Herzlich Willkommen auf der Webseite von Heidi Seßner, geb. Jesberger :-)
Ja, es war wirklich der schönste Tag unseres Lebens!!!
Vielen herzlichen Dank für die vielen lieben Glück- und Segenswünsche!
Wir sind unglaublich glücklich!
Jürgen & Heidi
Jürgen und Heidi Sessner
Am 11.11.11 um 11:11 Uhr war es nun endlich so weit!
Wir haben uns getraut!
Diese Woche standesamtlich, nächste Woche dann noch kirchlich auf Lanzarote, dem Ort, wo wir uns kennengelernt haben.
Ab jetzt gehen wir richtig offiziell gemeinsam durchs Leben!
In Zukunft könnt ihr mich nicht mehr unter "JESBERGER" in der Ergebnisliste finden, nun bin ich Frau SESSNER :-)
Meine Gedanken zum Ironman in Florida
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Ich bin unheimlich froh, das ich noch die Chance bekommen habe hier in Florida zu starten. Nachdem der Challenge in Kapstadt/Südafrika nur 2 Wochen vor dem eigentlichen Renntermin abgesagt wurde.
Meine Vorbereitung war bis dahin sehr gut und ich fühlte mich körperlich wie auch mental noch frisch genug einen weiteren Ironman in Angriff zu nehmen.
In Südafrika wäre die Rad- und Laufstrecke sehr bergig gewesen, darum war auch das Training darauf ausgerichtet.
Florida hingegen war Topf eben. Bis auf eine Brücke und 2 bis 3 kleineren Wellen gab es eigentlich keinen Grund aus der Aeroposition zu gehen.
Da das Training so gut verlaufen war, machte ich mir darüber keine allzu großen Gedanken, sondern versuchte immer das Positive zu sehen. Meine Chance, doch noch ein Rennen zu bestreiten, mein letztes unter meinem Mädchennamen JESBERGER!
Jedes Rennen braucht ein Motto. Mein Motto für dieses Rennen war: "If your legs are tiered, run/bike with your heart".
Mein Herz ist glücklich, darum habe ich gewusst, dass dies mir viel Kraft und Energie geben kann.
So ein Ironman ist immer ein sehr langer Tag.
226 Kilometer, die es zu bewältigen gilt, doch ich war voller Vorfreude, denn ich liebe diesen Sport, dieses Leben und diese Herausforderung!
Im Vorfeld war ich voller Träume und großer Ziele, das muss ja auch so sein, sonst könnte ich niemals so viel Energie und Herzblut in mein Training und die ganze Vorbereitung stecken.
All die vielen Kilometer im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen, all das könnte sich nun auszahlen.
Ich hatte die beste Unterstützung, die man sich nur vorstellen kann: Tolle Sponsoren, die schon seit vielen Jahren an mich glauben und zu mir stehen, geniale Trainingspartner, die bei Wind und Wetter und auch im Pool bei heftigem Schwimmbetrieb mit mir unterwegs waren mit der Mission "Ironman", meine Freunde und Familie, die mich in letzter Zeit wirklich nicht oft zu Gesicht bekommen haben, da mein Training so stark im Vordergrund stand und last but not least mein Verlobter Jürgen, auf den ich mich immer zu 100 Prozent verlassen kann, der mich unterstützt und entlastet und begleitet so gut es geht! All dies war einfach eine perfekte Ausgangssituation. Ich fühlte mich bereit und konnte es kaum noch erwarten an der Startlinie zu stehen.
Und dann war es so weit:
Wir Profis waren 10 Minuten vor den 2800 Alterklassenathleten dran.
3,8 km im relativ ruhigen Meer, dennoch mit einer starken Strömung und was besonders unangenehm war, mit vielen Quallen.
Doch dies war im Training schlimmer als im Wettkampf selbst.
Ich hatte ein super Schwimmen und konnte bereits nach 56:43 min als 2. Frau das Wasser verlassen.
Eine perfekte Ausgangssituation! Sollte dies vielleicht wirklich mein Tag werden?
Die Wechselzone war riesig und wir mussten ewig laufen, bis wir schließlich die Räder erreichten. Wegen meiner letzten Verletzung am Fuß, dem Fersensporn, fühle ich mich beim Barfuss laufen auf Asphalt immer noch sehr unsicher, da die Angst einfach noch im Hinterkopf schwebt. Daher verlor ich beim Wechsel einen Platz und konnte schließlich motiviert und euphorisch die 180 km lange Radstrecke als 3. Frau in Angriff nehmen.
Die ersten 2 Stunden war ich extrem Einsam. Niemand weit und breit!
Doch ich machte mich auf meinem Rad so klein wie möglich und gab Gas.
So lange mich niemand überholt, solange kann es ja nicht so schlecht sein, dachte ich mir!
Fritz Buchstaller hat kurz vor unserem Abflug nochmals einen Blick auf meine Sitzposition geworfen. Er ist der Spezialist schlechthin, was die Triathlonradposition angeht. Eigentlich hat alles gepasst, das gab mir auch nochmals Sicherheit! Danke Fritz!
Immer wieder kam ein Motorrad mit Kameramann zu mir gefahren und filmte mich!
Ein gutes Gefühl! Die Ironman Crew schien ebenfalls mit mir zu rechnen :-)
Trotzdem vergaß ich das Essen nicht ;-)
Da die Außentemperatur morgens nur 7°C betragen hatte, habe ich mir ein Radtrikot und Armlinge übergezogen, was mit Sicherheit kein Fehler war!
Bei Kilometer 85 überholte mich Jessica Jacobs, die Vorjahressiegerin dieses Rennens.
Ich konnte sie lange in Blickkontakt halten, was bei dieser Streckenführung auch kein Problem war ;-) Es ging ja sowieso nur kerzengerade aus!
Nach etwas 3 Stunden begannen meine Oberschenkel zu brennen wie Feuer.
Ich hatte es einfach nicht trainiert so lange in der Aeroposition zu fahren.
Immer wieder wechselte ich in den Wiegetritt, doch die Beine wollten einfach nicht lockerer werden?
Ich biss mich durch, wurde ca. bei km 140 noch von Mckenzie Madison überholt und konnte schließlich als 5. Frau nach 5:10 h vom Rad steigen. Immerhin meine 2. schnellste Radzeit die ich je im Ironman gefahren bin! Noch war einiges Möglich, so ein Marathon ist kein Kindergeburtstag!
Die ersten Meter waren die Hölle. Ich konnte kaum aufrecht stehen und meine Oberschenkel schienen zu explodieren, doch ich weiß ja aus der Erfahrung meiner bisher 18 (!!!) Ironman Rennen, dass es meist gar nicht so lange dauert, bis man wieder einen guten Rhythmus findet.
So war es dann auch.
Ich lief die ersten 10 km mit einem Tempo an, das für den Marathon eine Endzeit von 3:15 bedeutet hätte. Und es fühlte sich ok an. Es geht doch! Ach wie ich diesen Sport liebe!
Das wärs, also dranbleiben und beißen.
Der Marathon war dann aber geprägt von einem ständigen Auf und Ab.
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt!
Erst wurde ich von Kim Löffler überholt und musste meine MTB Begleitung mit der Aufschrift "5th Pro Woman" an sie abgeben und wenig später rief mir Jürgen zu, dass einige Athletinnen vorne Probleme haben und gehen müssten.
Leider hatte auch ich einige Probleme. Noch nie musste ich mich in einem Rennen übergeben, doch diesmal musste ich immer wieder spucken...
Alles war so nah. Nach dem Halbmarathon war ich nur 5:30 min hinter Rang 3, alles war noch möglich! Und doch irgendwie so weit weg.
Der Lauf wat ein unglaublicher Kraftakt, ich musste alles geben und kam immer wieder an Punkte, wo nichts mehr zu gehen schien...
Den anderen ging es wohl genauso. Auch sie erholten sich wieder und so konnte ich leider keine Athletin mehr einholen, sondern überquerte mit einer Marathonzeit von 3:24 h als 7. Frau beim Ironman in Florida die Ziellinie.
Meine Splitzeiten mit 56 Schwimmen, 5:10 Rad und 3:24 Marathon waren ok.
Es war ein gutes und ausgeglichenes Rennen, doch leider keines bei dem ich über mich hinausgewachsen wäre.
Nach wie vor bin ich glücklich, dass ich diese Chance hatte.
Es fehlt nicht viel zum Podium.
Die Athletinnen, die vor mir waren haben alle schon Rennen gewonnen und sind keine No Names.
Nächstes Jahr mit neuem Namen geht?s weiter.
Es wäre doch gelacht, wenn nicht mal alles an einem Tag zusammen kommen würde!
Danke nochmals für euer mitfiebern, anfeuern und Daumen drücken, fürs informieren und an mich denken und all die Nachrichten, die ich von euch vor und nach dem Rennen bekommen habe. Das ist es, was das alles auch so speziell für mich macht!
Liebe Grüße Eure
Heidi
7. Platz beim Ironman in Florida
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Vielen Dank für Euer mitfiebern und fürs Daumen drücken.
Mein Rennen war ok, ich konnte bei morgendlichen Außentemperaturen von nur 7°C als 2. Frau aus dem Wasser steigen (Yippieeeehhh!!!), beim Rad hat mir etwas der Druck gefehlt, dennoch konnte ich bis km 85 auf dem 3. Rang liegend, immer wieder begleitet von einem Kameramotorrad einsam und alleine meine Position verteidigen. Am Ende bin ich eine Zeit von 5:10 gefahren. Beim Laufen war es ein Auf und Ab. Zwischendurch konnte ich bis auf 5:30 min an Rang 3 heranlaufen, bekam dann leider aber Probleme. Heutzutage reicht ein durchschnittliches Rennen einfach nicht mehr zu einer Top Platzierung, schade! Mit dem 7. Platz kann ich leben, bin aber nicht ganz glücklich...
Ein ausführlicher Bericht mit mehr Bildern folgt.
Wie aus Kapstadt Panama City wurde...
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Einen letzten Wettkampf haben wir noch unter meinem "alten" Namen Jesberger geplant,
eine einzige Chance noch auf ein tolles Resultat mit meinem Mädchennamen, bevor ich dann ab 2012 unter Sessner in der Ergebnisliste zu finden sein werde :-)
So war der Plan.
Das Training lief und läuft auch noch spitzenmäßig, so dass ich mich sehr auf diese letzte sportliche Herausforderung dieses Jahr freute.
Als ich letzte Woche nach über 5 Stunden Rad fahren mit einem anschließendem Koppel Lauf erschöpft aber glücklich zu hause ankam überraschte Jürgen mich mit der Schreckensmeldung, dass der Challenge in Kapstadt aus Sicherheitsgründen abgesagt wird. Was???? Das kann doch nicht wahr sein!
All das harte Training, die gute Form. Nein ich wollte das nicht glauben!
Die nächsten Tage bestanden bei uns aus wildem Telefon und Emailverkehr mit allen möglichen Wettkampfveranstaltern, denn wenn schon nicht Kapstadt, dann wollte ich wenigstens ein anderes Rennen machen.
Dies erwies sich anfangs als extrem schwierig, da schon alle Rennen geschlossen und ausgebucht waren und es so aussah, als ob kein Veranstalter mehr Athleten aufnehmen würde. So ganz ohne Ziel war das Training in diesen Tagen natürlich auch sehr schwierig umzusetzen. Ich trainiere wirklich sehr gerne, doch ich brauche immer ein Ziel vor Augen für das ich mich dann auch gerne quäle...
Letztendlich habe ich, sowie alle Challenge Kapstadt Starter noch einen Startplatz bei Ironman bekommen! Ich bin so froh, nun werde ich beim Ironman in Florida starten! Herzlichen Dank an Ironman für diese großzügige Geste!
