No risk - no fun, too much risk - no fun at all!

Ironman Zürich... mehr


Start-Ziel-Sieg für Heidi in Waldenburg

Bericht aus der Heilbronner Stimme:... mehr


Wie ich die Fussball WM erlebe...

... das wollte die Tauberzeitung von mir wissen:... mehr


Hartes Training!

Gutes Training!... mehr


Triathleten berichten über ihr erstes Mal

Sportjournalist Jörg Birkel, der das Buch "Triathlon für Ein,... mehr


Nachtrag Mußbacher Triathlon

Man muss auch mal über sich selbst lachen können ;-)... mehr


Streckenbesichtigung

Heidi in Heilbronn unterwegs... mehr


Herzlich Willkommen auf der Webseite von Heidi Jesberger


Actionreiches Wochenende




 

Da es bei mir im Training die letzten Wochen extrem gut lief, haben wir uns dazu entschlossen, dass ich nächste Woche spontan beim Ironman in Zürich an den Start gehe.

Es wäre wirklich Verschwendung, wenn ich diese Phase jetzt nicht ausnutzen würde ;-)

Die letzten Jahre hatte ich doch öfters mit Verletzungen zu kämpfen, darum freue ich mich jetzt riesig mit einer wirklich guten Form einem Ironman machen zu können!

                   

Aus diesem Grund habe ich, obwohl am Sonntag in Roth auch der Challenge war, entschieden, den Triathlon in Waldenburg mitzumachen.

Die Woche nach einem Sprint Triathlon habe ich mich immer sehr gut gefühlt, hatte eine gute Spannung in der Muskulatur, darum wollten wir es so machen.

 

Da wir aber Freunde aus der Schweiz zu Besuch hatten, die als Fans für den Challenge da waren, klingelte unser Wecker am So bereits um kurz nach 4, damit wir auch pünktlich um 6 den Start der Profis mitverfolgen konnten.

Wie immer waren unglaublich viele Menschen bereits um diese unchristliche Uhrzeit am Kanal und die Stimmung war toll. Komischerweise war ich als Zuschauerin fast genauso aufgeregt wie als Starterin. Vielleicht lag es auch daran, dass so viele Freunde und Trainingspartner von mir am Start waren und man da eben auch sehr mitfiebert.

 

Nachdem ich diese ganze Atmosphäre in mich aufgesogen hatte, fuhr ich ins Freibad, um eine Schwimmeinheit zu absolvieren, bevor ich mich mit dem Auto auf den Weg nach Waldenburg machte.

Im Radio konnte ich auf der Fahrt einige Infos über den Challenge bekommen und mein Freund hielt mich per Handy immer wieder auf dem neuesten Stand :-)

 

In Waldenburg hatte ich schon ein paar Mal teilgenommen und wusste genau, was auf mich zukommt: ein kleiner, aber feiner Wettkampf, der mit viel Liebe zum Detail organisiert wird.

Auch hier traf ich etliche alte Bekannte, was ja immer das schöne bei Wettkämpfen ist.

Das Schwimmen fand in einem wirklich keinen See statt.

Ein Mal der Länge nach durch den See und fast wieder halb zurück und doch nur 500m ;-)

Bis kurz vor dem Start war unklar, ob nun mit oder ohne Neo geschwommen werden soll, da das Wasser knapp 25 Grad hatte. Als dann der Neoprenanzug erlaubt wurde, entschied ich mich auch dafür, einfach, um den Wechsel nochmals unter Wettkampfbedingungen zu trainieren.

Das Schwimmen lief trotz der morgendlichen Schwimmeinheit erstaunlich gut und so konnte ich bereits als 4. Athlet aus dem Wasser steigen.

Auf dem Rad hatte ich richtig gut Druck und es hat mir riesig Spaß gemacht!

Auch der abschließende 5 km Lauf durch den Wald in Waldenburg lief super und so konnte ich schließlich als Siegerin noch einige Hände der Kids beim Zieleinlauf auf dem Sportplatz abklatschen und glücklich einlaufen.

 

Ein tolles Rennen, das mir auch ein gutes Gefühl für Zürich gegeben hat.

Anschließend fuhr ich zurück nach Roth, um gemeinsam mit Freunden noch bei der Finisherparty des Challenges mit zu feiern.

 

 

Heidi 2. bei der 22. Auflage des Rothsee Triathlon Festivals



Die Anspannung vor dem Start ist den Dreien auf dem Bild kaum anzusehen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Barbara und Tanja gings dann los, diesmal mit der Mission Triathlon :-)





 

Formkurve steigt weiter an

Bei der Traditionsveranstaltung am Rothsee konnte die Heidi ein gutes Wörtchen mitsprechen.

 

Mit Rund 1400 Teilnehmern gab es  nicht nur einen neuer Teilnehmerrekord, auch das Starterfeld verhieß schon im Vorfeld Spannung pur.

Im Feld der Frauen waren nicht weniger, als die Gewinnerinnen der letzten 8 Jahre gemeldet, einige Bundesligastarterinnen, sowie Langdistanzspezialistin Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt und die Kurz- und Mitteldistanzspezialistin Kirsten Möller, die dieses Jahr schon bei einigen Half Ironman Rennen mit enorm schnellen Laufzeiten überzeugen konnte.

 

Punkt 9 Uhr stürzten sich die Athleten in den Rothsee um das 1,5 km lange Schwimmen im ca. 20 °C warmen Rothsee zu absolvieren.

Große Bojen kennzeichneten die Schwimmstrecke, so dass das Orientieren im Wasser für alle Athleten relativ einfach war.

Als 1. Frau stieg Dagmar Matthes, die den Rothsee Triathlon schon 5x gewinnen konnte aus dem Wasser, dicht gefolgt mit nur 10 Sekunden Abstand von Heidi.

Eine klasse Ausgangsposition für das weitere Rennen.

Auf der 40 km langen selektiven Radrunde zeigte Heidi, dass ihr Training Früchte trägt und konnte die stärkste Radfahrerin auf schlagweite halten.

Als 2. Frau gesamt wechselte sie auf die abschließenden 10 Laufkilometer.

Die Temperaturen lagen mittlerweile jenseits der 30 Grad, doch die Wärme liebende Assamstadterin machte Sekunde für Sekunde gut und konnte schließlich bei km 6 die Führung übernehmen.

Schnellen  Schrittes kam aber von hinten die ehemalige Dreitausend Meter Hindernis Läuferin Möller an Heidi heran.

Nun wurde es spannend. Würde Heidi den Vorsprung bis ins Ziel retten können?

Die Zuschauer jubelten Heidi zwar enorm zu, doch an diesem Tag war kein Kraut gegen die laufstarke Athletin aus Erlangen gewachsen.

Als glückliche zweite konnte Heidi schließlich knapp geschlagen die Ziellinie überqueren mit der Sicherheit alles gegeben zu haben und immer besser in Form zu kommen.

 

"Das Rennen war wirklich toll! Es war unglaublich, wie viele Leute mir schon im Vorfeld viel Glück und alles Gute gewünscht hatten. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Natürlich hätte ich auch sehr gerne gewonnen, doch wenn man bedenkt, dass ich letztes Jahr um diese Zeit nicht mal schmerzfrei gehen konnte, bin ich jetzt wirklich wieder richtig gut drauf und absolut glücklich! Das Jahr ist noch jung und ich freue mich sehr auf weitere spannende Rennen!" So Heidi im Ziel.

Toller 3. Platz beim Heilbronner City Triathlon








 

Brandaktuell:

TV Berichterstattung über Heilbronn und Heidi auf L-TV:

 

http://www.l-tv.de/webtvplayer/?clipnameid=2605

 

 

 

 

Mit einem tollen 3. Platz finishte Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt in einem mit Weltklasse Athleten besetzten Rennen.

 

Der erstmalig ausgetragene Heilbronner City Triathlon, der auf Anhieb mit 1200 Athleten besetzt war, hatte ein Starterfeld von dem so manche Großveranstaltung nur träumen kann.

Mit Welt- und Europameistern, Ironman und Half Ironman Gewinnern und Gewinnerinnen war Spannung vom ersten bis zum letzten Meter geboten.

 

Das 2 km lange Schwimmen fand im noch relativ frischen Neckar mitten in der Stadt Heilbronn statt. Um die Spannung noch etwas zu erhöhen mussten die Athleten nach ca. 1 km den Fluss zu einem ca. 100 m langen Landgang verlassen, um danach die zweite Hälfte  des Schwimmens in Angriff zu nehmen. Hierbei konnten die Fans und Zuschauer die Athleten bereits in der ersten Disziplin hautnah erleben. Heidi Jesberger konnte bereits als 3. Frau aus dem Neckar steigen und durch die fast 1 km lange Wechselzone zu ihrem Rad laufen.

Hier hatte sie schon über eine Minute Vorsprung auf eine ihrer stärksten Konkurrentinnen, Nicole Leder, mit der sie beim Ironman in China im März noch gemeinsam aus dem Wasser gestiegen ist.

 

Die 70 km lange Radstrecke war mit 800 Höhenmetern sehr selektiv und hat den Athleten alles abverlangt. Heidi fand einen fantastischen Rhythmus und konnte auf der komplett für den Verkehr gesperrten Strecke mit der zweitschnellsten Radzeit aller Frauen als 3. Frau auf die abschließende 15 km lange Laufstrecke wechseln.

Der Laufkurs, der mit 5 km 3x zu bewältigen war ging über den Marktplatz, quer durch die City und am Ufer des Neckars entlang.

Die unzähligen Zuschauer und die tolle Stimmung haben so manchem Athleten eine Gänsehaut beschert. Nach 3.36 h konnte die Assamstadterin als strahlende Drittplatzierte auf dem Heilbronner Marktplatz unter dem Jubel der Zuschauer ins Ziel einlaufen. Siegerin bei den Damen war Sonja Tajsich, die dieses Jahr auch schon den Ironman in Südafrika gewinnen konnte, vor Mignon Vatlach und Heidi Jesberger.

Im Männerrennen siegte der Shootingstar Sebastian Kienle vor  dem radstarken Freiburger Andreas Böcherer und dem amtierenden Ironman Europameister Timo Bracht. Der Kurzdistanzweltmeister Daniel Unger finishte als 4.

 

 

Heidi über das Rennen:

Es war eine Prämiere der Extraklasse.

Ich war wirklich glücklich, bei so einem tollen Rennen mit einer solchen Stimmung, so gut Platziert zu sein. Dass beim ersten Mal so viele Zuschauer da waren, das hat mich echt beeindruckt.

Im Ziel umlagerten mich Dutzende Kinder, die alle Autogramme von mir wollten. Da kam ich mir fast wie ein kleiner Star vor ;-)

Nach dem Rennen erzählte mir mein Freund folgende Story, die er am Schwimmstart mitbekommen hat:

"Das mit der gelben Mütze, das ist die Heidi Jesberger aus Assamstadt", sagte ein Vater zu seinem Sohn.

 

"Die berühmte Heidi?" fragte der Sohn? "Na ja, berühmt, eher bekannt, " meinte der Vater.

 Ist doch cool, wenn man so im Gespräch ist ;-)

 

Nun wird erstmal wieder fleißig trainiert bevor am 27.Juni der Rothsee Triathlon auf meinem Plan steht.

Liebe Grüße

Heidi

 

Triathlon Mussbach, oder ein bisschen Mut gehört immer dazu...




 

 

Beim für seine anspruchsvollen Radstrecken bekannten Rhein Neckar Triathlon Cup fand am Sonntag in Mußbach der erste Wettkampf der Serie statt.

 

Das 1500 m lange Schwimmen wurde im 50 m Becken in Neustadt an der Weinstraße durchgeführt. Alle Favoritinnen starteten auf  Bahn 8.

Ich fühlte mich großartig, hatte ich doch auch die letzten Wochen sehr fleißig und konzentriert mit meiner Schwimmgruppe trainiert. Vielen Dank an dieser Stelle an Sören, Carmen und Maona. Das Training mit euch macht echt super viel Spaß und hat mich echt noch ein Stück weiter gebracht.

