freut man sich auf fast jede Einheit.
Ok, Lagenschwimmen war noch nie mein ganz großer Favorit, doch Outdoor im Februar geht es dann schon ;-)
3 Belastungstage, 1 Tag Ruhe, ein guter Rhythmus.
Das Training mit anderen Athleten in der Gruppe mag ich am liebsten.
Man sieht, dass auch die anderen gute und weniger gute Tage haben, man schlägt sich gemeinsam durch und genießt zusammen die fantastische Aussicht vom Mirador del Rio.
Manchmal, wenn es einem zu gut geht, dann lässt man sich auch auf verrückte Wetten ein:
Tabayesco. Berühmt berüchtigt!
Jeder Profi, der hier schon mal auf der Insel trainiert hat, hat hier Zeiten stehen.
Cadel Evens, Jan Ullrich, Norman Stadler, Timo Bracht, Chrissi Wellington, einfach alle.
Auch wir wollten mal sehen, wie schnell wir sind.
10 km mit einer Durchschnittlichen Steigung von 5%.
In meinem Enthusiasmus habe ich doch glatt ein Radtrikot darauf verwettet, dass ich vor unseren Schweizer Kameraden dort oben ankomme.
Ausgerechnet die Schweizer- sie haben das Bergzeitfahren doch erfunden, oder?
Manchmal braucht man etwas Mut, manchmal motiviert einen so eine Wette nochmals zusätzlich und manchmal muss man dann ein Radtrikot opfern ;-)
Herzlichen Glückwunsch an die Schweiz, die Revanche folgt!!!
Doch erstmal muss man ja überhaupt erst in ein Trainingslager kommen.
Bepackt mit Rädern, Taschen und Handgepäck, gleich 4 Sportler auf ein Mal, aufgeteilt in 1 Auto und einen Kleinlaster, da stand ganz schön viel Gepäck rum.
Ein Koffer zu viel, anscheinend, denn als wir beim Check in am Nürnberger Flughafen waren, da fehlte 1 Koffer.
Stress, Panik! 30 min zurückfahren, Koffer holen, 5 min vor Schluss wieder da- Adrenalin pur. Da waren wir schon vor dem ersten Training das erste Mal nass geschwitzt.
Aber es ging ja noch mal alles gut!
Ja ja, solche und noch 100 andere Geschichten schreibt so jedes Trainingslager.
Es ist immer wieder aufs Neue lustig, spannend und einfach schön gemeinsam zu trainieren!
Ach, und wer nun Lust bekommen hat noch im 3. Camp bei uns dabei sein zu wollen: Einige wenige freie Plätze sind im Moment noch frei!
Liebe Grüße
Heidi







