Nun hieß es Flüge neu buchen, denn die Reiserücktrittskostenversicherung zahlt in dem Fall der Rennabsage leider nicht (*heul*), Unterkunft und Mietwagen neu buchen und weiter trainieren!
Vorgestern hatte ich dann morgens um 6:30 eine unangemeldete Dopingkontrolle und gestern nochmals einen richtig harten Trainingstag. Doch ich habe alles gut überstanden, auch Dank meiner tollen Trainingspartner! Was wäre ich nur ohne euch! Nun freue ich mich, wenn der Flieger dann am Dienstag nach Panama City/Florida abhebt und ich am Samstag den 5.11. an der Startlinie stehe um 226 km schnellstmöglich, hoffentlich mit neuer Bestzeit (;-)) zu absolvieren.
Eine Woche später dann, am 11.11.11 heiraten wir!
Ein Highlight jagt also das andere!
Des Weiteren konnte ich mich in Bad Mergentheim auf einem großen Plakat von meinem Hauptsponsor, dem Stadtwerk Tauberfranken, entdecken, bzw. wurde von etlichen Leuten darauf angesprochen.
Wenn das mal keine gute Werbung für all meine Sponsoren ist J
Vielen Dank an dieser Stelle ans Stadtwerk für diese tolle Aktion!
Liebe Grüße und bis bald,
Heidi
Heidi bei Vorbereitungswettkampf erfolgreich
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Ein letztes Mal wird Heidi Jesberger am 6.11.2012 unter ihrem Mädchennamen Jesberger an der Startlinie stehen, bevor sie dann unter Sessner in der Ergebnisliste zu finden sein wird.
Grund genug für die Assamstadterin sich nochmals akribisch auf ihren letzten Wettkampf für 2011, den Challenge in Kapstadt/Südafrika über die Ironmandistanz vorzubereiten.
Nach einem umfangreichen 3 Wochen Trainingsblock startete die Triathletin daher beim Ocean and Lava Triathlon in Lanzarote über die Mitteldistanz mit 1,9 km Schwimmen im Meer, 90 höchst anspruchsvollen Radkilometern mit 1200 Höhenmetern, sowie einem abschließenden Halbmarathon über 21,1 km an der Strandpromenade in Puerto del Carmen.
Durch das harte Training im Vorfeld war vorherzusehen, dass sich Heidi am Wettkampftag nicht zu 100 Prozent frisch fühlen wird, da der Fokus ganz klar auf der Langdistanz in Kapstadt liegt.
Nicht desto trotz zeigte Heidi ein couragiertes Rennen und stieg bereits als 3. Frau aus dem Atlantik. Die Radstrecke war mit ihren vielen Höhenmetern eine echte Herausforderung für die Athleten. Vor allem der Anstieg nach Femes mit 21 Prozent Steigung, verlangte von ihnen alles ab. Heidi stellte sich dieser Herausforderung gerne, da sie die Gewissheit hat, dass die Radstrecke in Südafrika ebenfalls sehr hart werden wird.
Auf den abschließenden 21,1 km, wo sich so mancher Athlet auf eine flache Laufstrecke eingestellt hatte, erwarteten die Läufer noch einige Wellen.
Mit der 3. schnellsten Laufzeit der Frauen konnte sich Heidi trotz etwas schwereren Beinen den tollen 4. Platz sichern.
Ein Ergebnis, dass für Südafrika hoffen lässt, wo sie ein letztes Mal die Chance hat unter Jesberger einen tollen Erfolg zu verbuchen.
Männerwelt etwas geärgert ;-)
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Wer für nächstes Jahr ein familiäres und faires Rennen sucht, der ist beim Main Post Triathlon in Bad Kissingen genau richtig.
Eine tolle Organisation in einer tollen Location mit wirklich tollen Strecken.
Leider waren bei der Prämieren Veranstaltung noch relativ wenig Teilnehmer und Zuschauer, doch in gewisser Weise war dies auch meine Chance.
Ich konnte nämlich 3. Mann werden :-)
Aber erstmal der Reihe nach:
Das 1,5 km lange Schwimmen fand im idyllisch gelegenen Terrassenfreibad statt.
Bei 23 Grad Wassertemperatur konnten ich bereits als 1. Gesamt dem 50 m Becken entsteigen. Das war schon mal ein gutes Gefühl :-)
Die 40 km lange Radstrecke hatte es dann ganz schön in sich: fast 600 HM, dafür wurde für uns die Bundesstraße komplett gesperrt. Ein wirklich faires Rennen.
Zwar waren meine Beine nicht super gut, doch es reichte, um die Männer halbwegs auf Distanz zu halten
Von 2 Männern meiner Startgruppe wurde ich schließlich eingeholt, doch beim abschließenden 10 km Lauf kam ich wieder näher an sie heran.
Zwar rief mir eine Zuschauerin zu, dass es ihr Mann sei, der vor mir liefe und ich ihn doch bitte nicht überholen sollte, doch darauf konnte ich wirklich keine Rücksicht nehmen ;-)
Der Laufkurs führte durch den Stadtpark der Kurstadt und war ganz nach meinem Geschmack J Palmen, Strandkörbe, Wasserspiele, sehr schön!
Letztlich konnte ich als 1. Frau und auch vor dem ersten Mann durchs Ziel laufen.
Da es 2 Startgruppen gab, wusste ich erst nicht, wie ich im Gesamtklassement liegen würde, doch bei der Siegerehrung erfuhr ich, dass ich 3. Mann geworden bin! Cool.
Ein Freund schickte mir nach dem Rennen eine Nachricht: "Warum machst Du uns Männer immer so fertig, ich hör mit Tria auf :-) hat ja keinen Sinn!"
Das tut mir leid liebe Männerwelt ;-)
Nun steht erstmal ein dreiwöchiger Trainingsblock auf meinem Plan, bevor ich dann nach Lanzarote fliege, um dort den Ocean and Lava Mitteldistanztriathlon zu bestreiten.
Und danach ist immer noch nicht Schluss.
Irgendwie läuft es gerade so gut, ich bin gesund und motiviert, daher haben wir uns entschieden noch den Challenge in Kapstadt/Südafrika zu machen und danach dann zu heiraten.
Ich freue mich sehr auf jedes einzelne Highlight!!!
Liebe Grüße
Heidi
Sieg beim 10 km Lauf, 2. Platz im Team beim 10 h MTB Rennen, 2 Tage Eurobike und das alles in den letzten 3 Tagen
![]() Gemeinsam mit Janina Swetlik, Christine Waitz und unserem Betreuer Michi Waitz konnte ich beim 10 h MTB Rennen in Doren tolle Erfahrungen sammeln. Danke an Euch!Es war wirklich toll! | |
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4 Wochen sind seit meinem Ironman in Regensburg nun schon wieder vergangen.
Ich habe mich mittlerweile relativ gut erholt und habe Lust auf neue Herausforderungen, das ist immer ein gutes Zeichen ;-)
Wie jedes Jahr waren Jürgen und ich auch dieses Jahr wieder auf der Eurobike in Friedrichshafen.
Es ist jedes Jahr aufs Neue spannend durch die Hallen zu schlendern und sich die Neuerungen anzusehen. Ebenso freue ich mich auch immer meine Sponsoren und Partner zu besuchen, die auf der Bikemesse ausstellen.
Dieses Jahr konnte ich mich überlebensgroß auf dem Messestand von Felt entdecken, ebenso auf dem Stand von Xendurance und Ansmann.
Ansmann hatte in diesem Jahr mit ihren Pedelecs genau den richtigen Trend erkannt.
Schon vor 14 Tagen haben wir daher gemeinsam mit einem Profi-Team einen Werbefilm für die Ansmann E-bikes gedreht.
Hollywood in Assamstadt, oder so ähnlich ;-)
Fast 13 Stunden lang haben wir in Assamstadt jede Szene aufgenommen! Mal von vorne, mal von der Seite, mit Ton und ohne Ton und noch 3 Mal zur Sicherheit ;-) Wahnsinn!
Es hat aber riesigen Spaß gemacht, auch wenn das Drehbuch so gar nicht nach meinem Geschmack war ;-)
Ich sollte mir vorstellen, dass ich schon 5 Stunden sehr hart trainiert hätte und gerade fix und fertig auf dem Weg nach Hause war. In Aeroposition fuhr ich also nach Assamstadt hinein. Dort winkte mir ein Freund, der gerade seinen Rasen mähte zu und rief:"Hallo Heidi!"
Da ich aber so ko war, durfte ich nur kurz zurückwinken, am besten gar nicht lachen (war eine echte Herausforderung für mich ;-))
Dann fuhr ich weiter und wurde von einem Jungen mit "Hallo Heidi" begrüßt, der gerade sein ferngesteuertes Auto fahren lies. Auch ihm sollte ich nur kurz zurückwinken.
Die letzten Meter nach Hause ging es für mich nochmals einen Berg hinauf, dort rief wieder jemand "Hallo Heidi", doch ich sah erst niemanden, da ich niemals damit gerechnet hätte, dass mich jemand Bergauf überholt ;-)
Doch seht selbst: Hier ist der Link zum Werbespot:
http://www.ansmann.de/cms/de/mdtroot.html
Von der Eurobike ging es für uns direkt weiter nach Doren/Österreich, wo ich noch am selben Abend einen 10 km Lauf und am Tag darauf ein 10 Stündiges MTB Rennen im Team bestreiten wollte.
Der Lauf ging prima, obwohl wir den ganzen Tag auf der Messe unterwegs waren und ich viel gestanden bin. Ich war ganz überrascht, dass ich trotzdem recht gute Beine hatte.
Ich hoffte nur, dass meine Muskulatur nicht zu müde fürs MTB Rennen am nächsten Tag waren.
10 h MTB Rennen.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich so was einmal mache.
10 Stunden sind ja nicht das Problem, denn Ausdauer haben wir Triathleten ja, doch mein MTB fahren bestand bis vor wenigen Jahren nur aus Schotterwegen im Wald zu fahren. Echte Mountainbiker lächeln da nur müde darüber.
In Roth bei der TSG habe ich mittlerweile kennengelernt, was MTB fahren wirklich heißt: Downhill, Trails, Mut?
Ich habe alle Regeln kennengelernt, wie z.B. Tempo stabilisiert, Lenker locker halten, Hintern hinter den Sattel bei den steilen Abfahrten,? die Theorie ist mir ja klar, doch ich bin im Training oft eher vorsichtiger ;-)
Daher waren doch einige erstaunt, als ich von meinem Vorhaben, dem 10 h MTB Rennen, erzählt habe.
Es war nicht wirklich schwer 2 weitere Fahrerinnen für mein Vorhaben zu gewinnen. Christine Waitz, eine gute Freundin von mir, war vor kurzem erst Vizeweltmeisterin im 24 h MTB Fahren geworden. Sie war schnell begeistert und ich happy :-)
Ebenso konnten wir Janina Swetlik für unser Team gewinnen! Eine starke Mannschaft - mal sehen, was wir gegen die Spezialisten ausrichten können ;-)
Für uns war das Rennen ein großes Abenteuer. Wir genossen die Atmosphäre und wollten einfach unser Bestes geben.
Im Vergleich zu den anderen Teams sah bei uns vieles einfach improvisiert aus.
Hatten die anderen tolle Zelte aufgebaut für die Pausen mit Liegestühlen und einem Wohnmobil für die Verpflegung, so holten wir uns aus dem Festzelt einige Bierbänke und einen Tisch ;-) Na ja, ein kleines Zelt hatten wir auch und Michi Waitz war unser Mann für alles. Es gab uns Zeiten durch, löste unsere technischen Probleme und betreute uns wirklich toll!