Mit am Start waren neben der ehemaligen Nationalschwimmerin Jutta Schäfer, die Siegerin des Ironman Süd Afrika und derzeit wohl stärkste Deutsche auf der Langdistanz Sonja Tajsich, sowie etliche Kurzdistanzspezialistinnen.

Wie gesagt lief mein Schwimmen super und so konnte ich bereits als 4. Frau nach 21:24 min aus dem Becken klettern.

Die Radstrecke hatte auf einer Länge von 42 km 520 Höhenmeter! Diese waren eigentlich nicht wirklich das Problem, denn bergauf konnte ich bis auf 50 m an den 2. Platz heranfahren.

Leider zähle ich nicht wirklich zu den begnadetsten Abfahrerinnen. Ich habe immer Angst, dass etwas passieren könnte, denke und vor allem bremse viel zu viel L

Dann hieß der erste Berg auch noch Totenkopf, wie soll man da also locker bleiben ;-)

Bei der Abfahrt hat mich leider dann mein Mut verlassen und so kam ich erst als 4. Frau wieder nach der Abfahrt unten an :-(

Den abschließenden 10,4 km Lauf konnte ich mit der zweitbesten Laufzeit in 40:49 min bei gefühlten 38 °C hinter mich bringen, was einer 38:55 auf die 10 km entsprach.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Rennen und meiner Leistung.

Nur mit dem undankbaren 4. Platz bin ich etwas unglücklich.

Doch ich war nur 120 Sekunden hinter Sonja und die ersten 4 Frauen kamen innerhalb von 3 min ins Ziel, was wirklich zeigt, wie gut das Starterfeld in Mussbach war.

Glückwunsch an Jutta, die heute wirklich ein Hammer Rennen abgelegt hat und verdient gewonnen hat!

Eine Stunde Vollgas



Bilder vom Veranstalter und Michael Rauchendorfer





Sprint Triathlon in München

 

Als ich mir gestern Abend nach dem Rennen überlegt habe, wann ich das letzte Mal an einem Sprint teilgenommen habe, musste ich ganz schön lange nachdenken...

Als unmittelbare Vorbereitung für Ironman Rennen sind Sprints fast zu kurz.

Eine Stunde Vollgas, gar nicht so einfach für Ausdauersportler, die im Ironman fast 10 h  unterwegs sind.

Dennoch war ich gestern in München mit rund 1000 anderen Triathleten am Start.

Bei unserer morgendlichen Anreise mit dem Auto schüttete es wie aus Kübeln und wir waren uns gar nicht sicher, ob bei solchen Bedingungen überhaupt ein Wettkampf durchgeführt werden kann.

Doch pünktlich als wir am Olympiagelände ankamen, hatte der Wettergott ein einsehen und es blieb trocken bis kurz vor der Siegerehrung.

Das besondere an diesem Sprint war, dass es keinen gemeinsamen Massenstart gab, wie sonst üblich, sondern dass alle 12 Sekunden ein Athlet auf die Strecke geschickt wurde.

Man musste also immer Druck machen, da man ja nie wusste, wie man im Teilnehmerfeld so lag. Mit Anne Haug (Deutsche Vizemeisterin Kurzdistanz und Weltcupstarterin), sowie Jenny Schulz (Deutsche Duathlon Meisterin), sowie einigen Bundesligastarterinnen war ein illustres Feld geboten. Ich war selbst gespannt wie schnell ich mittlerweile nach dem Ironman in China wieder bin. Im Training lief es schon wieder echt gut und ich fühlte mich wieder kraftvoll. Doch würde meine Schnelligkeit auch für diese Spezialisten ausreichen?

 

Das Schwimmen lief hervorragend und ich konnte auf der nur 425 m langen Schwimmstrecke schon einige vor mir gestartete Teilnehmerinnen einholen. Doch bevor ich einen wirklichen Rhythmus finden konnte, musste ich das Becken schon wieder verlassen.

Die 18 km lange Radstrecke bestand aus 5 Runden. Sehr Zuschauerfreundlich, aber gar nicht so einfach zu Händeln, da man eigentlich nur am Überholen war. In München war wirklich ein äußerst bunter Mix von Teilnehmern am Start. Von Spitzenathleten bis zu Anfängern, die mit MTBs und Tourenrädern unterwegs waren. Daher war äußerste Vorsicht auf dem Rad geboten, da die ungeübteren Sportler zum teil atemberaubende Kurventechniken hatten ;-)

Zwar musste ich einige Male erschrocken in die Eisen, doch ich denke das ging mit Sicherheit allen anderen genauso.

Als zweitschnellste Frau konnte ich vom rad auf die abschließende 5 km Laufstrecke wechseln. Hier lagen 4 wellige Laufrunden vor uns.

Ich lief so schnell ich konnte und musste feststellen, dass  Ironman Rennen nicht unbedingt spritzig machen ;-) Doch mit Hilfe der fantastischen Sambatruppe am Wegesrand und der vielen Zuschauer spürte ich das aufsteigende Laktat in meinem Körper fast nicht mehr ;-)

Letztendlich  konnte ich als 3. Frau die Ziellinie überqueren. Ich bin wirklich froh diesen Sprint gemacht zu haben. Diese kurzen aber harten Rennen geben einem wirklich die Tempohärte und den Biss, den man unbedingt bei wichtigen Wettkämpfen braucht!

Am nächsten Wochenende starte ich bereits wieder bei einem Rennen: dem Rhein-Neckar-Triathlon-Cup in Mußbach, der für seine anspruchsvolle Radstrecke bekannt ist.

Ich freu mich schon!

 

 

Ironman China







3. Platz und Hawaiiquali!

 

Ich bin so glücklich! Ein Traum wurde für mich nun endlich wahr!

So sehr habe ich mir diesen Podiumsplatz gewünscht und nun habe ich es geschafft!

Oftmals ist das Leben wie eine Art Perlenkette:

Ein Ereignis wird an das andere gereiht und die Kette wird immer länger und schöner.

Dann gibt es aber auch Situationen im Leben, die so gar nicht in Reih und Glied passen?

Nachdem ich in meiner Triathlonkarriere schon mehrmals in Schlagweite  der Spitze war, kamen leider immer wieder verschiedene Verletzungen. Meine Kette riss also und die Perlen kullerten wild durcheinander. Alleine hätte ich dieses Chaos nicht mehr auf die Reihe gebracht.

Ganz wichtig waren dabei mein Freund, meine Familie, Freunde und Sponsoren, die mir Mut zugesprochen und mich immer weiter unterstützt haben.

"Wie oft darf eine solche Kette eigentlich reißen?" habe ich mich gefragt. Doch nun rückblickend war es einfach ein Teil des Ganzen. Eine Kette ist umso wertvoller, wenn sie nicht ganz perfekt ist, sondern aus größeren und kleineren Perlen besteht, die nicht ganz gleichmäßig aneinandergereiht sind. Doch alleine geht es nicht und darum bin ich sehr Dankbar so tolle Menschen um mich herum zu haben! Danke!

Doch nun zum Rennen:

Normalerweise tapert man für große wichtige Rennen, d.h. das Training wird die letzten 2 Wochen etwas reduziert, damit man sich am Wettkampftag kraftvoll fühlt und die bestmögliche Leistung bringen kann. Diesmal war alles anders.

Ich habe mir im letzten Trainingslager 3 Wochen vor dem Ironman auf Lanzarote einen Virus eingefangen, der leider sehr hartnäckig war. Anfangs dachte ich noch, dass ich in 3 Wochen locker wieder fit sein würde, doch es war ein ständiges Auf und Ab und der Husten war extrem hartnäckig.

Ich war total platt und nicht in der Lage anständig zu trainieren. So wenig wie vor diesem Rennen habe ich noch nie trainiert, doch es ging einfach nicht.

Am Donnerstag, 3 Tage vor dem Rennen, entschied ich mich, den Ironman Arzt aufzusuchen, denn so war an einen Start nicht zu denken. Mit Antibiotika, ACC Akut, Aspirin, Inhalation mit chinesischen Ölen, heißem Cola mit Ingwer,... versuchten wir alles und siehe da, am Tag vor dem Rennen fühlte ich mich das erste Mal besser. Also konnte ich einen Start wagen.

 

Am Wettkampftag selbst war es schon morgens deutlich wärmer als die ganze Woche zuvor, die ungewöhnlich kalt und verregnet war. Mit nur 14 °C lagen die Temperaturen dieser Woche fast 20 Grad unter dem normalen Schnitt im März.

Die Sonne kam am Sonntag das erste Mal in dieser Woche so richtig raus und sofort war die Stimmung auch gleich eine ganz andere als die vergangenen Tage.

Um 7 Uhr war der Start der Profis. Eine Minute später starteten jeweils alle 5 Sekunden 5 Altersklassen Athleten. Die 3,8 km  lange Schwimmstrecke war in einem Fluss und bestand aus einer Art Ypsilon, das wir 4x mit jeweiligem Landgang schwimmen mussten.

Letztes Jahr war wohl die Strömung so stark gewesen, dass einige Athleten total abgetrieben wurden. Aus diesem Grund wollte der Veranstalter die Schwimmstrecke etwas kompakter halten. Mir gefiel sie echt gut, war das ganze doch sehr kurzweilig. Gott sei dank durften wir Profis doch mit Neoprenanzug schwimmen. Die Wassertemperatur lag um die 22°C und so war es lange nicht klar, ob wir den Schwimmanzug tragen dürfen. Aufgrund der Farbe des Wassers war es mir mit meinem Helix aber viel lieber ;-).

Ich erwischte eine schnelle Gruppe und fand einen guten Rhythmus im Wasser.

Schon nach der ersten Runde überrundeten wir die ersten Age-Group-Athleten, dies hat uns schon etwas ausgebremst, doch es war ja für alle gleich.

Gemeinsam mit Nicole Leder, auf Rang 5 liegend verlies ich das Wasser, schnappte meinen Beutel und rannte ins Wechselzelt, wo man sich umziehen musste. Dort hatte ich meinen Rudy Helm und meine Rudy Brille, sowie meine Verpflegung drin. Nachdem ich den Neo in die Tüte gesteckt hatte, lief ich zum Rad und damit zum Ausgang der Wechselzone.

Dort fiel mir plötzlich voller Schrecken auf, dass ich mein Startnummernband gar nicht dran hatte! Also rannte ich wie von einer Tarantel gestochen den ganzen Weg zurück ins Wechselzelt und suchte erneut meinen Beutel, doch die Nummer war nicht drin! Schock! Was sollte ich nun tun? Und die Zeit lief! Belinda Granger, eine australische Athletin, die unser Rennen zuschaute rief mir zu, dass ich einfach weitermachen solle.

Also rannte ich zurück zu meinem Rad und begann mit deutlich erhöhtem Adrenalinwert meine Aufholjagd.

Auf dem Rad hatte ich wirklich einen guten Druck! Ich konnte mich sehr gut konzentrieren und pushen und machte Boden gut. Der Wind war viel stärker als vorhergesagt und etliche Athleten hatten Probleme überhaupt in der Aero-Position zu fahren. Da ich aber viel auf Lanzarote trainiere bin ich den Wind gewohnt und kam überraschend gut damit zurecht!

So langweilig mir der Großteil der Strecke beim Abfahren der Strecke im Vorfeld vorkam, so gut fand ich es im Rennen. Auf einer Zweispurigen  Autobahn, die komplett für uns gesperrt wurde, ging es fast nur gerade aus. Das absolute Highlight war die ca. 10 km lange selektive Wendepunktrunde. Dort fuhren wir durch 2 kleine Dörfer in denen auch der Großteil der Zuschauer des Rennens war. Wenigstens in der ersten der 2 Runden. Natürlich haben diese chinesischen Fans kein Wort Englisch gesprochen, doch wenn einem jemand etwas Nettes zuruft, dann versteht man das auch so ;-)

Auf der Radstrecke wurde es immer wärmer. Alle 15 km gab es eine Verpflegungsstation. Doch diese Stationen konnte man beim besten Willen nicht mit Europäischen Rennen vergleichen. Es waren eindeutig zu wenige Helfer da und die Helfer die da waren, waren unerfahren, so dass es zu einer echten Herausforderung wurde überhaupt etwas zu Trinken zu bekommen.

Mein Ziel war es eigentlich jeweils 2 Wasserflaschen zu greifen, doch man reichte uns nur sehr schmale 0,5 l Wasserflaschen, die nicht in die normalen Flaschenhalter passten, sondern herausrutschten. Also versuchte ich irgendwie 2 Flaschen zu greifen, doch das nächste Problem war, dass die Flaschen nicht aufgeschraubt waren!?! Im Rennen habe ich nur gehofft, dass ich im Ziel noch all meine Zähne drin habe, denn die waren die einzige Möglichkeit diese Flaschen auf zu bringen. Umso länger das Radfahren ging, desto mehr habe ich an den Verpflegungsstellen abgebremst, um auch wirklich etwas Wasser zu bekommen.

Nach ca. 140 km hatte ich meinen tiefsten Punkt auf dem Rad. Die Hitze, der Wind und auch die Einsamkeit machten mir ganz schön zu schaffen. Wenn es so heiß ist, dann hat man auch gar nicht das Verlangen etwas zu Essen, doch das war genau der Punkt. Ich verpflegte mich mit einem Powerbar und wenig später spürte ich wieder neue Energie.

Bei km 165 konnte ich auf die Japanerin Maki auffahren, die vorher angekündigt hatte, diesen Ironman gewinnen zu wollen. Nachdem ich sie überholt hatte, blieb sie mir dicht auf den Fersen und so stiegen wir gemeinsam vom Rad.

In meinem 2. Wechselbeutel hatte ich sowohl Kompressionssocken als auch normale Socken. Zuerst versuchte ich die Kompressionssocken anzuziehen, doch es war verrückt. Meine Beine waren durch die Hitze dermaßen angeschwollen, dass ich beim besten Willen nicht hereinkam. Egal. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, Maki war nämlich schon über alle Berge, entschied ich mich für die sowieso schönere Lösung und lief mit meinen nagelneuen superschicken pinken Newton Laufschuhen los.

Der erste km war brutal. Die Hitze stand geradezu und ich fühlte mich total verspannt.  Ich hatte das Gefühl kaum aufrecht stehen zu können, obwohl ich doch so regelmäßig den rücken trainiert hatte.

Eines war sicher: das würde noch eine richtige Hitzeschlacht geben.

Alle 2 km war eine Verpflegungsstation. Hier wurden jedoch keine Becher gereicht, sondern man musste sich selbst alles von Tischen nehmen. Also legte ich konsequent von Anfang an bei jeder Station eine kleine Gehpause ein, um überhaupt genügend Flüssigkeit  aufnehmen zu können.

Meine Arm-Coolers von DeSoto, die ich schon auf dem Rad angezogen hatte halfen mir auch sehr.

Sie kühlten wirklich gut und hielten das Wasser etwas länger am Körper.

Schon nach 2 km konnte ich auf die Japanerin auflaufen. Sie ist eine ehemalige Weltcup Kurzdistanz Starterin und kann laufen, doch irgendwie lief es bei mir nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch immer besser bei mir.

Nun war ich schon 3. Frau! 4 km später lief ich auf die mehrmalige Ironmansiegerin Heather Gollnick aus den USA auf. Sie wirkte schwerfällig auf mich und ich konnte sie zügig überholen.

Wow, ich konnte es kaum glauben! Ich lag nun auf dem 2. Rang in einem Ironman! Auf den ersten 8 km konnte ich auf die Führende Amy Marsh, die für das erfolgreiche Team TBB startet und im September den Ironman in Wisconsin gewonnen hat, 4 min gutmachen und war nun nur noch 3 min hinter der Führenden! Oh Gott, was für ein Tag! Einerseits war ich total happy und euphorisch aber andererseits war es auch so heiß! Sehr heiß! Ich musste vorsichtig sein, denn noch war es ein langer Weg bis ins Ziel! An der Strecke sah ich Lothar Leder, Chris McCormack, Markus Fachbach, später auch Heather Gollnick, die alle das Rennen abgebrochen haben. Die Bedingungen waren auch echt schwierig!

Das Verlangen nach Kühlung und einer Gehpause wurde immer größer, doch ich wusste, dass das bei allen Athleten so ist. Nun entschied nur noch der Kopf. Und ich wollte diesen Podestplatz. Unbedingt! Bei km 28 überholte mich Nicole Leder, die ja als starke Läuferin bekannt ist. Ich versuchte natürlich noch dagegen zu halten, doch mehr war nicht mehr drin bei mir.

Ich gab wirklich mein Bestes  und konnte schließlich nach 42,2 km Laufen als 3. Frau jubelnd die Ziellinie überqueren. Ja!!! Endlich hatte ich es geschafft! 3. Platz beim Ironman China!

Ich bin sooooo glücklich!

 

Mit meiner Leistung bin ich wirklich sehr zufrieden: 2. schnellste Radzeit und 2. schnellste Laufzeit aller Frauen, sowie 14. schnellste Laufzeit aller Teilnehmer (incl. Männer!), daran sieht man wirklich wie hart die Bedingungen waren!

 

Im Ziel meinte jemand, dass ich die Hawaiiquali hätte. Ich? Wie konnte das Möglich sein? Bei uns Profifrauen war doch nur ein einziger Slot für Hawaii ausgeschrieben.

Seit Anfang dieses Jahres gibt es eine Regel, die besagt, dass nur die Profis, die weniger als 5% hinter der Siegerzeit sind, einen Slot für Hawaii bekommen. Im Männerrennen waren 3 Slots ausgeschrieben. Da aber der 3. Mann bereits  mehr als 5% hinter dem Sieger zurücklag, ging der verbleibende Slot an uns Profi Frauen. Und da Amy Marsh sich bereits mit ihrem Sieg in Wisconsin den Slot für Hawaii geholt hat, habe ich ihn bekommen! Hammer!

Was für ein Tag!

Das Kämpfen hat sich echt gelohnt!

Dieses Jahr gibt es nur 45 Profi Frauen Plätze auf Hawaii. Ein wirklich exklusives Feld. Und ich bin mit dabei!

Aloha, eure Heidi

 

 

Ironman China


Nachdem wir auch das zweite Corpus-Trainingslager auf Lanzarote erfolgreich gemeistert haben, geht morgen meine Reise zum Ironman China los!

 

Ich freue mich schon sehr!

Mein Training lief wirklich gut und die Form stimmt.

Nun heißt es noch eine Woche locker in Bewegung bleiben und vor allem sich gut zu aklimatisieren, bevor ich dann am 14. März bei meinen ersten Ironman in diesem Jahr starte.

 

Der Ironman findet auf der Insel Hainan statt.

Hainan liegt 4 Flugstunden südlich von Peking, ganz Nahe an Vietnam.

Die letzten Tage hatte es dort 38°C, es wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hitzerennen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

Falls irgendwie möglich halte ich euch mit Eindrücken aus China und meiner unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auf dem Laufenden.

Laut Veranstalter bin ich im Chinesischen Horroskop "Dragon".

"Full of fire", wie man mir sagte.

Na wenn das kein gutes Zeichen ist :-)

 

Liebe Grüße und bis bald aus dem Reich der untergehenden Sonne,

Heidi

Erstes Trainingslager und erster Wettkampf im neuen Jahr




Die neue Saison ist schon in vollem Gange.

Nachdem ich einige Wochen bei Schnee und Eis im kalten Deutschland trainiert habe, mein Material bis zum zerbrechen bei Minustemperaturen geschunden habe (Felgenbruch im Schnee mit dem MTB), durfte ich die letzten 2 Wochen im sonnigen Süden auf der kanarischen Vulkaninsel Lanzarote trainieren.

Lanzarote, die Insel strotzt vor Energie und Power. Mittlerweile war ich so oft dort, seit 1997 fast jedes Jahr, manchmal auch 3 oder 4 mal!

Genauso ging es mir auch dieses mal wieder. Sonne, Wärme, das Meer, da ging das ganze Training plötzlich so viel einfacher.

 

Wie jedes Jahr war ich wieder als Trainerin in den Corpus Camps mit dabei.

Es macht mir immer unheimlich viel Spaß in einer Gruppe zu trainieren, sich mit erfahren Athleten auszutauschen und eigene Erfahrungen an Anfänger weiter zu geben.

Im Camp stand der Schwerpunkt vor allem beim Schwimmen.

Mit Ute Mückel hatten wir auch eine 1 a Trainerin mit dabei, die, nachdem sie letztes Jahr ihre überaus erfolgreiche Triathlonkarriere beendet hat, sich nun total auf Schwimmseminare spezialisiert hat.

Mit ihrem geschulten Auge fand sie bei jedem einige Details, die es noch zu verbessern gibt.

Vielen Dank Ute! Die Flasche Wein ist dir sicher, wenn ich meine Bestzeit wirklich verbessern kann

;-)

 

Auf dem Rad konnten wir die komplette Insel unsicher machen. Die Berge im Norden mit Mirrador del Haria und Rio sowie die Feuerberge im südlichen Bereich eigneten sich wirklich hervorragend für Kraftausdauer.

Meine Lieblinsrunde ist und bleibt aber El Golfo. Die Straße führt direkt an der Küste entlang. Die schwarzen Felsen, das kristallblaue Meer. Einfach toll!

 

Im neuen blauen Stadion des Club La Santa führten wir mehrmals gemeinsam ein Lauf-Technik Training durch, gefolgt von kurzen Intervallen.

Die längeren Läufe lief ich in der Lagune, fast immer mit Blick aufs Meer J

 

Am Ende der ersten Trainingslager Woche nahm ich, wie auch letztes Jahr beim Internat. Duathlon von Lanzarote teil.

Die ungewohnt kurze Distanz von 5-20-2,5 war ein guter Temporeiz im Hinblick auf den Ironman China am 14.03.2010, auf den ich mich gerade intensiv vorbereite.

 

Am Start war ein internationales Starterfeld aus fast allen Europäischen Ländern unter anderem Athletinnen der Nationalmannschaften aus Frankreich, Dänemark, Holland und England. Da das Wetter momentan in halb Europa winterlich und kalt ist, nutzen viele die warmen Temperaturen der Kanaren, um sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten.

Schon im Vorfeld wurde den Weltcup-Athletinnen der Nationalmannschaften viel und den Langdistanzlern wenig Chancen auf den Sieg eingeräumt.

Helle Frederiksen und Jessica Harrison, vor kurzem Zweit- und Drittplatzierte beim ITU-Weltcup-
Rennen in Huatulco/Mexiko oder ITU Weltmeisterin Jodie Swallow und nicht zuletzt Yvonne Van Vlerken, 2. Platzierte beim Ironman auf Hawaii und auch ich als Vorjahressiegerin, wurden als Favoritinnen auf den Sieg gehandelt.

Außergewöhnlich an diesem Rennen war, dass das Windschatten fahren erlaubt war.

Frauen durften auch bei Männern ?draften?, was sonst immer verboten ist.

 

Am 3. Belastungstag in Folge, nach 30 Stunden Training in derselben Woche stand ich dann an der Startlinie.

Wie nicht anders zu erwarten, fühlten sich meine Beine beim ersten Lauf schwer wie Blei an, da das ganze Training komplett auf den Ironman in China ausgerichtet ist.

Dennoch zeigte ich Kämpferherz  und konnte auf dem Rad wieder einige Plätze gutmachen und nach dem abschließenden Lauf als 6. Frau die Ziellinie überqueren.

 

Im Profi Sport muss man die kleinen Rennen manchmal den Großen unterordnen.

Und da der Wettkampf bekanntlich das beste Training ist, hoffe ich, dass es dann am 14. März in China umso besser für mich läuft ;-)

 

 

Nun trainiere ich die nächsten 2 Wochen hier im Kalten, bevor es dann wieder ins nächste Corpus Camp in den Süden geht.

Bleibt gesund.

Bis bald Eure Heidi

3. Platz beim Berliner Silvesterlauf



Ich wünsche allen einen guten Start in ein gesundes neues Jahr 2010!