Es war echt witzig, doch trotz allen Spaßes haben wir gekämpft!
Unerwartet lagen wir dann auf Rang 2! Wow, das lief gar nicht so schlecht!?! Das Profi Teams der Mountain Heros lag unangefochten auf Rang 1. Zwei der Fahrerinnen hatten in diesem Jahr die Transalp im Team gewonnen. Sie waren mit Mechaniker und großer Crew angereist. Dieses Team war eine Klasse für sich, doch alle anderen waren schlagbar.
Nach ca. 6 Stunden hatten wir aber einen Platten. Janina musste fast 2km mit ihrem MTB laufen. Nun machte es sich bezahlt, dass wir Triathleten auch gut laufen ;-) Sie fightete und gab alles, dennoch verloren wir wichtige Zeit und lagen nun 3 min hinter Rang 2. Unsere Motivation war entfacht. Diesen Platz wollten wir uns wieder zurückholen!
Runde um Runde machten wir durch konstante Leistungen wieder Boden gut und konnten letztendlich als 2. Mannschaft finishen!
Ein toller Erfolg, der im Team auch nochmals soviel Spaß gemacht hat!
Auch Jürgen fuhr das 10 Stunden Rennen mit. Allerdings alleine!!! Sein erster Wettkampf seit 6 Jahren! Er genoss das Wettkampffeeling und schlug sich super, dennoch musste er ziemlich leiden, da sein Rad nicht optimal für dieses Rennen war. Ich glaube er war der einzige ohne Scheibenbremsen ;-)
Nun wird mein Training wieder etwas spezifischer, d.h. weniger MTB und wieder mehr Zeitfahrtraining, damit ich am Wochenende in Bad Kissingen beim Main Post Triathlon (www.first-wave.info)
auch in meiner Lieblingssportart hoffentlich erfolgreich abschneiden kann.
Liebe Grüße
Heidi
4. Platz beim Ironman in Regensburg
![]() Fotos: Norbert Wilhelmi | |
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Eigentlich liebe ich die Wärme und die Sonne, doch dieser Sommer hat uns allen ja gezeigt, dass darauf keinen Verlass mehr ist.
Also sammelte ich viele Trainingskilometer bei nass kaltem Wetter (meine Samstags Radgruppe fährt Gott sei Dank ja immer! Tausend Dank an die Trainingsgruppe Herman der TSG!) und wusste, dass dies im Rennen auch kein größeres Problem darstellen sollte.
Frohen Mutes fuhren wir also nach Regensburg.
Ich wollte dieses Jahr unbedingt an einem großen deutschen Rennen teilnehmen und dies war also meine Chance.
Ich war gesund und fit, wieder gut erholt von meinem letzten Ironman auf Lanzarote und schaute zuversichtlich auf diese Herausforderung.
Die Wetterprognosen waren brutal: Starkregen für Sonntag in Regensburg und Temperaturen um die 18 Grad? aber die Bedingungen waren ja für alle gleich?
Um 5:30 morgens kamen wir bei Nieselregen am Guggenberger See an. Der Himmel war schwarz und Wolkenbehangen, fast unheimlich.
Doch ich hatte mich schon mental auf dieses Szenario eingestellt und richtete meinen Wechselplatz in Ruhe her.
Kurz bevor ich zum Einschwimmen in den See springen wollte teilte mir der Veranstalter mit, dass mir Bayern 3 heute dicht auf den Fersen bleiben wird, da ich als Fränkin interessant für Bayern 3 wäre. Cool, mir sollte es recht sein!
Pünktlich um 7 Uhr gings los.
Laut Veranstalter stürzten sich 2211 Athleten gemeinsam in die Fluten. Unvorstellbar, denn der See ist eigentlich gar nicht so groß ;-)
Von Anfang an fühlte ich mich hellwach und gut. Ich behielt einen guten Überblick und konnte kontrolliert in einer der vorderen Gruppen mitschwimmen. Nils Goerke, sowie Nicole Leder waren mit dabei, also konnte es so schlecht nicht sein, dachte ich mir?
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit im Schwimmen stieg ich bereits nach 52:56 min als 4. Frau aus dem Wasser.
Trotz Regen waren schon unzählige Zuschauer zu dieser unchristlichen Zeit an der Strecke, um uns Athleten anzufeuern! Einmal mehr wurde mir bewusst, wie toll Triathlon doch ist und wie glücklich ich mich schätzen kann, dies als Beruf auszuüben.
Mit einem schnellen Wechsel gings auf die 180 km lange Radstrecke.
Diese hatte ich mir in den Wochen zuvor im Training 2 Mal angesehen, was sich nun bezahlt machte.
Ich wusste genau, wie ich mir die Runde einzuteilen hatte, wo es sich lohnte etwas mehr Kraft zu investieren, bzw. wo ich vorsichtig sein muss und eben auch, wo man gar nicht bremsen muss (Danke Jörn!)
Normalerweise bin ich auf den Abfahrten sehr vorsichtig. Diesmal fing es immer wieder sehr stark zu regnen an. Da ich mit einer Scheibe fuhr und die Bremswirkung bei Nässe auf Carbon eher suboptimal ist, verzichtete ich lieber ganz aufs Bremsen und stellte bei der Abfahrt einen neuen persönlichen Geschwindigkeitsrekord auf: 83,5 km/h! Ich kann es immer noch nicht ganz glauben!
Schon auf den ersten 10 km fühlte ich mich super und konnte auf die letztjährige Zweitplatzierte Katja Rabe auffahren.
Wenig später konnte ich die im Vorfeld als haushohe Favoritin gehandelte Amerikanerin Mary Beth Allis überholen, die vor 5 Wochen das schnellste Ironman Debüt aller Zeiten gegeben hat. Laut Papier war sie eigentlich unschlagbar.
Ich konnte mein Glück kaum fassen als ich den ca. 15 km langen Berg auf Position 2 in Angriff nahm.
Dort stand auch mein Vater.
Ich rief ihm zu, dass es doch total cool sei, wie es gerade bei mir lief!
Dabei musste selbst der Kampfrichter, der mich auf seinem Motorrad begleitete, lachen.
Doch nicht in meinen kühnsten Träumen hatte ich mir gewagt zu hoffen, dass das Rennen so laufen würde.
Doch ich behielt einen kühlen Kopf (was bei den Temperaturen auch nicht schwer war ;-)) und fuhr kontrolliert weiter.
Nun war nur noch die Niederländerin Miriam Weerd vor mir.
Im Anstieg wurde ich wieder von Katja Rabe überholt. Doch ich wollte nicht überziehen, denn ich wusste, dass das Rennen erst in der zweiten Hälfte entschieden wird, also lies ich sie ziehen?
In der Ebene konnte ich wieder bis auf 20 Sekunden an das Führungsduo heranfahren. Ein tolles Gefühl, ein Rennen mitbestimmen zu können!
Bei km 60 bekam ich plötzlich, ohne irgendwelche Vorzeichen Krämpfe in den Adduktoren, den inneren Oberschenkelmuskeln.
Oh nein! Nicht jetzt! Warum überhaupt? Ich war doch so vorsichtig und habe mich so gut verpflegt!
Es half ja alles nicht, ich musste kurz das Tempo etwas herausnehmen und mich noch besser verpflegen.
Ein extra Gel von Energy System musste her. Evtl. doch die Kälte?
Ich versuchte ruhig zu bleiben, war innerlich aber extrem nervös, da ich die anderen Mädels ungern ein weiteres mal ziehen lassen wollte.
Doch ich musste auf mich und meinen Körper hören. Ich konnte nichts erzwingen.
Also fuhr ich den langen Berg zu Beginn der 2. Runde sehr verhalten hoch und danach ging es mir muskulär wieder besser. Gott war ich froh!
Etwa bei Kilometer 150 schoss Marie Beth Ellies wie von der Tarantel gestochen an mir vorbei. So was habe ich bisher noch nicht erlebt. Anfangs wirkte sie so müde und kraftlos und nun war sie schneller unterwegs wie die Polizei erlaubt. Echt Hammer!
In dem Moment kam es mir so vor, als ob ich stehen würde. Doch ich versuchte positiv nach vorne zu schauen und fuhr meinen Rhythmus weiter.
Auf den letzten 20 flachen Kilometern konnte ich Katja Rabe wieder einholen und schließlich als 4. Frau vom Rad steigen.
Die Schmerzen auf den ersten Laufmetern waren enorm hoch. Alles tat mir weh und ich konnte mir kaum vorstellen, wie ich jetzt noch den Marathon laufen sollte.
Doch Jürgen hat mir vor dem Rennen immer wieder gesagt, dass ich das Rennen nicht als Ganzes sehen soll und immer locker bleiben muss.
Genau mit dieser Strategie ist es mir dann auch gelungen.
Nicht 42 km sondern 4x10,5 km, nur 4 Runden, das schaffe ich schon.
Über die gesamte Runde waren meine Familie und Freunde verteilt. Alle sind extra wegen mir gekommen. Das war unglaublich und sooo viel wert! Immer wieder wurde ich noch vorne gepusht.
Das half enorm viel!
Bei Kilometer 15 konnte ich die Niederländerin überholen und war 3.! Was für ein Gefühl! Nun hatte ich eine MTB-Begleitung und jeder wusste, dass ich die 3. Frau bin! Das gab nochmals zusätzlich Energie.
Auch beim Laufen verpflegte ich mir so optimal wie möglich: alle 5 km ein Energy System Gel mit Koffein sowie 1 Becher Energy Drink an jeder Verpflegungsstation.
Ich lief wirklich einen sehr konstanten Marathon, doch meine Beine wurden mit der Zeit immer schwerer. Ich kämpfte, doch die Zuschauer riefen mir zu, dass Nicole Leder von hinten angeflogen käme. ?Lauf um dein Leben? rief mir mein Vater zu. Und ich versuchte alles. Ich kämpfte, doch wie schon vor einem Jahr beim Ironman in China überholte mich Nicole ca. bei Kilometer 35.
Das war?s mit meinem Dirndl, mit meinem Podestplatz, aus der Traum!
Bei einer Top 3 Platzierung hätte Sven Hindel von Wechselszene mir ein Dirndl von seiner Frau Maßschneidern lassen, dass ich dann zu unserer Standesamtlichen Hochzeit angezogen hätte.
Doch nun war ich 4.! So schade!
Nach der ersten Schreckminute versuchte ich mich wieder zu motivieren und weiterzukämpfen.
Wer weiß, vielleicht bricht ja noch eine Athletin vor mir ein ?Anything is possible?
Doch leider änderte sich nichts mehr an den Platzierungen.
Schlussendlich konnte ich als 4. Frau die Ziellinie überqueren.
Ich war trotzdem glücklich, hatte ich doch die Gewissheit alles gegeben zu haben und dem Rennen auch meinen Stempel aufgedrückt zu haben.
Es war spannend und 4min auf Rang 2 und nur 2 min auf Rang 3 sind keine Welt.
Als ich ins Ziel kam wurde auch mein Lied gespielt: ?Heidi deine Welt sind die Berge!?
Im ersten Moment wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.
Ich war überwältigt von der Stimmung, dem langen und anstrengenden Tag, aber auch überglücklich bei so einem Event dabei sein zu können.
Im Ziel gab ich dann noch ein Statement fürs Fernsehen ab und am Abend konnten wir bei ?Blickpunkt Sport? auf Bayern 3 mein Rennen sehen J
Ich werde versuchen, die nächsten Tage einen Sendemitschnitt davon zu bekommen und hier einen Link zu posten.