Neuschnee und ausgesprochen winterliche Bedingungen drückten der 34. Auflage des Berliner Silvesterlaufs ihren Stempel auf.

Die Strecke des auch als "Pfannkuchenlauf" bekannten Laufklassikers war aufgrund von Schnee und Eis leicht abgeändert worden (9,8 km) und führte zwar wie gewohnt über den Teufelsberg, nicht jedoch zusätzlich über den Drachenfliegerberg, wo zusätzlich zu Eis und Schnee von Wildschweinen verursachte Bodenverwerfungen ihren Anteil an der Streckenverlegung hatten. 1645 Läuferinnen und Läufer hatten sich für diese letzte Veranstaltung im Jahreskalender 2009 von SCC RUNNING angemeldet und ließen das Jahr im Laufschritt ausklingen.

Mit dabei auch die Assamstadterin Heidi Jesberger, die zum Jahresabschluss nochmals einen schnellen Lauf absolvieren wollte.

Trotz Schnee und Glätte konnte die Ausdauersportlerin überzeugen und bereits als 3. Frau die Ziellinie überqueren.

"Ein wirklich toller Jahresabschluss, der Lust auf mehr macht..." so Heidi.

Jeder Teilnehmer erhielt im Ziel traditionell einen Pfannkuchen, wie es die Berliner nennen. In Bayern und Baden Württemberg sagt man dazu aber Berliner ;-)

11. Platz beim Ironman Arizona




Mit neuer persönlicher Radbestzeit im Ironman, sowie einem 11. Platz beim Ironman in Phoenix/Arizona bin ich gestern wieder gesund in Deutschland angekommen.

 

Mit ca. 2500 Athleten war der Ironman in Phoenix/Arizona restlos ausgebucht. Das Frauenfeld zählte neben Hawaii zu den stärksten überhaupt. Alles was Rang und Namen hatte, wollte zum Ende der Saison anscheinend nochmals zeigen, was man so drauf hat. Ob Weltmeisterinnen, Ironman Siegerinnen, Olympiateilnehmerinnen, alles war vertreten.

Auch ich hatte mir nach meiner Verletzung wieder eine gute Form erarbeitet und war sehr gespannt auf das Rennen.

 

Der Startschuss fiel bereits um 6:50. Es war noch nicht einmal richtig hell, als es losging.

Immer der Sonne entgegen, eigentlich toll, doch wirklich schwierig, wenn man sich orientieren muss und eigentlich die Bojen sehen will ;-)

Die 3,8 km Schwimmen im nur 17°C kalten Townlake von Tempe liefen ganz gut für mich und so konnte ich sogar vor einigen Favoritinnen wie Sam Mc Glone oder Linsey Corbin aufs Rad steigen.

 

Auf der Radstrecke lief es für mich so gut wie noch nie bei einem Rennen.

Von Anfang an fühlte ich mich kraftvoll und konnte kontrolliert fahren.

Mit einer wirklich gleichmäßigen Leistung konnte ich die 180 km in 5:12 h absolvieren, was einem Schnitt von 34,7 km/h entspricht!

Auf dem Rad konnte ich den Abstand zu den absoluten Weltklasseathletinnen halten und somit einen großen Schritt in meiner Entwicklung nach vorne machen.

 

Durch meine Verletzung im Frühjahr (Entzündung der Plantarfascie) konnte ich dieses Jahr leider 6 Monate nicht laufen. Mit Aquajogging und viel Alternativtraining habe ich natürlich versucht möglichst viel zu kompensieren.

Trotzdem ist und bleibt ein abschließender Marathon im Ironman eine harte Sache. Nur mit vielen Laufkilometern und wirklich gutem Training kann eine vernünftige Leistung herauskommen.

4 Monate hatte ich läuferisch Zeit um mich auf dieses Rennen vorzubereiten. Nicht sonderlich lange für eine Marathonvorbereitung, aber machbar.

 

Anfangs fühlte ich mich noch gut beim Marathon und war schnell unterwegs, doch dann machten sich die fehlenden Laufkilometer bemerkbar und ich fiel mit dem Tempo etwas ab.

Die abschließenden 42,2 km konnte ich letztendlich in 3:36 h zurücklegen und mit einem 11. Platz die Ziellinie überqueren.

Beim Challenge in Roth bin ich schon einmal einen 3:11 h Marathon in der Langdistanz gelaufen. Irgendwie hofft man dann doch immer, dass das Training doch ausgereicht hat, um an alte Zeiten anzuknüpfen. Wäre ich ?nur? einen 3:20 h Marathon gelaufen, dann wäre ich 5. geworden und hätte den letzten Slot für Hawaii bekommen.

Doch was wäre wenn?

 

Mit diesem Ergebnis kann ich eigentlich voll und ganz zufrieden sein.

Im Schwimmen, sowie auf dem Rad bin ich international absolut konkurrenzfähig.

Das Laufen, das ja immer meine Stärke war, gilt es nun über Winter kontinuierlich weiter auszubauen, damit ich dann hoffentlich im Frühjahr auch in dieser Disziplin wieder ganz vorne mitmischen kann.

 

 

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all meinen Sponsoren bedanken.

Alle haben, obwohl ich verletzt war, weiter zu mir gehalten und an mich geglaubt.

Alle haben mir die Zeit gegeben, die ich zum Ausheilen der Verletzung gebraucht habe!

Gerade in der jetzigen Situation, wo es vielen Unternehmen wirtschaftlich nicht so gut geht, war dies ein absoluter Treue- und Vertrauensbeweis.

 

Ich schaue zuversichtlich nach vorne und sage: DANKE, DANKE, DANKE für diese Hilfe und Unterstützung!

 

Liebe Grüße und bis bald,

Heidi

 

Zurück auf der Erfolgsspur






 

Amica Sprint Triathlon Championship am Lake Pleasant.

 

 

Das Western Feeling, das ich in Austin so sehr vermisst hatte, findet sich 100-fach hier in Arizona.

Es ist total beeindruckend hier. Tausende von riesigen Kakteen, Steppe und große Ranches.

Nachdem ich mich von meiner Erkältung wieder erholt hatte, habe ich natürlich wieder schnellstmöglich mein Training aufgenommen.

Dieses Wochenende habe ich dann als harte Trainingseinheit, aus dem vollen Ironman Training heraus, an einem Sprinttriathlon teilgenommen.

Ich staunte nicht schlecht, als ich beim Check In sah, wer noch alles am Start war:

Kurzdistanz-Profis aus Neuseeland und Amerika, die das Rennen als letzten Test für den Weltcup in Mexiko sahen. Es würde also ein schnelles, ein sehr schnelles Rennen werden.

Vom Start weg ging es voll zur Sache.

Das Wasser war kristallklar und fühlte mich erstaunlich gut.

Bereits als 4. Frau konnte ich aufs Rad wechseln.

Die Radstrecke war sehr bergig. Es ging entweder bergauf oder bergab, niemals gerade. Ich fand einen guten Rhythmus, war aber aufgrund des umfangbetonten Trainings der letzten Tage nicht ganz so spritzig.

Das Laufen war ebenfalls eine Wendepunktstrecke, die sehr bergig war.

Trotz eines 2 Stunden Laufes am Donnerstag fühlte ich mich gut und schnell und konnte als 6. Frau die Ziellinie überqueren.

Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass die Form weiter ansteigt. Ich bin auf dem richtigen Weg und konzentriere mich nun voll auf den Ironman in Arizona.

Die nächsten 2 Wochen werde ich nun in Tucson/AZ zusammen mit einigen anderen Weltklasse Triathletinnen zusammen trainieren. Ich freue mich sehr auf neue Trainingsstrecken, neue Trainingspartner und neue Reize, die mir hoffentlich den letzten Kick für mein letztes großes Rennen in diesem Jahr geben werden.

 

Der Ironman Arizona ist besetzt wie eine Weltmeisterschaft.

Es wird sehr schwierig werden, einen der heißbegehrten Slots für Hawaii zu bekommen. Vor einigen Tagen ist mir dieser Spruch in die Hände gefallen:

 

 

"Start by doing what is necessary, then do what is possible and suddenly you are doing the impossible." - St. Francis of Assisi

 

"Beginne, indem du tust, was notwendig ist, dann tu was möglich ist und plötzlich kannst du das Unmögliche tun"

 

Ich werde mich daran orientieren :-)

Liebe Grüße und bis bald

Heidi

 

DNF - Did not finish in Austin





 

Leider konnte ich den 70.3 Half Ironman in Austin nicht finishen.

Ich bin natürlich sehr enttäuscht und traurig.

 

Meine Vorbereitung lief echt gut und der Fuß hat gehalten. Unser Homestay hier in Austin hätte nicht besser sein können und die Wettkampfstrecke gefiel mir super gut.

Daher war ich sehr optimistisch und zuversichtlich ein gutes Rennen machen zu können.

Leider habe ich mir am Dienstag, beim Flug in die USA, einen Virus eingefangen. Am Mittwoch und Donnerstag habe ich mich extrem schlecht gefühlt, hatte Gliederschmerzen, Halsweh und starken Schnupfen und hätte den ganzen Tag nur schlafen können.

Am Samstag aber fühlte ich mich wieder ganz ok und freute mich sehr aufs Rennen. All zu viele hatte ich ja dieses Jahr noch nicht.

Leider war der Infekt wohl doch noch nicht ganz ausgestanden.

Das Schwimmen lief zwar noch sehr gut und ich konnte als 6. Frau aus dem Wasser steigen, doch auf dem Rad fühlte ich mich von Anfang an extrem leer und kraftlos.

Ich versuchte es immer wieder, redete mir gut zu, versuchte mich zu quälen, doch es ging nicht.

Ich verlor Platz um Platz und war eigentlich nur müde und schlapp.

Trotzdem kämpfte ich mich über die Radstrecke und wollte versuchen, ob vielleicht das Laufen noch gut gehen würde und ich da wieder ein paar Plätze gutmachen könnte. Doch auch hier ging nichts.

Nach 7 km beschlossen wir, dass es vernünftiger ist das Rennen zu beenden, immerhin geht die Gesundheit vor und es warten noch 2 weitere Rennen auf mich.

In 16 Jahren Triathlon bin ich bisher erst 1x ausgestiegen. Die Entscheidung fiel mir also echt schwer, doch leider sind Sportler keine Maschinen, auch wenn wir gerne gut und schnell funktionieren ;-)

 

Ich hoffe, dass sich meine Enttäuschung in den nächsten Tagen in positive Aggression umwandelt und ich in den nächsten Rennen zeigen kann, was in mir steckt.

 

Bis dahin.

Liebe Grüße

Heidi

 

Cologne Half



Bilder: Ingo Kutsche



Mein erstes richtig großes Rennen nach der Verletzung. Ich war voller Vorfreude endlich wieder dabei sein zu können!

 

Zusammen mit meiner Schwester und ihrem Freund Olli war ich ja schon ein eingespieltes und erfolgreiches Team. Also fuhren wir wieder gemeinsam zum Rennen. Quasi die komplette Triathlonabteilung des TSV Assamstadt.

Auch Christine Waitz schloss sich uns an. Im Winter hatten wir sehr viel miteinander trainiert, nun ging es gemeinsam zur Mitteldistanz. Zusammen erkundeten wir am Samstag die Wettkampfstrecken. Trotz Navi und Karte, war ich doch sehr glücklich meine Schwester und Olli bei mir zu haben, da sie sich super gut in Köln auskannten (haben immerhin mal dort

gelebt ;-))

Samstags fand schon der Kurzdistanz Triathlon dort statt.

Wir kamen pünktlich zum Startschuss an und konnten uns noch den letzten Motivationsschub für unser Rennen holen. Die laute Musik und die professionellen Sprecher taten ihr übriges, um unsere Vorfreude weiter zu entfachen.

 

War das Wetter die letzten Tage noch etwas durchwachsen und regnerisch, so erwarteten uns am Sonntag beste Wettkampfbedingungen.

Ca. 20 Grad, etwas Wind, ein paar Wolken, also alles in allem ziemlich gut.

Ich liebe zwar die heißen, sonnigen Rennen, doch auch so komme ich gut zurecht.

Das Schwimmen fand im Füllinger See auf der Ruderregattastrecke statt.

Eine tolle Idee. Viele Athleten, mich eingenommen, haben ja im Freiwasser öfter mal Orientierungsprobleme. Hier konnte eigentlich nicht viel passieren, denn alle 5 Meter war eine kleine Boje, die unter Wasser mit einer Schnur verbunden war, also fast wie im Schwimmbad ;-)

Trotzdem sind ca. 1300 Mann in einem Massenstart eine ganze Menge.

Ich bin immer froh, wenn ich keine oder nur wenige Schläge abbekomme und einigermaßen meinen Rhythmus schwimmen kann.

Dies klappte auch ganz gut und ich konnte bereits nach ?nur 1:30 min hinter Andrea Brede, jetzt frisch verheiratet und Steinbrecher, aufs Rad steigen.

Die Radstrecke war flach. Sehr flach. Und fast die ganze Zeit durch die City.

Mal was ganz anderes, ein ziemlich großer Logistischer Aufwand.

Auf dem Rad fühlte ich mich großartig und konnte gut Druck machen.

Leider gibt es auf solch flachen Kursen auch immer die Windschattenproblematik.

Zwar haben die Kampfrichter kräftig durchgegriffen und fleißig Penalties (Zeitstrafen) verteilt, doch manchmal ist halt die Frage, ob man nach einer 4 Minütigen Zeitstrafe vielleicht noch besser Läuft?

Als 2. Frau hinter Andrea konnte ich auf die Laufstrecke wechseln, da 2 Frauen vor mir in der Penaltybox Platz nehmen mussten. Ich lief die ersten 7 km mit einer sehr netten MTB Begleitung mit dem Schild 2. Frau :-)

Das setzte nochmals extra Energie bei mir frei. Die Zuschauer jubeln einem noch mal ganz anders zu!

 

Durch die Verletzung hatte ich leider keine so gute Laufgrundlage und wusste nicht so recht, wie lange ich das Tempo halten kann. Gehofft hatte ich natürlich schon, dass es bis zum Ende reicht...

Leider war dem nicht ganz so. Ab km 10 wurde es hart und bis 21,1 wurde es ein echter Kampf. Schließlich erreichte ich als 5. Frau das Ziel.

 

Mit meinem 5. Platz bin ich einerseits sehr zufrieden, da ich komplett schmerzfrei war und der Kontakt zur Spitze da war, doch als gute Läuferin war ich es bisher nicht gewohnt, noch so viele Plätze beim Laufen zu verlieren. Das war schon eine bittere Erfahrung.

Andererseits wäre es auch wirklich erstaunlich gewesen, wenn ich jetzt eine fantastische Laufform gehabt hätte. Auajogging ist zwar eine gute Ergänzung, doch kein kompletter Ersatz fürs normale Laufen.

Auf jeden Fall ist die Verletzung nun abgeschlossen.

Da ich ja ausgeruht bin und nicht schon wieder eine Pause brauche, bereite ich mich nun auf den Half Ironman 70.3 in Austin/Texas am 25. Oktober und den Ironman in Arizona am 22. November vor.

Ich hoffe, dass ich bis dahin noch einige Laufkilometer sammeln kann und ich dann wieder die bin, die auf der Laufstrecke überholt ;-)

 

 

 

Sieg für Heidi beim Kitzinger Mainfranken-Triathlon





Bericht Mainpost:

 

"Fürs erste Mal ist das toll organisiert, erstaunlich viele Zuschauer waren an der Strecke, wenn's geht, komm ich nächstes Jahr wieder." Keine zwei Minuten ist es her, dass "Eisenfrau" (www.ironwoman.de) Heidi Jesberger die olympische Distanz im Triathlon in einer Zeit von 2:14:23 zurückgelegt und schon steht sie der Presse bereit, ihre Eindrücke vom Wettbewerb zu schildern. Und die sind, wie von den meisten der insgesamt fast 400 Teilnehmer am 1. Kitzinger Mainfranken-Triathlon mehr als positiv.

Drei Stunden zuvor, gegen 10.30 Uhr hatte sich die Masse der Teilnehmer in der Wechselzone, auf der Wiese zwischen Main und alter Synagoge zur Wettkampfbesprechung versammelt. "Die Radstrecke ist sehr selektiv, ihr müsst Euch raufquälen: Schaltet Euer Hirn ein" hatte Dieter Göpfert den Athleten zugerufen, aber auch gleichzeitig dazu gesagt: "Von Kaltensondheim nach Kitzingen macht es richtig Spaß. Und nehmt bitte Rücksicht in der Wechselzone aufeinander." Ein wichtiger Hinweis, denn in eben dieser Wechselzone ging es später oft wirklich turbulent zu.

 

 

Mit dem Bus ging es dann für die Teilnehmer der olympischen Distanz ? 1,8 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen ? zum Start an den Main oberhalb von Kitzingen. Das Bild der 185 gelben Badekappen im Wasser war dann schon beeindruckend. Fast kochte das Wasser, als die Starthupe erklang. Dank der leichten Strömung im Fluss ging es schnell abwärts: Am Ufer und auf der Nordbrücke standen schon die ersten Zuschauer. Je mehr sich der Schwarm der Schwimmer der Stadt näherten, desto dichter war das Publikum. Vorbei am Bootshaus ? hier am Steg warteten schon die Teilnehmer des Volks-Triathlons und der Staffel auf den Startschuss ? passierten die Schwimmer die dicht besetzte Alte Mainbrücke. Nach nur 17 Minuten und 44 Sekunden ging Sina Leitzmann zehn Sekunden vor dem ersten Mann an Land. Im Spurt dann in die Wechselzone, den engen Neoprenanzug vom Leib geschält, das Rad aus der Halterung genommen, bis zum Feuerwehrhaus musste geschoben werden, dann auf den Sattel und ab in Richtung Sulzfeld.

Frickenhausen, hinauf nach Erlach, wieder runter nach Sommerhausen, dann über Lindelbach, Westheim und Kaltensondheim zurück in die Wechselzone. Ja, diese Radstrecke war selektiv, da hatte Organisator Dieter Göpfert nicht zu viel versprochen, das bestätigten alle Athleten.

Heidi Jesberger etwa war als Dritte der Frauen aus dem Wasser gestiegen, mit fast zwei Minuten Rückstand. "Bei Kilometer 20 hab ich dann die Führung übernommen", erzählt sie. "Ich bin die Strecke vorher mit dem Auto abgefahren und wusste, dass ich bei der Abfahrt nicht bremsen muss." Das hätte ihre Konkurrentin machen müssen denn: Wer bremst, verliert!

Probleme ganz anderer Art hatte Gesamtsieger Thorsten Grandke vom SV Bayreuth, der den Triathlon in 2:01:17 Stunden zurück legte. Er belegte nach dem Schwimmen den dritten Platz, verpasste aber beim Radfahren eine Abzweigung. "Zwei bis drei Minuten habe ich dabei verloren", sagte er, fiel nach seiner Schätzung auf den 35. Platz zurück. Bis zum Laufen hatte er aber schon viel wieder eingeholt und ging als Fünfter auf die zehn Kilometer Laufstrecke. Vor sich hatte er unter anderem auch den Favoriten Rodrigo Nebel, am Ende dritter Platz und Tobias Heining, den Zweiplatzierten. "Ich hab gesehen, dass sie sehr schwerfällig laufen und gemerkt: Es läuft immer besser bei mir, die Kraft kommt."

Und so hatte er am Ende über eine Minute Vorsprung. Und auch sein Fazit des Kitzinger Triathlons ist fast euphorisch: "Das war ein wunderschöner Wettkampf mit einer tollen Organisation, sehr athletenfreundlich."

 

Online-Tipp:

Alle Ergebnisse des Triathlon finden Sie im Internet unter: www.sas-zeitmesssysteme.de Eine Bilderserie zum 1. Mainfranken-Triathlon finden Sie im Internet unter: www.mainpost.de/sport/kitzingen

 

"Mit meinem Rennen bin ich wirklich sehr zufrieden! So kann es weitergehen:-)

Als nächster Wettkampf steht nun die Mitteldistanz in Köln auf dem Programm", so die Siegerin der Damen Heidi Jesberger.

 

 

Wiedereinstieg nach Verletzung geglückt!



Im Ziel mit Oliver und Diane





2. Platz beim Triathlon in Oettingen

 

Bei herrlichem Triathlonwetter waren Oliver Meyer, der Freund meiner Schwester und ich am Wochenende beim Sprinttriathlon in Oettingen über die ungewohnt kurze Distanz von 500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen am Start.

 

Für mich war es der Widereinstieg nach überstandener Verletzung. Dieses Rennen sollte als erster kleiner Formtest für mich gelten.

Oliver hingegen absolvierte in Oettingen seinen erst zweiten Triathlon, den er als Trainingswettkampf nutzen wollte.

 

Start und Ziel des Triathlons war im Freibad, doch das Schwimmen fand nicht wie vermutet im Becken sondern im nahe gelegenen Fluss statt. Grüne Wasserpflanzen und Strömung inklusive.

 

Mit ca. 300 Teilnehmern war der Wettkampf fast ausgebucht.

Einen Massenstart, auch noch im offenen Gewässer war für Oliver Neuland.

Er spürte, wie schwer es doch ist, sich unter all den Teilnehmern im Wasser zu behaupten und gleichzeitig noch den direkten und kürzesten Weg zur Boje zu schwimmen.

 

Im Rennen der Damen war mit der ehemaligen Olympiateilnehmerin im Schwimmen Anke Rothmeier sowie der sehr ambitionierten und gut mit mir befreundeten Luxemburger Triathletin Diane Chelius, der Regensburgerin Astrid Zunner-Ferstl und mir ein ziemlich spannendes Rennen zu erwarten.

 

Vom Start weg setzte sich wie erwartet die Olympiaschwimmerin ab, dicht gefolgt von Diane und mir.

Schon in der Wechselzone konnte ich jedoch durch einen Blitzwechsel einen Platz aufholen und als 2. Frau gesamt aufs Rad steigen.

Dort machte ich sofort Meter um Meter gut, so dass ich schon nach 2 Kilometern die Führung übernehmen konnte.

Auch Olli schlug sich hervorragend, war er doch einer der wenigen Athleten, die ohne Neoprenanzug schwammen. Die Wassertemperatur betrug nur 20 Grad, so dass sich fast alle Athleten für das Tragen eines Wärmeanzuges entschieden hatten.

Die Radstrecke war sehr selektiv und wir beide fanden einen guten Rhythmus.

Bei km 15 wurde ich von der stark fahrenden Regensburger Triathletin eingeholt und wechselte wenige Sekunden nach ihr auf die Laufstrecke.

 

Nun wurde es spannend: Würde mein Fuß der Wettkampfbelastung standhalten oder kommen die Schmerzen zurück?

 

Etwas vorsichtiger als sonst ging ich die abschließenden 5 km an, fühlte mich dann aber immer besser und konnte schließlich schmerzfrei und als strahlende Zweite die Ziellinie überqueren.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Nun bin ich sehr zuversichtlich und freue mich auf weitere Rennen in diesem Jahr!

 

Auch Oliver machte ein klasse Rennen und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.

Als gesamt 85. der 300 Teilnehmer und 14. in seiner Altersklasse konnte er sich über seinen Erfolg freuen.

 

Oettingen ist ein wirklicher Geheimtipp für einen kleinen familiären Wettkampf mit toller Organisation und liebe zum Detail. Kann ich nur weiterempfehlen.

 

100 Jahre Stromversorgung Taubertal


 

...so ein tolles Jubiläum, das musste groß gefeiert werden.

Am Samstagabend lud mich mein Hauptsponsor, das Stadtwerk Tauberfranken zur feierlichen Gala ein und am Sonntagnachmittag zum Talk auf der Showbühne mit abschließender Autogrammstunde.

 

Damit mich auch alle Besucher erkennen, hat das Stadtwerk ein kleines Bild von mir an die Häuserwand hängen lassen. Ein wirklich lustiges Gefühl, wenn die Leute erst auf die Wand, dann auf mich und dann wieder auf die Wand geschaut haben ;-)

Ein tolles Wochenende mit einem tollen Partner, der auch die gleiche Philosophie hat wie ich: Aus der Region, für die Region.