Vielen Dank an meine Familie, Freunde, Trainingspartner, Sponsoren und alle, die mich so toll unterstützt haben! Obwohl Ironman eine Einzelsportart ist, habe ich ein großartiges Team, das mich motiviert und stark macht! Danke!
Bis bald
Heidi
Sieg in Ingolstadt
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Bei jedem Rennen lernt man etwas Neues dazu. Diesmal war es ganz klar die Tatsache, dass man Geduld haben muss im Sport.
Am Wochenende war ich beim Triathlon in Ingolstadt am Start.
Mein Sponsor "Energy System" war Ausstatter bei diesem Event. Er versorgte alle Athleten im Rennen mit Getränken, Riegeln und Gels. Also sollte die Ernährung in meinem Rennen kein Problem für mich werden, da ich alle Produkte kenne, vertrage und liebe :-)
Die Location war toll gelegen am Baggersee des Naherholungsgebietes in Ingolstadt.
Das 1,5 km lange Schwimmen lief ganz gut für mich. Zwar hat sich ein Athlet von Anfang an an meine Füße geheftet, der mir die ganze Zeit auf meine Füße schlug, doch dies kommt immer mal wieder vor im Wettkampf. Ich versuchte dies so gut es ging zu ignorieren und stieg bereits als 2. Frau, 53 Sekunden hinter Heike Funk aus dem Wasser.
Schon vor dem Start hatte Heike mir angekündigt, dass sie auf dem Rad heute alles geben wird, damit sie einen großen Vorsprung vor mir hat, denn läuferisch bin ich stärker.
Die ersten 20 km auf dem Rad hatten wir Gegenwind und meine Beine fühlten sich eher zäh als kraftvoll an. Vor genau einer Woche fuhr ich beim Challenge die 180 km in der Staffel, daran konnten sich meine Muskeln noch all zu gut erinnern ;-)
Doch die zweite Hälfte mit Rückenwind lief besser.
Daher war ich doch etwas erschrocken, als mir beim Wechsel vom Rad zum Lauf zugerufen wurde, dass Heike 3 Minuten vor mir sei.
Das könnte knapp werden?
Ich lief so schnell los wie ich konnte, doch da ich keine Infos bekam, ob ich aufhole bzw. wie weit Heike noch vor mir ist, musste ich wirklich Geduld haben und in meine Laufstärke vertrauen.
Bei Kilometer 6,5 war ein Wendepunkt, bei dem ich Heike mit dem MTB Fahrer "1. Frau" sehen konnte.
Nun wusste ich, dass ich es schaffen kann :-)
Ich forcierte nochmals das Tempo und konnte bei km 7 die Führung übernehmen.
Der Zieleinlauf war toll, da die Veranstalter in Ingolstadt auch 2 fantastische Sprecher hatten, die eine tolle Stimmung machten
"?und hier kommt die Athletin mit dem schönsten Lächeln im Triathlonsport? unsere Siegerin Heidi Jesberger?" Oh, ich fühlte mich geschmeichelt!
Ein toller Wettkampf und auch mit dem Wetter hatten wir riesen Glück, denn erst zur Siegerehrung kam der große Regen, den alle schon früher befürchtet hatten.
Achterbahnfahrt
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So könnte man meinen Tag beim Rothsee Triathlon wohl am ehesten beschreiben.
... Himmelhoch jauchzend, da ich mich total gefreut habe wieder bei diesem Rennen starten zu können. Die Stimmung war auch, wie schon im Jahr zuvor, als ich 2. wurde, super und es waren so viele Freunde und Bekannte an der Strecke, die mich so fantastisch angefeuert und mir die Daumen gedrückt haben.
...und dann zu Tode betrübt, da meine Beine alles andere als gut waren.
Ich wusste ja, dass es nach dem Ironman in Lanzarote schwierig werden würde, beim Rothsee Triathlon wieder spritzig und schnell genug zu sein.
Doch ich hatte etliche Trainingseinheiten, die sehr gut liefen und die mir berechtigten Mut dazu gaben.
Leider ist so ein Regenerationsverlauf nach einem Ironman immer wellenförmig. Mal fühlt man sich einen Tag ganz gut und dann ist man wieder so müde, leer und kraftlos.
Die Geschichte vom Rothsee ist schnell erzählt:
Ich hatte zu keiner Minute in diesem Rennen einen Flow oder ein gutes Gefühl. Alles ging schwer und ich musste mir jeden Meter hart erarbeiten.
Sehr schade, dass dies ausgerechnet hier, quasi bei meinem Heimrennen so war.
Im Vorfeld wurde ich als Siegkandidatin gehandelt, obwohl 4 ehemalige Siegerinnen gemeldet waren. Dies hat mich natürlich sehr gefreut und zusätzlich motiviert. Leider bin ich dieser Favoritenrolle nicht gerecht geworden :-(
Aber so ist nun mal der Sport.
Wenn der Körper müde und erschöpft ist, dann kann der Kopf noch so sehr wollen, dann ist eben manchmal nicht mehr drin :-(
Letztendlich wurde ich 5.
Nun ist erstmal eine Ruhewoche mit aktiver Erholung angesagt, um den Körper wieder zu Kräften kommen zu lassen.
Danach greife ich wieder an. Versprochen!
4. Platz beim "Toughest Ironman of the world"
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What a day!
Ich bin wirklich zufrieden und glücklich mit meinem Ironman Rennen.
Meine Beine waren super und ich habe alles aus mir herausgeholt, was an diesem Tag möglich war.
Ich habe gekämpft und konnte mich auf den letzten 5 Kilometern noch auf den 4. Platz vorarbeiten.
Das dritte Mal in meinem Leben bin ich nun 4. geworden, doch auch wenn es nun wieder die Holz-Medaille ist bin ich super happy.
Doch erstmal der Reihe nach:
Pünktlich um 7 fiel der Startschuss in Puerto del Carmen und 1500 Athleten stürzten sich gemeinsam in die Fluten des Atlantiks.
Ein 1,9 km langer Rechteckskurs musste 2-mal mit kurzem Landgang zurückgelegt werden.
Die größte Schwierigkeit des Schwimmens lag eigentlich an der ersten Boje.
Bereits nach 160 Metern mussten wir links um die Boje herum.
160 m sind enorm kurz, da viele Athleten hart anschwimmen können. Dementsprechend brutal geht es dort auch oft zu. Jeder will den kürzesten Weg schwimmen und mit Bademütze und Neo bekleidet ist der Unterschied zwischen Mann und Frau auch nicht mehr wirklich zu erkennen.
Die halbe Nacht vor dem Rennen konnte ich nicht schlafen, da ich Angst vor diesem Moment hatte.
In der Vergangenheit wurde ich einmal im Rennen heruntergedrückt und von anderen dann überschwommen. Dabei hatte ich totale Panik und dachte ich müsste ertrinken. Doch genauso wollte ich gute Füße erwischen und konnte am Anfang nicht zu viel Zeit verlieren.
Was also sollte ich tun? Rein ins Gerangel oder lieber außen herum?
Wir Profis hatten ca. 10 m Startvorsprung, also so gut wie nichts.
Schon beim losschwimmen, waren überall um mich herum Athleten. Doch ich hatte Glück, schwamm zwar einige Meter mehr, kam aber ohne größere Schwierigkeiten um die erste Boje, da nahm ich doch lieber den kleinen Umweg in Kauf.
Im Wasser fühlte ich mich zu jeder Zeit super.
Ich hatte einen guten Überblick und eine kleine Gruppe, mit der ich als 33. Athlet gesamt mit allen Männern, als 3. Frau und bereits nach 53:42 min aus dem Wasser stieg!
Früher wollte ich mich unbedingt im Wasser verbessern und es hat nicht geklappt.
Nun trainiere ich viel weniger Kilometer im Wasser, aber mit tollen Trainingspartnern (Danke Sören!) und mehr Zug, und nun klappt es! Verrückt!
Die Wechselzone in Lanzarote ist ewig lang. Bis man vom Meer über den Strand zu den Beuteln und dann zum Rad läuft hat man schon fast einen Kilometer hinter sich.
Nun ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke. Tausende von Radkilometern bin ich hier schon gefahren. Ich weiß genau, wo der Wind wie kommt, auf was ich achten muss. Genau diesen Vorteil wollte ich nutzen.
Ich fuhr etwas verhaltener an und fand einen sehr guten Rhythmus.
El Golfo, Feuerberge, alles Strecken, die wir im Trainingslager immer und immer wieder gefahren sind.
Als ich 2002 hier das erste Mal am Start war bestand das Teilnehmerfeld nur aus 800 Athleten.
Nun waren es fast doppelt so viele Teilnehmer.
Dementsprechend eng war es oftmals auf der Radstrecke.
Da der Radkurs quasi einmal um die ganze Insel führt war es nicht möglich ihn komplett vom Verkehr zu sperren.
Und so kam ich zu meiner ersten Penalty in meinem ganzen Leben.
Auf der Abfahrt durch Tinajo zeigte mir der Kampfrichter die schwarze Karte.
Ich war total geschockt! 6 Minuten Zeitstrafe!
Und das, wo ich ja wegen den Autos nicht hatte ausweichen können!
Aber Diskussionen bringen in so einem Fall nie etwas, da ja jeder Athlet behauptet, dass er unschuldig ist.
Nun musste ich genau aufpassen, wo die nächste Penaltybox ist, um nicht vorbeizufahren und dann disqualifiziert zu werden,
Also setzte ich mich auf dem höchsten Berg, dem Mirador del Haria in die Sündenbox, um meine Strafe abzubüssen.
Dort kam ich mir vor wie eine Schwerverbrecherin. Ich musste auf einem Stuhl sitzen, durfte mir nicht mal meine Radflasche holen und 6 endlose Minuten in der Kälte warten und zusehen, wie 4 Frauen an mir vorbeifuhren!!!
Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch machte ich mich danach wieder auf die Aufholjagd.
Der Wind hatte mittlerweile etwas zugenommen und nun herrschte das typische Lanzarotewetter.
Damit kam ich aber sehr gut klar und versuchte mich wieder etwas positiver zu stimmen. Meine Beine waren nach wie vor gut und bei einem 10 Stündigen Wettkampf war noch alles möglich, so sprach ich mir immer wieder gut zu.
Mein Ziel war es, vor allem auf den letzten 60km noch genügend Gas geben zu können, da man dort auf dem Flachstück unheimlich viel Zeit gutmachen konnte.
Und diesmal gelang es mir auch!
Ich konnte Platz um Platz gutmachen und schließlich als 7. Frau vom Rad steigen.
Die ersten Laufmeter waren brutal. Ich hatte heftige Rückenschmerzen und lief wie auf Eiern, doch schon nach 2-3 km wurde es besser.
18 km lang fühlte ich mich klasse und konnte 2 weiter Frauen überholen, doch dann bekam ich Bauchschmerzen. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Dixi ging es mir aber wieder viel besser und so konnte ich lange Zeit meinen 5. Platz halten.
5 km vor dem Ziel lag Emma Ruth Smith vom Team Tbb, die auf dem 4. Platz lag 3.50 min vor mir.
Ich konzentrierte mich nochmals, biss die Zähne zusammen und konnte sie 2 km vor dem Ziel noch überholen!
Im Nachhinein bin ich total stolz, dass ich nochmals so um diesen Platz gekämpft habe! Dies war mental eines meiner stärksten Rennen überhaupt!
Es ist wirklich schwer 10 Stunden an sich und seine eigene Leistungsfähigkeit zu glauben.
Da ist immer eine Stimme, die sagt, dass die Beine doch müde sind und dass man doch ruhig etwas langsamer machen kann, doch dann ist da auch wieder diese Stimme, die einen motiviert, einen erinnert an all die harten Trainingseinheiten.
Im Vorfeld habe ich ganz tolle Nachrichten von Freunden, Trainingspartnern und auch Teilnehmern unserer Trainingslager bekommen. Das hat mich unheimlich aufgebaut, motiviert und auch im Rennen stark gemacht. Es ist toll, wenn so viele Menschen an einen glauben und an einen denken! Vielen vielen Dank dafür! Das bedeutet mir sehr viel!
Geralprobe geglückt!
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Als letzten Test vor dem ersten Jahreshöhepunkt konnte ich am vergangenen Wochenende die "heavy" Variante des 12. mz3athlons in Steinheim an der Murr über 700 m Schwimmen, 30 km Radfahren und 7,5 km Laufen gewinnen.
Von Anfang an fühlte ich mich stark und kraftvoll und konnte so einen Start Ziel Sieg erringen.
Es war sehr gut und wichtig für mich, dass ich mich vor allem auf dem Rad so gut gefühlt habe, da es beim Ironman in Lanzarote sehr auf die Radform ankommen wird.
Nun blicke ich voller Vorfreude und Zuversicht aufs nächste Wochenende!
Zweite hinter Weltmeisterin
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Nur eine Woche nach unserem Trainingslager auf Mallorca nahm ich beim 22. Hilpoltsteiner Duathlon teil. Da das Trainingslager sehr umfangreich und auch intensiv war, hatte ich diese Woche ziemlich mit Krämpfen und ständiger Müdigkeit zu kämpfen.
Eigentlich sollte man ja meinen, dass man in der Ruhewoche, wenn der Körper wieder einmal Zeit hat sich zu erholen, sich gut und frisch und leistungsfähig fühlt.
Doch genau das Gegenteil ist dann immer der Fall.
Das Training muss ja erstmal wirken, darum ist die Pause auch so wichtig.
Doch der Körper fährt erstmal komplett herunter. Diese Müdigkeit ist auch mental sehr schwer zu verarbeiten, vor allem wenn man sich zuvor noch stark und kraftvoll gefühlt hat.
Natürlich weiß man ja, dass man den Körper ermüden muss, damit er leistungsfähiger wird als vorher, doch wie jeder andere Sportler würde ich mir wünschen, dass diese Phase nicht sein muss.
Nichtsdestotrotz habe ich diese Woche relativ ruhig und weniger trainiert und als Wochenabschluss am Duathlon teilgenommen.
Die Besetzung war überraschend gut. Mit Bundesligastarterinnen, sowie der Weltmeisterin im Duathlon war vorherzusehen, dass es kein Spaziergang werden würde.
Die Distanzen betrugen 8km Laufen, 30 km Rad und einem abschließenden Lauf von nur 3 Kilometern, kurz und knackig also!
Mein letzter Duathlon lag mittlerweile schon Jahre zurück, aber gelernt ist gelernt. Immerhin war ich auch schon Duathlon Europameisterin ;-), auch wenn dies schon 14 Jahr her ist! Gott wie die Zeit vergeht!
Wie erwartet ging es bei den ersten 8 km gleich voll zur Sache. Angela Kühnlein, vom Bundesligaverein TV Erlangen drückte immer wieder aufs Tempo und so zog sich das Damenfeld schnell auseinander.
Ulrike Schwalbe, Angela und ich liefen die ersten 5 km mehr oder weniger zusammen, doch die letzten 3 Kilometer mussten Ulrike und ich etwas reißen lassen und so liefen wir wie an einer Perlenkette aufgereiht im Abstand von ca. 10-20 m in die Wechselzone ein.
Mein Wechsel war richtig schnell und so konnte ich wieder einige wichtige Sekunden auf die beiden Mädels gutmachen.
Auf dem Rad jedoch brannten meine Oberschenkel wie Feuer. Dies hatte 2 Gründe: der erste war mit Sicherheit das noch nicht ganz verdaute Trainingslager und der zweite war der Wechsel vom Lauf zum Rad, den ich auch schon ewig nicht mehr gemacht habe.
Nun hieß es Augen zu und durch und das Brennen so weit wie möglich zu ignorieren.
Dies war gar nicht so einfach, da meine Waden- und Oberschenkelmuskulatur immer wieder zu zucken begonnen hat und ich immer ganz nah vor einem Krampf stand.
Doch im Vergleich zu einem Ironman, wo man ja 180 km auf dem Rad fahren muss, vergingen die 30 km doch rasend schnell und so konnte ich schließlich als 2. Frau zum abschließenden 3 km Lauf wechseln.
Dieser lief wieder deutlich besser, vielleicht auch weil ich vom Laufen her komme und das Laufen vor meinen Verletzungen auch immer meine große Stärke war.
Letztendlich konnte ich den schnellsten Laufsplit beim zweiten Lauf erreichen und als Zweite wirklich zufrieden ins Ziel einlaufen.
3. Platz beim Tristar 111 Triathlon auf Mallorca
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Ich bin total glücklich und zufrieden :-)
Aus dem Trainingslager heraus habe ich heute in Porto Colom/Mallorca am Tristar 111 teilgenommen. Die Distanzen waren 1km Schwimmen in der Hafenbucht des malerischen Fischerdörfchens, 100 km Rad mit 1500 Höhenmetern!!! (2x San Salvador) sowie einem abschließenden 10 km Lauf zum Leutturm.
Einen ausführlichen Bericht findet ihr unter "Aktuelles".
Liebe Grüße
Heidi
70.3 Half Ironman San Juan
![]() Zusammen mit meinem Vater und Betreuer, sowie Desiree Ficker und Diane Chelius hatte ich viel Spaß in San Juan :-) | |
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Das Rennen:
In einem Weltklassefeld konnte ich einen guten 12. Platz erreichen.
Nach einem super Schwimmen hatte ich auf dem Rad etwas Probleme und konnte aber auf der Laufstrecke wieder einige Plätze gutmachen.
Es war mein erstes Rennen in der neuen Saison, bei dem sich viele Profis schon in erstaunlich guter Form präsentierten. Das neue Punktesystem für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft zeigt schon seine Auswirkung.
Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und freue mich nun schon auf weitere Rennen!
Einen Erlebnisbericht über San Juan findet ihr unter Aktuelles.
Liebe Grüße
Heidi
Wir sind gut auf Puerto Rico angekommen.
Die letzten Tage nutzten wir zur Akklimatisierung und um uns die Strecken anzusehen.
Landschaftlich ist es toll hier!
Sommer, Sonne, Strand und Meer, sowie sehr hilfsbereite und nette Menschen.
Der Verkehr aber ist echt chaotisch hier, doch am Renntag sind die Straßen dann für uns gesperrt. Gott sei Dank!
Auf den Straßen, sowie am Straßenrand liegen endlos viele überfahrene Leguane. Diese sind hier überall. Wie kleine Dinosaurier wuseln sie durchs Gebüsch, über die Wiesen und huschen über die Straßen. Oftmals sind sie aber nicht schnell genug, obwohl sie bis zu einem Meter lang sind!
Selbst bei der offiziellen Wettkampfbesprechung wurden wir darauf hingewiesen, dass wir den Leguanen zwar ausweichen dürfen, aber keine unkoordinierten Schlenker auf dem Rad einbauen sollen, die andere Athleten in Gefahr bringen.
Das Wetter ist wie erwartet heiß und schwül. Am Renntag soll es bis zu 35 Grad heiß werden, genau so wie ich es liebe.
Das Startfeld ist sehr gut besetzt und es sind mindestens 10 Frauen dabei, die das Rennen gewinnen können. Mit Weltmeistern und ettlichen Ironmangewinnern ist ein spannendes Rennen angesagt
Ich fühle mich gut gerüstet und werde mein Bestes geben. Mehr kann ich nicht tun.
Ich bin schon gespannt, für was das ausreicht und freue mich auf die Herausforderung.
Sonnige Grüße
Heidi
Sieg beim Kaiserdomlauf in Bamberg
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Das neue Jahr läuft bestens für mich an, denn nach 2 tollen aber auch sehr harten Trainingslagern auf Lanzarote, konnte ich nun meinen ersten Sieg in diesem Jahr verbuchen.
Trainingslager:
Wie schon die letzten Jahre auch, habe ich meinen Freund Jürgen, der die Corpus Triathlon Trainingslager auf Lanzarote im Club La Santa organisiert, in den Süden begleitet, um dort die Grundlagen für meine neue Saison zu legen.
Bei angenehmen Temperaturen und teilweise sehr starkem Wind konnte ich wichtige Kilometer zu Fuß, auf dem Rad und im Wasser sammeln und das meist zusammen mit motivierten Campteilnehmern.
Außerdem konnte ich meine Erfahrungen an diese aus meiner mittlerweile langjährigen Profi- und Trainiertätigkeit weitergeben.
Kaiserdomlauf Bamberg
Am Sonntag war ich in Bamberg beim Kaiserdomlauf und konnte den Hauptlauf der Frauen über 10 km mit der sehr guten Zeit von 37:38 min gewinnen.
Ich habe schon gemerkt, dass es im Training sehr gut lief, umso schöner ist es nun, dass ich dies gleich im Wettkampf umsetzten konnte.
Bei bestem Frühlingswetter, einer tollen Stimmung und sehr guten Organisation habe ich es sehr genossen wieder einmal an einem reinen Laufwettkampg teilzunehmen. Besonders gefallen hat mir, das ich als führende Frau ein "Führungsfahrzeug" bekommen habe. So macht das Siegen gleich noch mehr Spaß :-)
70.3 Half Ironman San Juan
Am Dienstag fliege ich dann schon zu meinem ersten ?Auslandseinsatz? nach San Juan.
Dort werde ich beim 70.3 Half Ironman an den Start gehen.
Ich freue mich sehr, dass ich diese Reise wieder einmal mit meinem Vater bestreiten werde, da er mich schon immer unterstützt und gefördert hat und wir einfach ein tolles Team sind.
Die Distanzen in San Juan/Puerto Rico sind:
1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen.
Der Wettkampf findet im Herzen der Millionenmetropole statt und hat sämtliche Triathlonstars angelockt. Es wird mit Sicherheit ein spannendes und hartes Rennen werden.
Als kleinen Pluspunkt habe ich einen Homestay bekommen. D.h. wir sind bei einer Familie untergebracht, die selbst Triathlonbegeistert ist und die sich in San Juan etwas um uns kümmern. Es ist immer sehr schön solche Homestay zu bekommen, da man dort wirkliche Einblicke in das Leben der Menschen dort in einem anderen Land mit einer anderen Kultur bekommt. Man ist sozusagen eine Woche ein Teil der Familie. Ich bin schon sehr gespannt auf Südamerika, die Familie und vor allem auf das Rennen.
Ich halte Euch so gut es geht auf dem Laufenden.
Liebe Grüße
Heidi
Mein Jahresrückblick 2010
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Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich möchte diese Gelegenheit nutzen,
das vergangene Jahr 2010 Revue passieren zu lassen:
Es war ein tolles, erfolgreiches und spannendes Jahr, auf das ich gerne Zurückblicke.
Wie in den letzten Jahren auch, habe ich im Frühjahr, wenn es zuhause in Deutschland noch kalt und nass, dieses Jahr auch verschneit und sehr eisig war, meinen Freund zu seinen Corpus Trainingscamps nach Lanzarote begleitet. Dort habe ich als Trainerin Radgruppen geführt und hatte so selbst die beste Möglichkeit wichtige Grundlagenkilometer für die lange Saison zu sammeln. Ebenso konnte ich meine Erfahrungen an andere Athleten weitergeben, die immer sehr genau beobachten, was so ein Profi alles trainiert, was er isst und vor allem welches Material er benutzt.