 

 

 

Mein neues Rad: Felt!!!



Momentan befinde ich mich zusammen mit triathlon-szene.de, Corpus und Ute Mückel im Trainingscamp auf Mallorca.

Pünktlich dazu bekam ich mein nagelneues Zeitfahrrad.

Vielen lieben Dank an Felt!

Das Rad ist genial! Von Anfang an habe ich mich sehr gut darauf gefühlt!

Nun sammeln wir hier noch fleißig Radkilometer, die Bedingungen dazu sind hier auch wirklich perfekt!

 

Liebe Grüße und bis bald,

Heidi

 

3D Fotoshooting bei Magic Sportfood


Heute hatte ich die tolle Möglichkeit mal auf einem ganz anderen Gebiet tätig zu sein.

Als Fotomodel für blueseventy.
Die Bilder wurden in einem speziell für 3D Fotografie ausgestatteten Fotostudio geschossen.

Es war sehr spannend und hat total viel Spaß gemacht.
Hier das erste Ergebnis.
 

Sieg für Heidi beim Internat. Duathlon auf Lanzarote




Da ich im Frühjahr 3x2 Wochen mit dem Corpus Trainings Camp auf Lanzarote Trainingslager durchführe, war ich sowieso zum Trainieren auf Lanzarote.

Das Training lief den ganzen Winter sehr gut, warum also nicht einfach als Formtest den Internat. Duathlon aus dem Trainingslager heraus mitmachen?

 

Gesagt getan. Ca. 2 h vor dem Start, dann die Überraschung:

Windschatten fahren war erlaubt, darum waren Aerolenker verboten. Da ich aber mit meinem Triathlonrad auf Lanzarote war, hatte ich nun ein echtes Problem: Meinen Aerolenker konnte ich nicht abbauen, da auch die Schaltung in den Aerobars ist und der Lenker sowieso aus einem Stück bestand.

Ute Mückel lieh mir spontan ihr Rennrad. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

Da Ute etwas kleiner ist als ich, saß ich schon äußerst kompakt auf dem Rad, doch ich hatte nicht viel Zeit mir darüber Gedanken zu machen.

Ute hat letztes Jahr ihre äußerst erfolgreiche Triathlon Kariere beendet und war dieses Jahr mit Dreifachkurbel ausgestattet. Nicht ganz üblich im Wettkampfsport ;-)

 

Die Streckenlänge betrug 5km Laufen, 20 km Rad mit Windschattenerlaubnis und einem abschließenden 2,5 km Lauf.

Ein echter Sprint für uns Ironman erprobte Sportler.

 

Ungewohnt für spanische Verhältnisse regnete es leicht und die ganze Strecke war mit großen Pfützen übersät.

Da im Frühjahr meist viele Profis auf den Kanaren trainieren und dem schlechten Wetter in Deutschland entfliehen, ist der Internat. Duathlon oft erstaunlich gut besetzt.

Auch dieses Jahr war kein geringerer als der amtierende Duathlon Weltmeister Jori Vansteelant am Start.

Die amtierende Hawaiisiegerin Chrissi Wellinton gab den Startschuss und führte im Anschluss an das Rennen die Siegerehrung durch.

Bis einen Tag vor dem Rennen, wurde sogar über einen Start von ihr gemunkelt.

 

Vom Start weg, konnte ich ein hohes Tempo laufen und sofort die Führung im Damenfeld übernehmen.

Obwohl wir am Tag vor dem Rennen noch eine sehr bergige 4 Stunden Einheit auf dem Rad zurückgelegt hatten (Tabayesco für alle Lanzarote Kenner), fühlten sich meine Beine erstaunlich gut an.

Nach 18:30 min konnte ich kurz nach einer kleinen Männergruppe auf Utes Rad wechseln.

Die ersten 5 km ging es tendenziell Berg auf. Ich fuhr so schnell ich nur konnte, um dann auf der lang gezogenen Abfahrt nach Famara im Männerpulg mitfahren zu können. Aber das war ein hartes Stück arbeit. Das Ego einiger Männer lies es wohl auch nicht zu, dass eine Frau bei ihnen mitfährt und so kamen ständig Attacken und Ausreißversuche.

Doch ich hielt mich wacker und ließ mich nicht abschütteln.

Der Abschließende 2,5 km Lauf ging sehr schnell vorbei und ich konnte als glückliche Siegerin die Ziellinie überqueren.

 

Ein toller Start ins neue Jahr!

 

 

 

Sieg zum Jahresabschluss



Am letzten Tag des Jahres nahm ich noch am Silvesterlauf in Nürnberg teil.

Der 10 km Lauf war mit 1111 Läufern komplett ausgebucht und bei Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunkt, kam eine tolle Stimmung am Wöhrder See auf.

 

Da es zur Zeit im Training sehr gut läuft, bin ich schon mit einem guten Gefühl an den Start.

Dass es aber schon zu einer so guten Zeit reichen würde, habe ich nicht zu hoffen gewagt. Mit 37:30 min konnte ich die Frauenwertung gewinnen!

 

Ein wirklich toller Ausklang eines erfolgreichen Jahres!

Zweite wurde die Titelverteidigerin und Gewinnerin des Fürth Marathons Silke Bittel gefolgt von der Triathletin Anja Ippach.

 

 

 

 

Jahresrückblick 2008



Da man in der Regenerationszeit auch mal andere Dinge als Training und Triathlon machen soll, habe ich mich auch dieses Jahr wieder mit Freunden zum gemeinsamen Plätzchen und Lebkuchen backen getroffen.





Mmmmmhhhhh, sind die lecker geworden!!!


 

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und meine diesjährige Wettkampfsaison

ist beendet. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Jahr. Es war ein ständiger Aufwärtstrend meiner Formkurve zu sehen, ich war durchweg gesund und freue mich schon jetzt auf die nächsten Rennen im Neuen Jahr.

 

Schon im Januar konnte ich den ersten großen Erfolg erringen und mit einem 2. Platz beim Half Ironman von Süd Afrika zurückkehren.

Nach 3 Trainingslagern auf Lanzarote, wo ich als Trainerin im Corpuscamp mitgearbeitet habe, ging es mit einem weiteren starken 2. Platz in Lissabon ebenfalls über die Half Ironman Distanz weiter.

 

Dann folgte der Ironman auf Lanzarote, den ich mit einem guten 8. Platz beendete. Hier hatte ich mir eigentlich etwas mehr erhofft aber aus verschiedenen Gründen lief es an diesem Tag nicht so rund für mich.

 

4 Siege in 4 Wochen

Um nach dem Ironman wieder schnell und spritzig zu werden folgte eine Wettkampfserie mit 4 kurzen Rennen: Triathlon in Tauberbischofsheim, Ansmann Energy Cup, Landkreislauf in Roth sowie dem Staffelrennen beim Challenge in Roth, die ich alle 4 gewinnen konnte.

 

Meinen letztjährigen 3. Platz bei der wohl härtesten Kurzdistanzserie Deutschlands, dem Rhein-Neckar-Triathlon-Cup, mit Veranstaltungen in Heidelberg, Viernheim und Ladenburg, konnte ich verbessern und liege dieses Jahr nach 3 sehr bergigen und anspruchsvollen Rennen auf dem 2. Platz.

 

Mit meinem 4. Platz beim  Ironman in Wisconsin/USA kann ich sehr zufrieden sein, zumal mir der Schaltzug beim Radfahren gerissen ist und ich somit keine großen Gänge mehr hatte. So nah wie in diesem Jahr war ich noch nie an der Spitze dran.

 

Zum Abschluss meiner diesjährigen Saison war ich noch zur Half Ironman Weltmeisterschaft in Clearwater/Florida. Mit meinem 20. Platz war ich nicht wirklich glücklich, obwohl ich die qualitativ höchste Wattleistung des Jahres auf dem Rad führ, verlor ich Zeit auf die Spitze. Die äußeren Umstände (Windschattenproblematik,?) verhinderten einfach eine bessere Platzierung.

 

Herzlichen Dank für die vielen Mails nach meinem Rennen in Clearwater. Es freut mich sehr festzustellen, dass anscheinend nicht nur der Sieg bei einer WM etwas zählt und, dass wahrgenommen wird, wie hart es ist, sich in diesem Feld unter den ersten 20 zu platzieren.

Ich denke ich habe mich nun gut von dieser langen, aber auch spannenden Saison erholt und freue mich aufs neue Jahr.

 

 

An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die mich über das ganze Jahr begleitet und unterstützt haben. Dazu zählen natürlich meine Sponsoren aber auch meine Freunde und Familie. DANKE! Ohne euch wäre das alles nicht möglich.

 

Ich wünsche Euch allen eine Frohe Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr 2009

Eure Heidi

20. Platz bei WM





Eigentlich hatte ich mir dieses Rennen etwas anders vorgestellt, den Wettkampfverlauf erst recht.

 

Die Vorbereitung verlief gut, doch am Wettkampftag fehlte mir jedoch Spritzigkeit und Frische. Vielleicht war die Saison doch schon etwas zu lange, immerhin war das mein 12. Rennen in 10 Monaten. 

 

Den Schwimmstart habe ich auf jeden Fall nicht optimal erwischt. Dadurch musste ich lange Zeit alleine schwimmen und hatte keine Beine, an die ich mich hängen konnte.

Meine Schwimmzeit ist nicht schlecht, doch im Vergleich zu den ersten Profi Frauen hier, die 1:12 min im Schnitt auf die 100m geschwommen sind, war von Anfang an eine Lücke da, die immer größer wurde.

 

Auf dem Rad gab es dann ein ganz großes Problem: In der Wettkampfbesprechung wurde uns Athleten ein 10 m langes Seil gezeigt, so lange muss der Abstand sein zum Vordermann. So weit die Theorie.

Für Amerikaner/innen galt eine andere Regel. Die durften sogar mit Profimännern kreiseln und bauten so ihren Vorsprung kontinuirlich aus.

 

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso man ein so wichtiges Rennen, eine WM, auf einen so flachen Kurs legt. Hier ist doch die Windschattenproblematik von Anfang an vorprogrammiert!

Als 22. Profifrau stieg ich dann schon relativ frustriert vom Rad. Zwar konnte ich noch 2 Plätze gutmachen, doch mein Ziel war eigentlich ein ganz anderes gewesen.

 

Ich freue mich jetzt auf meine wohlverdiente Pause und werde dann im Dezember mit dem Aufbau für die neue Saison beginnen.

 

 

 

Vorbereitung für die WM läuft



Da das Wetter in Deutschland für eine gute Vorbereitung zur 70.3 Half Ironman WM nicht gerade optimal war, bin ich ganz spontan für 8 Tage ins Trainingslager nach Mallorca geflogen.

Montags haben wir gebucht und mittwochs ging es dann schon weg.

Ich bin sehr froh, dass auch mein Vater sehr spontan ist und mich begleitet.

Hier in Alcudia haben wir beste Bedingungen.

Zwar haben wir hier nicht nur Sonnenschein, doch die Temperaturen sind um die 20 °C, was deutlich angenehmer zum Radfahren ist, als die 5-6 °C in Deutschland.

Fast jede Trainingseinheit ist hier gespickt mit Intervallen. Ganz schön hart!

Mit meinen Trainingsergebnissen bin ich aber sehr zufrieden und freue mich nun auf mein letztes Rennen in diesem Jahr.

Am Freitag den 31.10. fliege ich wieder zurück nach Deutschland und am 2.11. geht es dann auch schon weiter in die USA, nach Clearwater, wo am 8.11.08 dann die WM stattfindet.

 

 

4. Platz beim Ironman in Wisconsin



Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst beginnen soll, so viel ist in den letzten Tagen passiert.

               

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ironman. Ich habe alles gegeben und mich im Vergleich zum letzten Jahr, als ich dieses Rennen gemacht habe um über 15 Minuten verbessert.