Die TL verliefen super und so konnte ich bereits im März beim Ironman in China starten und dort meine bisher beste Platzierung in einem Ironman erreichen.
Nach einem harten Kampf bei heißem, schwülem Klima konnte ich den 3. Platz erreichen und mich damit auch für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren.
Somit konnte ich im Sommer viele kürzere Rennen in Deutschland bestreiten, bei denen ich immer mit vorne dabei war.Im August erwischte mich eine hartnäckige Erkältung, so dass ich 2 weitere geplante Wettkämpfe absagen musste, um die Erkältung nicht weiter zu verschleppen.
Im September flog ich dann nochmals ins Trainingslager nach Lanzarote, um mich gezielt auf Hawaii vorzubereiten. Das Training lief perfekt, ich war gesund und vor allem schon seit über einem Jahr verletzungsfrei.
Voller Tatendrang flog ich nach Hawaii und erlebte dort leider den schwärzesten Wettkampftag meiner Kariere:
Mit 2 Plattfüßen, die mir endlos viel Zeit gekostet hatten, stieg ich chancenlos auf eine vordere Platzierung aus dem Rennen aus.
All das harte Training, die konsequente Vorbereitung, alles umsonst? Nein, so wollte ich mein Jahr nicht beenden.
Also startete ich 3 Wochen später in Taiwan, flog nochmals um die halbeWelt und konnte in einem spannenden Rennen den 4. Platz erreichen. Zwar war ich nur wenige Sekunden hinter Rang 3, aber ich konnte zeigen, dass mit mir zu rechen ist und ich in Schlagweite bin.
Hier meine Ergebnisse von 2010:
3. Platz Ironman China und Hawaii Quali!
3. Platz Stadttriathlon München
4. Platz Mussbacher Triathlon (RNTC)
3. Platz Heilbronner Citytriathlon
2. Platz Rothsee Triathlon
1. Platz Waldenburger Triathlon
DNF beim Ironman Hawaii wegen Materialdeffekt :-(
4. Platz 70.3 Half Ironman Taiwan
Neben spannenden Wettkämpfen und gezieltem Training gab es auch dieses Jahr wieder etliche Aktionen, bei denen ich mit dabei war und meine Sponsoren repräsentieren konnte:
So war ich dieses Jahr mehrmals in Adelsheim in der Jugendvollzugsanstalt und habe dort mit den Häftlingen Lauf-, Technik- und Athletiktraining gemacht.Dies war eine ganz spezielle Erfahrung für mich, da ich Anfangs auch etwas ängstlich war. Doch die Jugendlichen waren sehr dankbar und wissbegierig.
Anlässlich des City Triathlons in Heilbronn waren wochenlang Plakate in der ganzen Stadt aufgehängt, auf denen neben dem Weltmeister Daniel Unger und dem Europameister Timo Bracht auch ich zu sehen war.
Auch auf der Eurobike, der größten Radmesse Europas, war ich in Übergröße zu sehen. Mein Fahrrad Sponsor Felt hatte mich in über 2 m Größe auf die Wand seines Messestandes gedruckt. In Wettkampfkleidung, d.h. beste Werbung auch für Euch.
Der größte Triathlonverein Deutschlands, die Triabolos, hat mich und 5 weitere Triathlon Profis zu sich nach Hamburg eingeladen, damit wir über unser Leben als Sportler berichten können. Die Themen gingen von Ernährung, Training und Wettkampftaktik und natürlich auch über mein Sponsoringkonzept "Unternehmen der Region".
Seit 13 Jahren veranstaltet mein Freund nun schon Trainingslager auf Lanzarote. Aus diesem Grund wurden wir beide vom Ministerium der Kanarischen Inseln interviewt, warum die Kanaren so gut für die Vorbereitung von Sportlern geeignet sind. Mit diesem Video soll eine Werbung für die Kanaren entstehen.
Ein ereignisreiches Jahr liegt also hinter uns.
Vielen Dank an meine Sponsoren, die mich schon über viele Jahre treu unterstützen und ohne die all dies nicht möglich wäre.
Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Liebsten sowie ein glückliches und gesundes neues Jahr 2011.
Liebe Grüße
Heidi
Gelungener Saisonabschluss - Made in Taiwan
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Wenn wir eines gezeigt haben, dann war es Durchhaltevermögen!
Wir haben ganz schön viel Stress auf uns genommen und haben immer daran geglaubt, dass meine Form stimmt. Na ja, ich war schon sehr deprimiert und frustriert und hatte die Zuversicht in meine Leistungsfähigkeit schon verloren, doch Jürgen war felsenfest davon überzeugt, dass ich fit bin.
Nachdem ich in Hawaii 2 Platten hatte und so viel Zeit auf alle anderen verloren hatte als ich 30 Minuten auf den Materialwagen warten musste, stieg ich enttäuscht aus dem Rennen aus.
So viele liebe Menschen haben mir Nachrichten geschrieben, dass ich nach vorne schauen solle und ein neues Rennen in Angriff nehmen soll, doch das war vom Kopf her gar nicht so einfach.
Alles war auf dieses eine große Ziel ausgerichtet. Ich hatte mich so darauf gefreut und nach dem Rennen hatten wir eigentlich auch 5 Tage Urlaub geplant.
Doch nach dieser Enttäuschung war uns beiden nicht nach Urlaub zu mute.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich den nicht verdient hatte.
Mein Jahr verlief im Rückblick eigentlich super: Außer 2 wirklich starken Erkältungen war ich dieses Jahr gesund und vor allem verletzungsfrei.
Leider kam meine 2. Erkältung genau im August, wo ich einige kürzere, sehr tolle Rennen in Deutschland geplant hatte. Da die Erkältung sehr stark und zäh war, konnte ich leider keines dieser Rennen machen und musste sie alle absagen.
Nichtsdestotrotz fand ich schnell wieder in einen sehr guten Trainingsrhythmus und konnte meine Form bei einem 3wöchigen Trainingslager auf Lanzarote sehr gut ausbauen.
Nun, nachdem Hawaii so unglücklich gelaufen war, hatte ich seit Juli keine Wettkämpfe mehr vorzuweißen, obwohl ich fit war. Ich wollte unbedingt noch beweißen, dass ich etwas kann.
Also strichen wir unseren Urlaub auf Hawaii, buchten in einer Nacht und Nebel Aktion unsere Flüge um (vielen Dank an Daniel Kezele, der uns dabei sehr geholfen hat!) und ich startete schon eine Woche später beim 70.3 Half Ironman in Austin/Texas.
Leider war auch hier wieder nicht das Glück auf meiner Seite und ich stürzte im Wettkampf auf dem Rad. Am liebsten wäre ich echt liegengeblieben, doch nach diesem Aufwand und nachdem ich die Woche zuvor schon nicht finishen konnte, versuchte ich mich wieder zu organisieren, richtete mein Rad so gut es ging wieder her und setzte den Wettkampf fort.
Leider fand ich nur wieder schwer zurück ins Rennen und konnte nur auf dem 16. Platz finishen.
Nun war mein Selbstbewusstsein total zerstört. Ich fing an allem an zu zweifeln, an meiner Form, an mir, ob ich überhaupt als Profisportlerin geeignet bin,?
Ich war total traurig und enttäuscht. Diese ganze Aktion hatte nichts gebracht, außer einem wirklich brutalen Heimflug von Austin über Phoenix nach LA, Chicago nach München. Reisezeit 28 Stunden!
Zuhause wollte ich erstmal 2 Tage nichts von Sport hören, doch schon am 3. Tag war da wieder so ein kleiner Funke Hoffnung.
Da war noch so ein Feuer in mir. Gemeinsam überlegten wir, welche Möglichkeiten es noch gibt und plötzlich war da die Idee von Taiwan.
Kurztrip Taiwan. Expressreise 4 Tage!?!
Da wir mit Hawaii schon so viel Geld für die Flüge ausgegeben hatten, wollten wir bei diesem Abenteuer die Kosten so gering wie möglich halten.
Die letzten Jahre habe ich sehr fleißig bei allen möglichen Flügen Meilen gesammelt, da hatten wir die Idee, dass wir evtl. den Flug nach Taiwan mit Meilen zahlen könnten. Und siehe da, es ging! Wow! Was für ein Glück!
Zwar war dies kein Direktflug, doch was soll?s. Mittlerweile waren wir ja wirklich Flug erprobt ;-) Mit dem Meilenflug kamen wir von Frankfurt über Peking nach Taiwan/Taipeh und dann mussten wir nun nur noch einen Inlandsflug von Taipeh nach Kaosiung kaufen.
Dieser war mit 110 ? auch preislich erschwinglich. Nun mussten wir nur noch einen Startplatz, Hotel und Transfer organisieren.
Der Startplatz war dank Profilizenz kein Problem, nur die Sache mit dem Hotel gestaltete sich schwierig. Alle Webseiten von Hotels, die auf Englisch waren, waren bereits ausgebucht und die anderen konnten wir nicht entziffern. Wir schrieben den Veranstalter an, ob er uns bei der Hotelsuche behilflich sein könnte. Unser Problem war die Zeit. Unser Abflug war bereits in 24 Stunden und wir hatten immer noch keine Unterkunft. Da wir erst um 23:10 in Kaosiung landen würden, wäre es schwierig, mitten in der Nacht mit Rad ein Hotel zu suchen, am besten noch in der Nähe des Renngeschehens.
3 Stunden bevor wir unsere Reise schließlich starteten bekamen wir die erfreuliche Nachricht, dass wir die 2 Nächte, die wir brauchen im offiziellen Rennhotel incl. Flughafentransfer + Halbpension vom Veranstalter bekommen. Super! Besser hätte es nicht laufen können!
Die Anreise funktionierte einwandfrei. Am Flughafen wurden wir bereits erwartet, alles Gepäck war dabei und nach ca. 27 Stunden Reisezeit kamen wir erschöpft aber zufrieden am Hotel an.
Das Hotel war ein echt schönes Ressort mit verschiedenen Pools, Wasserfällen und tollen Zimmern. Wir versuchten die 7 Stunden Zeitverschiebung so gut es ging zu ignorieren und noch alle wichtigen Trainingseinheiten vor dem Wettkampf zu absolvieren.
Nach nur 5 Stunden Schlaf mussten wir also schon wieder aufstehen, um gemeinsam mit dem Orga Team die Radstrecke abzufahren. Zu genau waren mir noch die äußerst chaotischen Verkehrsverhältnisse von China im Gedächtnis.
Die gemeinsame Radausfahrt war toll organisiert: 5 Begleitautos und ca. 40 Athleten, die sich gemeinsam auf die 45 km lange Runde machten. Doch bereits nach 5 km drehen die ersten Sportler um und zum Schluss kam ich gemeinsam mit 4 ambitionierten Männern und 5 Begleitfahrzeugen wieder am Hotel an. Cool ;-)
Die Runde war sehr abwechslungsreich: weite Teile am Meer entlang, dann ins Landesinnere, wo es etwas selektiver wurde und auch die Schlaglöcher deutlich mehr und größer wurden. Es war also immer die volle Aufmerksamkeit gefordert. Auf der Strecke waren auch unheimlich viele freilaufende Hunde, die aber komischerweise nicht bellten und sehr friedlich wirkten.
Alles wirkt viel gepflegter als in China und man sah abwechselnd Bananenstauden, Reisfelder und Tempel in allen Größen und Farben.
Nach dem Radtraining ging ich noch kurz laufen, dann zur Wettkampfbesprechung und zum Check in.