Dieses Rennen gibt es hier seit 7 Jahren. Mit meiner Zeit hätte ich hier schon 2 Mal gewonnen und wäre jedes Mal unter die Top 3 gekommen. Das es dieses Mal nur zu Platz 4 gereicht hat ist einerseits traurig, doch andererseits sehe ich, dass ich ganz nah an der Spitze dran bin.

 

Als wir am Dienstag in Chicago gelandet sind, kam leider kein Gepäck von uns an. Nichts. Auch der nächste Tag stand ganz unter dem Motto Hoffen und Bangen.

Kein Rad, keine Lauf- und Schwimmsachen, gar nicht so einfach, wenn man in der unmittelbaren Wettkampfwoche ist.

Gott sei Dank hatten wir einen super genialen Homestay bei Familie Groth. Kathy lieh mir all ihre Kleidung und so konnten wir gut improvisieren.

Nur mit dem Rad, da war es etwas schwieriger.

 

Thank you so much Family Groth!

 

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag traf dann aber unser gesamtes Gepäck in Madison ein.

Die Zeit bis zum Rennen verging wie im Fluge.

Am Sonntag war es dann soweit:

 

Wir Profis starteten um 6:50, genau 10 Minuten vor der großen Masse.

Ich hatte einen guten Start und schwamm Anfangs in einer kleinen Gruppe mit.

Leider musste mein Vordermann reißen lassen. Ich bemerkte dies aber gerade noch rechtzeitig und konnte den Anschluss an diese Gruppe wieder finden. Wenige Meter später lies aber auch der nächste Schwimmer wieder reisen und ich war nicht mehr in der Lage zur Gruppe vor zu schwimmen.

Nun waren wir nur noch zu zweit und so musste ich mich etwas mehr um die Orientierung kümmern, als in der Gruppe, auf die wir nach und nach Zeit verloren.

Nichts desto trotz stieg ich als 6. Frau aus dem Wasser.

Die Wechselzone in Madison ist gigantisch. Man steigt aus dem See und rennt den Helix bzw. die Auffahrt eines Parkhauses hinauf, auf dem die Räder stehen. Hunderte Zuschauer standen am See und im Parkhaus, eine wirklich tolle Atmosphäre.

Die schnellsten Wechselzeiten betrugen fast 5 Minuten, daran sieht man wie unglaublich lang die Wege bis zum Rad waren.

 

Auf dem Rad hatte ich den riesen Vorteil, dass ich die Strecke vom Vorjahr kannte und wusste, wo die Schwierigkeiten lagen. Mit ca. 1800 Höhenmetern war dieser Kurs vor allem durch seine vielen kurzen aber knackigen Anstiege sehr gefährlich, da man sich zu Beginn sehr kraftvoll fuehlt und gerne zu aggressiv in die Huegel fährt.

Doch ich hatte meine Lektion im Vorjahr gelernt und fuhr ein taktisch gutes Rennen. Bis Kilometer 40.

Dann riss mein Schaltzug und ich war nicht mehr in der Lage vom kleinen aufs große Kettenblatt zu schalten. Ich war total geschockt! Wie konnte das nur passieren? Sofort schossen mir Tränen in die Augen. Das konnte jetzt doch wirklich nicht wahr sein! Ich war der Verzweiflung nahe.

Gerade in dem Moment überholte mich ein deutscher Athlet.

Ich rief ihm zu, was mir gerade passiert. Ich hatte so ein riesen Glück, denn er rief mir zu, dass ich nicht weiter darüber nachdenken solle sondern einfach weiterfahren.

Dies habe ich dann auch gemacht. Zwar war es gar nicht so einfach das Tempo hoch zu halten, da ich ab 40 km/h nicht mehr in der Lage war zu treten.

Ich musste an all die vielen Spinningstunden denken, die ich im Winter gegeben habe. Dort habe ich gelernt hohe Trittfrequenzen zu fahren. Trotzdem hatte ich oftmals das Gefühl fast vom Rad zu fliegen, wenn ich versucht habe zu treten und dann war da kein Widerstand.

Ich kämpfte mich aber durch und stieg als 6. Frau vom Rad.

Auf dem abschließenden Marathon fühlte ich mich von Anfang an super.

Ich holte vom ersten Kilometer an auf und hatte Kraft und auch die Zuversicht, dass ich noch nach vorne Laufen kann.

Die Laufstrecke ist mit ca. 350 Höhenmetern und vielen Wendepunkten und Kurven sehr unrhythmisch, doch ich kam sehr gut damit zurecht.

Nach ca. 5 Meilen überholte ich Ina Reinders und war somit 5. Frau. Nun hatte ich eine MTB-Fahrerin vor mir mit einem Schild: 5th woman.

Die Zuschauer feuerten mich dermaßen euphorisch an, dass ich mir fast wie eine Gewinnerin vorkam.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass man all das harte Training im Wettkampf umsetzen kann. Etwa bei km 35 konnte ich noch die bis dahin 4. platzierte Amerikanerin Lauren Jensen überholen.

Sie war hier schon mehrfach unter die Top 3 gekommen und es war ein hartes Stück Arbeit sie einzuholen.

Mit der drittschnellsten Laufzeit, die jemals auf diesem Kurs von einer Frau gelaufen wurde, lief ich dann schließlich als 4. Frau über die Ziellinie.

Leider hat es für die Hawaii Quali nicht gereicht, doch ich bin glücklich und auch ein wenig stolz, dass ich trotz einigen Hindernissen ein wirklich gutes Rennen gemacht habe. 

 

 

 

 

 

Vorbereitung läuft nach Plan


 

Nach einem wirklich harten Trainingsblock melde ich mich wieder einmal zurück.

Mein Training lief sehr gut. Noch nie konnte ich meine langen Läufe in einem so hohen Tempo absolvieren und auch auf dem Rad hatte ich eine enorm hohe Qualität in den Trainingseinheiten.

Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Freund und Trainer Jürgen, der mich bei unzähligen Einheiten begleitet hat, ebenso an meine Trainingspartner Theresa, Rebi, Christine und der Radgruppe Hermann Samstags für die tolle Unterstützung.

 

Die Zeit rast, doch ich fühle mich nun wirklich bereit für meinen nächsten Ironman.

Am 7. September werde ich in Wisconsin/USA an der Startlinie stehen.

Mit 17 gemeldeten Profi Frauen wird es nicht einfach werden, einen der begehrten Slots für Hawaii zu bekommen, doch ich werde mein bestes geben.

 

Zuvor werde ich noch am 31. August in Viernheim beim Rhein-Neckar-Triathlon-Cup am Start sein. Eine so anspruchsvolle Kurzdistanz nur eine Woche vor einem Ironman ist nicht ganz ohne Risiko. Doch ich will unbedingt in die Gesamtwertung des Cups kommen.

Aus diesem Grund kann ich in Viernheim aber keine 100 Prozent geben.

Schwimmen und Rad werde ich noch hart gehen, doch beim Laufen muss ich im Hinblick auf Wisconsin mit angezogener Handbremse laufen.

Ich hoffe, dass es trotz starker Konkurrenz trotzdem zu einem guten Ergebnis reicht.

Am 3. September fliegen wir dann schon in die USA.

Die Radstrecke dort ist mit knapp 2000 Höhenmetern ebenfalls sehr anspruchsvoll aber ich freue mich schon auf dieses Herausforderung!

Heidi holt in Antwerpen Quali für WM



Interview vor dem Start. Die Nervosität steigt...




Beim 70.3 Marc Herremans Classic Rennen in Antwerpen/Belgien konnte sich Heidi am Wochenende für die Half Ironman Weltmeisterschaft am 8. November in Clearwater/Florida qualifizieren.

 

Hier ein Erlebnisbericht:

 

Mit dem Half Ironman in Belgien sollte eine harte Wettkampfserie ihren Abschluss finden.

7 Rennen in 7 Wochen, damit konnte ich mir über die  Rennen eine gute Wettkampfhärte und Form holen.

Mein großes Ziel für dieses Rennen war die Quali zur 70.3 Half Ironman Weltmeisterschaft in Florida am 8. November.

 

Marc Herremans, der durch einen tragischen Radunfall querschnittsgelähmt ist, organisiert seit 3 Jahren dieses Rennen in Antwerpen.

Wir hatten das große Glück, Marc beim Ironman in Lanzarote kennen zu lernen.

Seine positive Art und Energie haben mich so begeistert, dass ich gerne bei seinem Rennen dabei sein wollte.

Schon im Vorfeld hatten wir etwas Kontakt per Email und er versteht es durch seine lustige Art die Menschen zu motivieren und zu begeistern.

Das Rennen findet in Antwerpen statt, was gar nicht so einfach war.

Viel Verkehr, komplizierte Verkehrsführung, richtig städtisch eben.

 

Geschwommen wurde in einem Art Hafenbecken.

Eine Runde. Schon Stunden vor dem Rennen waren Fernsehteams und Übertragungswagen aus Belgien vor Ort. Ein echtes Highlight für dieses Land!

Die Radstrecke führte fast ausschließlich durch den Hafen über extrem viele Eisenbahngleise.

Der Veranstalter versuchte aber diese Schienen weitestgehend mit Teppichen abzudecken.

 

Die Laufstrecke führte in einer 3-mal zu durchlaufenden Runde durch die City und Fußgängerzone von Antwerpen.

 

Das Schwimmen lief gut und ich konnte bereits als 5. Frau aufs Rad wechseln.

Leider hatte ich dann aber nicht so gute Beine wie erhofft. Evtl. waren die Anstiege in Heidelberg letzte Woche doch noch nicht ganz von meiner Muskulatur verkraftet worden.

Ich musste mich richtig quälen und hatte nicht das Gefühl einen guten Rhythmus zu finden.

Doch es half ja alles nichts. Die Chance auf die WM Quali war ja da, also wollte ich kämpfen.

Als es dann auf der Radstrecke zu regnen begann, musste ich sofort an Roth denken. Dort ging es mir auf dem Rad so gut ? es konnte ja jetzt nur besser werden.

 

Auf einem der vielen Kopfsteinpflasterabschnitte mit Schienen ist dann auch noch mein Flaschenhalter hinter dem Sattel abgebrochen und ich habe mein Werkzeug verloren.

Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich tun sollte. Anhalten und das Werkzeug wieder holen oder einfach weiter?

Ich entschied mich fürs Weiterfahren und hoffte, dass ich es nicht brauchen würde.

 

Gott sei dank kam ich ohne Panne und mit keinem allzu großen Rückstand auf meine Konkurrenz in der 2. Wechselzone an. Durch einen schnellen Wechsel konnte ich wieder 2  Athletinnen überholen und als 5. Frau auf die 21 km lange Laufstrecke wechseln.

Mein Laufen fühlte sich im Vergleich zum Rad viel besser an. Also lief ich sehr schnell an.

An der gesamten Laufstrecke waren Zuschauer, wirklich eine tolle Stimmung.

Letztendlich konnte ich keinen Platz mehr nach vorne gutmachen, umso größer aber war im Ziel meine Freude als ich erfuhr, dass es mit meinem 5. Platz zur Quali für die WM gereicht hat!

 

Nun werde ich mich erstmal eine Woche etwas regenerieren, bevor dann das Training für den Ironman in Wisconsin/USA weitergeht.

Und im November gehts dann zur WM nach Florida!

 

 

 

Heidelbergman




Ein wahrer Teilnehmer- und Zuschauermagnet ist der Heidelbergman, der zu den landschaftlich schönsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Triathlonveranstaltungen zählt.

Auch dieses Jahr absolvierten wieder zahlreiche Athleten vor der Kulisse des Heidelberger Schlosses diesen Wettkampf im Rahmen des Rhein Neckar Triathlon Cups.

 

Nach 1700 m Schwimmen im Neckar zwischen alter Brücke und Neckarvorland folgt auf dem Rad ein 36 km langer Rundkurs durch die Heidelberger Altstadt über Kopfsteinpflaster und scharfe Kurven, dabei zwei Mal am Schloss vorbei und zwei Mal auf den Königsstuhl.

Mit über 800 Höhenmetern verlangt diese Radstrecke, auch mit schwierigen Abfahrten den Athleten alles ab.