Leider gab es nicht die Möglichkeit mit dem Bus zur ca. 15 km entfernten Wechselzone zu fahren. Aus diesem Grund musste ich mit meinem Rad losfahren.
Nun hatte ich 60 km Radtraining, einen Tag vor dem Rennen, doch anders war es nicht möglich, da ich unbedingt die Strecke sehen wollte. Egal. Eine Gute steckt das schon weg ;-)
Abends war dann die offizielle Pastaparty in unserem Hotel. Auf der Grünfläche der Anlage waren überall Tische aufgebaut. Man hatte Blick aufs Meer und das Buffet war ein bunter Mix aus Asiatischen Köstlichkeiten sowie Spagetti. Leider hatten die Veranstalter die Stühle vergessen!?! Das war die erste Pastaparty meines Lebens, die im Stehen stattfand und das, wo man doch am Tag vor dem Rennen nicht so viel herumstehen soll!?!
Etwas verwirrt saßen die Sportler auf Mauern oder im Gras. Schon verrückt!
Bereits um 20 Uhr legten wir uns ins Bett und schliefen vor Erschöpfung sofort ein.
Bis 24 Uhr, dann waren wir wieder fit, topp fit! Viel zu fit um wieder einzuschlafen.
Nun ja, wer braucht schon Schlaf!?! Ich schaff das auch so. Der Kopf entscheidet ja so viel!
Ca 2 Stunden konnte ich nochmals einschlafen, bis uns um 3:40 schließlich wieder unser Wecker aus den Federn riss.
Der Wettkampf:
Schwimmen:
Um 6:30 war der Start, alle Athleten gemeinsam.
1,9 km Schwimmen im Meer als zweimalige Wendepunktstrecke mit kurzem Landgang. Geplant war ca. 500 m kerzengerade hinaus und wieder zurück. Dazu hatte der Veranstalter eine ca. 500 m lange Leine bis zur Wendeboje gespannt. Durch die starke Strömung war das Seil aber gebogen wie eine Banane und dementsprechend war nun auch die Schwimmstrecke etwas kurviger und länger. Das Meer war sehr unruhig und wir hatten mit richtig starkem Wellengang zu kämpfen. Obwohl die Wassertemperatur sehr warm war, wurde der Neoprenanzug erlaubt. Wahrscheinlich weil sonst viele Athleten das Schwimmen gar nicht geschafft hätten. Ich tat mir echt schwer, kam aber mit erstaunlich wenig Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Im Schwimmen geht es im Moment wirklich super!
Jürgen hat erzählt, dass sich viele Athleten panisch an der Leine festgehalten haben. Für weniger gute Schwimmer waren dies auch äußerst harte Bedingungen.
Rad:
Als 5. Frau, nur 1:30 min hinter Belinda Granger, mehrmaliger Ironman- und Rothgewinnerin, konnte ich aufs Rad wechseln. Der Wind war sehr stark, doch Gott sei dank nicht so böig wie auf Hawaii. Obwohl 800 Athleten gemeinsam gestartet waren, war man auf der Radstrecke sehr einsam. Die meisten Asiaten schwimmen nicht so stark und so entzerrte sich das Teilnehmerfeld sehr schnell. Ohne Sturz und Pannen kam ich diesmal über den Radkurs und konnte auf Rang 5 liegend zum Halbmarathon wechseln.
Lauf:
Die Laufstrecke führte vom Start, wo auch beide Wechselzonen waren zum Hotel und noch 2 km weiter und zum Ziel, direkt vor dem Hotel. Da Jürgen kein Rad dabei hatte (wir hatten nur 20 kg Freigepäck, daher hatte ich nur mein Rad + Jürgen unsere gemeinsame Tasche) musste er mit dem Pendelbus zurück zum Hotel fahren. Daher hatte ich keinerlei Infos wie ich lag bzw. wie weit die nächste Frau vor mir lag. Mittlerweile war es sehr warm geworden.
Ich lief und lief und sah keine Menschenseele vor mir. Da ist es natürlich um einiges schwieriger sich bis an sein Limit zu pushen, als wenn man schon Sichtkontakt zu den Gegnerinnen hat.
Bei km 9 sah ich dann die Japanerin Maki! Ich lief auf sie auf, überholte sie, sie lief ein Stück mit, doch dann konnte ich sie abschütteln. Das gab mir echt Auftrieb!
Bei km 15 stand Jürgen. Er rief mir zu, dass 1:20 min vor mir die nächste Athletin sei. Ich gab Gas, konnte jeden Kilometer 10 Sekunden auf die vor mir laufende Amerikanerin gutmachen. Ich versuchte alles, kämpfte! Doch als sie mich ca. 2 km vor Ende am Wendepunkt sah, mobilisierte sie auch nochmals ihre letzten Kraftreserven und rettete sich 11 Sekunden vor mir ins Ziel. Oh. Ich blieb wie angewurzelt auf der Ziellinie stehen. Enttäuscht, da es so knapp war, bis ich sah, dass die Timingmatte 1 m weiter vorne lag. In der Ergebnisliste bin ich nun 20 Sekunden hinter Rang 3, doch was soll?s.
Ich habe alles gegeben, das ist was zählt. Ich habe gekämpft und der Abstand zur Spitze war denkbar knapp. Nur 3:30 min hinter Belinda Granger, zweitschnellste Laufzeit, ich bin wirklich zufrieden!
Die Heimreise:
Die Heimreise war ein Kapitel für sich, denn sie gestaltete sich als unser größtes Abenteuer. Da wir bereits am Montag wieder einen wichtigen Termin in Deutschland hatten, mussten wir noch am Samstagabend, also am Raceday abreisen.
Um 17:30 ging unser Transfer zum Flughafen. Dieser dauerte fast 2 h, da auf den Straßen die Hölle los war. Unser erster Flug war wieder nach Taipeh. Da unser Anschlussflug erst am nächsten Morgen um 7:20 Uhr weiterging, hatten wir uns in Taipeh ganz in der Nähe des Flughafens ein Hotel gebucht. Unser Shuttle Fahrer lies uns am ?Domestik Terminal? raus, da es sich ja auch nur um einen Inlandsflug handelte. Dort war schon alles dunkel und wir erfuhren, dass es heute Abend gar keine Flüge mehr geben würde. Komisch.
Also liefen wir mit Sack und Pack ins ?International Terminal?. Dort fing der Spaß dann erst richtig an:
Beim Check in meinte das Personal, dass wir unseren Flug nicht antreten könnten, da wir einen international Flight gebucht hätten und wir damit bereits hier durch den Zoll gehen und aus dem Land ausreisen würden. Es wäre dann nicht mehr möglich in Taipeh quasi wieder ins Land einzureisen. Wir dürften den Flughafen daher nicht mehr verlassen. Das Problem wäre jetzt, dass der Flughafen nachts geschlossen wird. Da standen wir nun also, noch 1:30 h bis zum Abflug.
Das Personal schlug uns vor, dass wir mit dem Zug quer durch die Insel nach Taipeh fahren könnten?
Doch wir waren erstens hundemüde, hatten keinerlei Orts- und Sprachkenntnisse und keine Ahnung, ob der Zug die ganze Nacht fahren würde!
Den Flug in Verbindung mit dem Hotel hatten wir bei Expedia gebucht. Das hätten die uns so überhaupt nicht verkaufen dürfen!
Die Beamten waren echt total nett und hilfsbereit. Wir erzählten ihnen, dass wir beim Herflug in Taipeh auf dem Flughafen ein kleines Hotel im Flughafen gesehen hätten und ob es nicht möglich wäre, in diesem Hotel zu übernachten.
Sie telefonierten wie die Weltmeister mit der Einwanderungsbehörde, dem Hotel und fanden heraus, dass noch 2 Doppelzimmer frei waren! Gott sei dank! Nach langem hin und her durften wir schließlich einchecken. Mittlerweile waren wir auch 50 min am Schalter!
Wir flogen nach Taipeh, übernachteten im Flughafenhotel. Leider waren dort schon alle Restaurants geschlossen und wir bekamen dort nichts mehr zu essen außer einer 5 Minuten Terine L? aber das war völlig ok nach diesem Stress.
Ich sage nur: wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben! Abenteuer Taiwan.
Ich kann kaum glauben, dass dies nur 4 Tage waren!
Heidi 2. bei der 22. Auflage des Rothsee Triathlon Festivals
![]() Die Anspannung vor dem Start ist den Dreien auf dem Bild kaum anzusehen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Barbara und Tanja gings dann los, diesmal mit der Mission Triathlon :-) | |
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Formkurve steigt weiter an
Bei der Traditionsveranstaltung am Rothsee konnte die Heidi ein gutes Wörtchen mitsprechen.
Mit Rund 1400 Teilnehmern gab es nicht nur einen neuer Teilnehmerrekord, auch das Starterfeld verhieß schon im Vorfeld Spannung pur.
Im Feld der Frauen waren nicht weniger, als die Gewinnerinnen der letzten 8 Jahre gemeldet, einige Bundesligastarterinnen, sowie Langdistanzspezialistin Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt und die Kurz- und Mitteldistanzspezialistin Kirsten Möller, die dieses Jahr schon bei einigen Half Ironman Rennen mit enorm schnellen Laufzeiten überzeugen konnte.
Punkt 9 Uhr stürzten sich die Athleten in den Rothsee um das 1,5 km lange Schwimmen im ca. 20 °C warmen Rothsee zu absolvieren.
Große Bojen kennzeichneten die Schwimmstrecke, so dass das Orientieren im Wasser für alle Athleten relativ einfach war.
Als 1. Frau stieg Dagmar Matthes, die den Rothsee Triathlon schon 5x gewinnen konnte aus dem Wasser, dicht gefolgt mit nur 10 Sekunden Abstand von Heidi.
Eine klasse Ausgangsposition für das weitere Rennen.
Auf der 40 km langen selektiven Radrunde zeigte Heidi, dass ihr Training Früchte trägt und konnte die stärkste Radfahrerin auf schlagweite halten.
Als 2. Frau gesamt wechselte sie auf die abschließenden 10 Laufkilometer.
Die Temperaturen lagen mittlerweile jenseits der 30 Grad, doch die Wärme liebende Assamstadterin machte Sekunde für Sekunde gut und konnte schließlich bei km 6 die Führung übernehmen.
Schnellen Schrittes kam aber von hinten die ehemalige Dreitausend Meter Hindernis Läuferin Möller an Heidi heran.
Nun wurde es spannend. Würde Heidi den Vorsprung bis ins Ziel retten können?
Die Zuschauer jubelten Heidi zwar enorm zu, doch an diesem Tag war kein Kraut gegen die laufstarke Athletin aus Erlangen gewachsen.
Als glückliche zweite konnte Heidi schließlich knapp geschlagen die Ziellinie überqueren mit der Sicherheit alles gegeben zu haben und immer besser in Form zu kommen.
"Das Rennen war wirklich toll! Es war unglaublich, wie viele Leute mir schon im Vorfeld viel Glück und alles Gute gewünscht hatten. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Natürlich hätte ich auch sehr gerne gewonnen, doch wenn man bedenkt, dass ich letztes Jahr um diese Zeit nicht mal schmerzfrei gehen konnte, bin ich jetzt wirklich wieder richtig gut drauf und absolut glücklich! Das Jahr ist noch jung und ich freue mich sehr auf weitere spannende Rennen!" So Heidi im Ziel.
Toller 3. Platz beim Heilbronner City Triathlon
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Brandaktuell:
TV Berichterstattung über Heilbronn und Heidi auf L-TV:
http://www.l-tv.de/webtvplayer/?clipnameid=2605
Mit einem tollen 3. Platz finishte Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt in einem mit Weltklasse Athleten besetzten Rennen.