Die Laufstrecke führt als Wendepunktstrecke den Philosophenweg 5 km bergauf.

Die tolle Aussicht über das Neckartal können die Athleten aber kaum genießen, denn die Ziellinie befindet sich wieder im Tal auf der Neckarwiese.

 

Mit im Teilnehmerfeld der 600 Einzelstarter und 200 Staffeln die Assamstadterin Heidi Jesberger.

Bereits als 3. Frau konnte sie mit 23:08 min, nur 19 sek hinter der vermeintlichen Hauptfavoritin Katja Schuhmacher aus den Fluten des Neckars steigen.

Ein schwieriges und aggressives Schwimmen hatte die Assamstadter Sportlerin hinter sich.  Nur selten nehmen die Männer im Teilnehmerfeld Rücksicht auf die Frauen, da im Wasser mit Badekappen und Schwimmbrille alle Athleten gleich aussehen.

Nichtsdestotrotz zeigte Heidi auf der schwierigen Radstrecke eine tolle Leistung und konnte sich zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vorarbeiten.

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 77,9 km/h fuhr Heidi die steilen Abfahrten hinab, verlor aber trotzdem noch Zeit auf ihre beiden Hauptkonkurrentinnen, die beide aus Heidelberg kommen und über bessere Streckenkenntnis als die Assamstadterin verfügten.

Auf dem abschließenden 10 km Lauf konnte Heidi Jesberger wieder eine ansprechende Laufleistung zeigen und konnte sich im Ziel über einen verdienten 3. Platz freuen.

Gewonnen hat bei den Frauen etwas überraschend Tina Tremmel vor Katja Schumacher (beide Heidelberg) und Heidi Jesberger (TSV Assamstadt).

 

"Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Beim Schwimmen musste ich leider einige Schläge einstecken und habe dann etwas Panik bekommen, habe dann aber wieder einen ganz guten Rhythmus gefunden. Beim Rad hatte ich schon ziemlichen Respekt vor den Abfahrten. Zwar sind wir am Tag vor dem Rennen die Radstrecke nochmals mit dem Auto abgefahren, doch durch den Sturz von Christian Ritter, einem der Topfavouritten im Männerfeld, hat sich auch gezeigt, dass selbst sehr gute Radfahrer bei so hohen Geschwindigkeiten schnell einmal eine Kurve falsch bzw. zu schnell anfahren.

Meine anschließende Dopingkontrolle nach dem Rennen, kam fast der vierten Disziplin im Triathlon gleich.

Nur 125 ml Urin benötigen die Kontrolleure eigentlich.

Aber nach knapp 2,5 h Hochbelastung und schwülwarmen Temperaturen eine echte Herausforderung.

Auch 3,5 Liter Wasser und Isogetränk reichten nicht aus, das mein Körper genügend Flüssigkeit wieder abgeben wollte.

Also musste wir warten. Wir, da ich ab dem Zieleinlauf ja nicht mehr unbewacht bleiben durfte, waren dies die Dopinkontolleurin, mein persönlicher Begleiter und Bewacher, mein Freund, usw.  aber unter Druck geht ja erst mal gar nichts...

Also verpasste ich fast die Siegerehrung ? habe es aber noch alles hinbekommen.

Nun steht eine etwas ruhigere Trainingswoche vor mir, damit ich dann am Wochende wieder fit beim 70.3 Half Ironman in Antwerpen/Belgien an der Startlinie stehen kann."

Form bestätigt - Heidi zweite in Lissabon!







 

Die Dänin Joan Blafoss und Paul Amey aus Großbritannien haben den Lisboa International Triathlon über die halbe Ironmandistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen) bei strahlendem Sonnenschein und 29°C gewonnen. 

Für eine Überraschung sorgte Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt, die vor der Schweizerin Michaela Giger Zweite wurde.  

 

Die halbe Ironmandistanz entwickelt sich für Heidi Jesberger mehr und mehr zur Schokoladendisziplin. Nach ihrem zweiten Platz beim Ironman 70.3 in Südafrika war auch in der portugiesischen Hauptstadt nur eine Konkurrentin schneller als die 30-jährige aus dem Main-Tauber-Kreis.

 

Die Prämie für die schnellste Schwimmzeit fischte Nina Eggert mit 24:06 min aus dem künstlich angelegten Becken am Stadtrand Lissabons. Ein Massenstart mit allen 600 Teilnehmern machte es den Damen im Starterfeld nicht gerade einfach. Heidi Jesberger hatte einige Schläge einstecken müssen, stieg aber nach guter Schwimmleistung nur ca. 2 min hinter Eggert aus den Fluten.

 

Die 90 km lange Radstrecke führte die Athleten auf die komplett für den Verkehr gesperrte Stadtautobahn, wo es 4 nahezu flache Runden zu fahren galt.

Hier konnte Heidi ihre Position um einen Platz verbessern und Nina Eggert einholen.

 

Dank hervorragender Laufzeit von 1:22:14 Stunden für den Halbmarathon holte sich die Assamstadterin Heidi Jesberger mit einer Gesamtzeit von 4:11:13,70 Stunden den zweiten Platz.

 

Am Ende reichte es für Nina Eggert bei ihrem Saisondebüt aber nur zu Platz 10. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte Eggert an einer hartnäckigen Fersenverletzung laboriert. Komplettiert wird das gute Abschneiden der deutschen Starterinnen mit dem 5. Rang von Imke Schiersch.

Bei den Männern ging der Sieg an den zweifachen britischen Duathlonweltmeister Paul Amey. Platz 2 und 3 gingen an Frederico Monteiro/Brasilien und Pedro Gomez/Portugal.


Top 5 Männer:
 
1. Paul Amey    England                         3:37:14
2. Frederico Monteiro    Brasilien            3:39:17
3. Pedro Gomes     Portugal                   3:39:31
4. Jimmy Johnsen   Dänemark               3:40:20
5. Jonas Colting    Schweden                 3:40:25
 
Top 5 Frauen:
 
1. Joan Blafoss  Dänemark                   4:08:25
2. Heidi Jesberger  TSV Assamstadt    4:11:14
3. Michaela Giger Schweiz                    4:14:32
4. Tine Deckers   Belgien                      4:16:19
5. Imke Schiersch  Deutschland            4:16:59

 

 

"Dieser Erfolg macht mich natürlich total glücklich und ich schaue optimistisch nach Lanzarote, wo ich in 4 Wochen am 24. Mai den Ironman machen werde.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn das Training anschlägt und die Rennen so gut laufen!

Ein Bericht über das Rennen ist unter www.triathlon-szene.de  und www.tri-mag.de zu lesen.

 

Liebe Grüße

und vielen Dank fürs Daumen drücken und die vielen lieben sms und emails.

Eure Heidi

Fantastischer 2. Platz beim 70.3 Half Ironman South Africa








Der 2. Platz ist meine bisher beste Platzierung bei einer offiziellen Ironman Veranstaltung.

Ich bin überglücklich!

 

Am Mittwoch Abend, den 9.01.08, also relativ knapp vor dem Rennen flog ich zusammen mit meinem Vater von Frankfurt über Johannesburg nach East London.

Ich war leider ziemlich stark erkältet, was den Flug ziemlich erschwerte. Nach ca. 15 h kamen wir also am Donnerstagmittag aber gut in unserer Bed and Breakfast Unterkunft an.

Wir fanden uns in der 900 000 Einwohner Stadt von Anfang an recht gut zurecht.

Die Sonne tat mir gut und wir erkundeten noch am selben Tag die Lauf- und Schwimmstrecke.

Am Freitag war dann die offizielle Pressekonferenz.

Dort lernte ich u. a. auch die 2. Platzierte des IM Hawaii 2006 Desiree Ficker kennen, die ich vorher nur vom -hallo sagen- her kannte.

Sie ist wirklich eine ganz liebe und lustige und wir haben uns von Anfang an sehr sehr gut verstanden.

Im Anschluss daran war dann noch die Profi-Wettkampfbesprechung und am Sa der Check in.

Mir ging es gesundheitlich von Tag zu Tag besser, nur der Husten war nicht ganz weg, aber der störte mich nicht sonderlich.

 

Am Sonntag war es dann so weit:

Die letzten Tage war das Meer extrem wild mit hohen Wellen und starker Strömung, doch heute, pünktlich zum Wettkampf war das Wasser verhältnismäßig flach. Das nenne ich gutes Timing.

Die Profi-Männer und alle Männer bis 45 Jahre starteten um 7 Uhr.

Alle Frauen und Männer ab 45 waren um 7:20 an der Reihe, was für die Frauen ein faires draftingfreies Rennen ermöglichte.

Mit einem Landstart stürzten wir uns in die Fluten des Indischen Ozeans.

Lucy Zelenkova (CZE), bekannt als schnelle Schwimmerin setzte sich sofort vom Feld ab.

Ich fühlte mich ganz gut im Wasser und schwamm ebenfalls flott an. Hinter mir bildete sich eine kleine Gruppe, die mir folgte, aber niemand wollte die Führung übernehmen.

Also konzentrierte ich mich auf die Bojen, um den direktesten Weg zu schwimmen. Normalerweise schwimmen viele Männer in etwa meine Zeiten, diesmal musste ich die Orientierung selbst in die Hand nehmen.

Als 4. Frau stieg ich am Orient Beach aus dem Meer und wechselte mit der 2. schnellsten Zeit der Damen auf die 90 km lange Wendepunkt-Radstrecke. Mit über 1000 Höhenmetern war die Radstrecke sehr wellig. Die ersten 45 km ging es tendenziell bergauf. Wir fuhren auf einer komplett gesperrten 4-Spurigen Autobahn bis nach Berlin und mit Gegenwind aber leichtem Gefälle zurück nach East London-Buffalo-City.

Auf meinem neuen Rad fühlte ich mich super, leider waren meine Beine nicht richtig frisch.

Ich führe dies noch etwas auf meine Erkältung zurück, aber auch darauf, dass ich den Wettkampf quasi aus dem Wintertraining heraus gemacht habe und den Großteil des Radtrainings mit Spinning und MTB verbracht habe.

Aber ich fand einen recht guten Rhythmus und kämpfte mich durch.

Als 6. Frau wechselte ich dann auf die 21,1 km lange Laufstrecke.

Wir mussten 3 Runden a 7 km an der Uferpromenade mit jeweils einem Anstieg von 1,2 km und dem entsprechenden Gefälle zurücklegen.

Die Strecke war sowohl für uns Athleten als auch für die Zuschauer toll, da man oft gesehen wurde und sah, wie die Abstände nach vorne waren.

Beim Laufen fühlte ich mich fantastisch! Ich machte Platz um Platz gut und konnte schon bald auf Rang 3 vorlaufen! Es ist schon ein tolles Gefühl, neben einem MTB Fahrer zu laufen, der das Schild -3. Frau 70.3- trägt.

Beim Bergablaufen in der ersten Runde bekam ich plötzlich in der hinteren Oberschenkelmuskulatur einen Krampf. Er kam so plötzlich, dass ich richtig erschrocken bin und schmerzverzerrt stehen bleiben musste.

Oh Gott ? ich fühlte mich doch so gut ? hoffentlich geht der Krampf schnell wieder weg! Ich dehnte kurz und rannte dann vorsichtig weiter und es ging!!! Die folgenden 2 Runden lief ich bergab etwas vorsichtiger, dafür in der Ebene noch etwas flotter. Mitte der 2. Runde konnte ich noch die Zweitplatzierte Lucy überholen und war damit auf dem 2. Platz! Ich hatte echt Gänsehaut  vor Glück!

Die letzten 2 km begleitete mich ein hupendes Motorrad mit Kameramann und alle Zuschauer jubelten! Was für ein tolles Gefühl! Was für ein fantastischer Tag!

Desiree Ficker (USA) gewann und ich wurde überglücklich zweite.

Die als extrem laufstark bekannte Athletin (Marathonbestzeit 2:40 min) war nur 1 min schneller gelaufen als ich.

Ein toller Start ins neue Jahr!

 

Ergebnisse Frauen:

1. Desiree Ficker USA

2. Heidi Jesberger TSV Assamstadt/GER

3. Lucy Zelenkova CZE