Der erstmalig ausgetragene Heilbronner City Triathlon, der auf Anhieb mit 1200 Athleten besetzt war, hatte ein Starterfeld von dem so manche Großveranstaltung nur träumen kann.
Mit Welt- und Europameistern, Ironman und Half Ironman Gewinnern und Gewinnerinnen war Spannung vom ersten bis zum letzten Meter geboten.
Das 2 km lange Schwimmen fand im noch relativ frischen Neckar mitten in der Stadt Heilbronn statt. Um die Spannung noch etwas zu erhöhen mussten die Athleten nach ca. 1 km den Fluss zu einem ca. 100 m langen Landgang verlassen, um danach die zweite Hälfte des Schwimmens in Angriff zu nehmen. Hierbei konnten die Fans und Zuschauer die Athleten bereits in der ersten Disziplin hautnah erleben. Heidi Jesberger konnte bereits als 3. Frau aus dem Neckar steigen und durch die fast 1 km lange Wechselzone zu ihrem Rad laufen.
Hier hatte sie schon über eine Minute Vorsprung auf eine ihrer stärksten Konkurrentinnen, Nicole Leder, mit der sie beim Ironman in China im März noch gemeinsam aus dem Wasser gestiegen ist.
Die 70 km lange Radstrecke war mit 800 Höhenmetern sehr selektiv und hat den Athleten alles abverlangt. Heidi fand einen fantastischen Rhythmus und konnte auf der komplett für den Verkehr gesperrten Strecke mit der zweitschnellsten Radzeit aller Frauen als 3. Frau auf die abschließende 15 km lange Laufstrecke wechseln.
Der Laufkurs, der mit 5 km 3x zu bewältigen war ging über den Marktplatz, quer durch die City und am Ufer des Neckars entlang.
Die unzähligen Zuschauer und die tolle Stimmung haben so manchem Athleten eine Gänsehaut beschert. Nach 3.36 h konnte die Assamstadterin als strahlende Drittplatzierte auf dem Heilbronner Marktplatz unter dem Jubel der Zuschauer ins Ziel einlaufen. Siegerin bei den Damen war Sonja Tajsich, die dieses Jahr auch schon den Ironman in Südafrika gewinnen konnte, vor Mignon Vatlach und Heidi Jesberger.
Im Männerrennen siegte der Shootingstar Sebastian Kienle vor dem radstarken Freiburger Andreas Böcherer und dem amtierenden Ironman Europameister Timo Bracht. Der Kurzdistanzweltmeister Daniel Unger finishte als 4.
Heidi über das Rennen:
Es war eine Prämiere der Extraklasse.
Ich war wirklich glücklich, bei so einem tollen Rennen mit einer solchen Stimmung, so gut Platziert zu sein. Dass beim ersten Mal so viele Zuschauer da waren, das hat mich echt beeindruckt.
Im Ziel umlagerten mich Dutzende Kinder, die alle Autogramme von mir wollten. Da kam ich mir fast wie ein kleiner Star vor ;-)
Nach dem Rennen erzählte mir mein Freund folgende Story, die er am Schwimmstart mitbekommen hat:
"Das mit der gelben Mütze, das ist die Heidi Jesberger aus Assamstadt", sagte ein Vater zu seinem Sohn.
"Die berühmte Heidi?" fragte der Sohn? "Na ja, berühmt, eher bekannt, " meinte der Vater.
Ist doch cool, wenn man so im Gespräch ist ;-)
Nun wird erstmal wieder fleißig trainiert bevor am 27.Juni der Rothsee Triathlon auf meinem Plan steht.
Liebe Grüße
Heidi
Ironman China
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3. Platz und Hawaiiquali!
Ich bin so glücklich! Ein Traum wurde für mich nun endlich wahr!
So sehr habe ich mir diesen Podiumsplatz gewünscht und nun habe ich es geschafft!
Oftmals ist das Leben wie eine Art Perlenkette:
Ein Ereignis wird an das andere gereiht und die Kette wird immer länger und schöner.
Dann gibt es aber auch Situationen im Leben, die so gar nicht in Reih und Glied passen?
Nachdem ich in meiner Triathlonkarriere schon mehrmals in Schlagweite der Spitze war, kamen leider immer wieder verschiedene Verletzungen. Meine Kette riss also und die Perlen kullerten wild durcheinander. Alleine hätte ich dieses Chaos nicht mehr auf die Reihe gebracht.
Ganz wichtig waren dabei mein Freund, meine Familie, Freunde und Sponsoren, die mir Mut zugesprochen und mich immer weiter unterstützt haben.
"Wie oft darf eine solche Kette eigentlich reißen?" habe ich mich gefragt. Doch nun rückblickend war es einfach ein Teil des Ganzen. Eine Kette ist umso wertvoller, wenn sie nicht ganz perfekt ist, sondern aus größeren und kleineren Perlen besteht, die nicht ganz gleichmäßig aneinandergereiht sind. Doch alleine geht es nicht und darum bin ich sehr Dankbar so tolle Menschen um mich herum zu haben! Danke!
Doch nun zum Rennen:
Normalerweise tapert man für große wichtige Rennen, d.h. das Training wird die letzten 2 Wochen etwas reduziert, damit man sich am Wettkampftag kraftvoll fühlt und die bestmögliche Leistung bringen kann. Diesmal war alles anders.
Ich habe mir im letzten Trainingslager 3 Wochen vor dem Ironman auf Lanzarote einen Virus eingefangen, der leider sehr hartnäckig war. Anfangs dachte ich noch, dass ich in 3 Wochen locker wieder fit sein würde, doch es war ein ständiges Auf und Ab und der Husten war extrem hartnäckig.
Ich war total platt und nicht in der Lage anständig zu trainieren. So wenig wie vor diesem Rennen habe ich noch nie trainiert, doch es ging einfach nicht.
Am Donnerstag, 3 Tage vor dem Rennen, entschied ich mich, den Ironman Arzt aufzusuchen, denn so war an einen Start nicht zu denken. Mit Antibiotika, ACC Akut, Aspirin, Inhalation mit chinesischen Ölen, heißem Cola mit Ingwer,... versuchten wir alles und siehe da, am Tag vor dem Rennen fühlte ich mich das erste Mal besser. Also konnte ich einen Start wagen.
Am Wettkampftag selbst war es schon morgens deutlich wärmer als die ganze Woche zuvor, die ungewöhnlich kalt und verregnet war. Mit nur 14 °C lagen die Temperaturen dieser Woche fast 20 Grad unter dem normalen Schnitt im März.
Die Sonne kam am Sonntag das erste Mal in dieser Woche so richtig raus und sofort war die Stimmung auch gleich eine ganz andere als die vergangenen Tage.
Um 7 Uhr war der Start der Profis. Eine Minute später starteten jeweils alle 5 Sekunden 5 Altersklassen Athleten. Die 3,8 km lange Schwimmstrecke war in einem Fluss und bestand aus einer Art Ypsilon, das wir 4x mit jeweiligem Landgang schwimmen mussten.
Letztes Jahr war wohl die Strömung so stark gewesen, dass einige Athleten total abgetrieben wurden. Aus diesem Grund wollte der Veranstalter die Schwimmstrecke etwas kompakter halten. Mir gefiel sie echt gut, war das ganze doch sehr kurzweilig. Gott sei dank durften wir Profis doch mit Neoprenanzug schwimmen. Die Wassertemperatur lag um die 22°C und so war es lange nicht klar, ob wir den Schwimmanzug tragen dürfen. Aufgrund der Farbe des Wassers war es mir mit meinem Helix aber viel lieber ;-).
Ich erwischte eine schnelle Gruppe und fand einen guten Rhythmus im Wasser.
Schon nach der ersten Runde überrundeten wir die ersten Age-Group-Athleten, dies hat uns schon etwas ausgebremst, doch es war ja für alle gleich.
Gemeinsam mit Nicole Leder, auf Rang 5 liegend verlies ich das Wasser, schnappte meinen Beutel und rannte ins Wechselzelt, wo man sich umziehen musste. Dort hatte ich meinen Rudy Helm und meine Rudy Brille, sowie meine Verpflegung drin. Nachdem ich den Neo in die Tüte gesteckt hatte, lief ich zum Rad und damit zum Ausgang der Wechselzone.
Dort fiel mir plötzlich voller Schrecken auf, dass ich mein Startnummernband gar nicht dran hatte! Also rannte ich wie von einer Tarantel gestochen den ganzen Weg zurück ins Wechselzelt und suchte erneut meinen Beutel, doch die Nummer war nicht drin! Schock! Was sollte ich nun tun? Und die Zeit lief! Belinda Granger, eine australische Athletin, die unser Rennen zuschaute rief mir zu, dass ich einfach weitermachen solle.
Also rannte ich zurück zu meinem Rad und begann mit deutlich erhöhtem Adrenalinwert meine Aufholjagd.
Auf dem Rad hatte ich wirklich einen guten Druck! Ich konnte mich sehr gut konzentrieren und pushen und machte Boden gut. Der Wind war viel stärker als vorhergesagt und etliche Athleten hatten Probleme überhaupt in der Aero-Position zu fahren. Da ich aber viel auf Lanzarote trainiere bin ich den Wind gewohnt und kam überraschend gut damit zurecht!
So langweilig mir der Großteil der Strecke beim Abfahren der Strecke im Vorfeld vorkam, so gut fand ich es im Rennen. Auf einer Zweispurigen Autobahn, die komplett für uns gesperrt wurde, ging es fast nur gerade aus. Das absolute Highlight war die ca. 10 km lange selektive Wendepunktrunde. Dort fuhren wir durch 2 kleine Dörfer in denen auch der Großteil der Zuschauer des Rennens war. Wenigstens in der ersten der 2 Runden. Natürlich haben diese chinesischen Fans kein Wort Englisch gesprochen, doch wenn einem jemand etwas Nettes zuruft, dann versteht man das auch so ;-)
Auf der Radstrecke wurde es immer wärmer. Alle 15 km gab es eine Verpflegungsstation. Doch diese Stationen konnte man beim besten Willen nicht mit Europäischen Rennen vergleichen. Es waren eindeutig zu wenige Helfer da und die Helfer die da waren, waren unerfahren, so dass es zu einer echten Herausforderung wurde überhaupt etwas zu Trinken zu bekommen.
Mein Ziel war es eigentlich jeweils 2 Wasserflaschen zu greifen, doch man reichte uns nur sehr schmale 0,5 l Wasserflaschen, die nicht in die normalen Flaschenhalter passten, sondern herausrutschten. Also versuchte ich irgendwie 2 Flaschen zu greifen, doch das nächste Problem war, dass die Flaschen nicht aufgeschraubt waren!?! Im Rennen habe ich nur gehofft, dass ich im Ziel noch all meine Zähne drin habe, denn die waren die einzige Möglichkeit diese Flaschen auf zu bringen. Umso länger das Radfahren ging, desto mehr habe ich an den Verpflegungsstellen abgebremst, um auch wirklich etwas Wasser zu bekommen.
Nach ca. 140 km hatte ich meinen tiefsten Punkt auf dem Rad. Die Hitze, der Wind und auch die Einsamkeit machten mir ganz schön zu schaffen. Wenn es so heiß ist, dann hat man auch gar nicht das Verlangen etwas zu Essen, doch das war genau der Punkt. Ich verpflegte mich mit einem Powerbar und wenig später spürte ich wieder neue Energie.
Bei km 165 konnte ich auf die Japanerin Maki auffahren, die vorher angekündigt hatte, diesen Ironman gewinnen zu wollen. Nachdem ich sie überholt hatte, blieb sie mir dicht auf den Fersen und so stiegen wir gemeinsam vom Rad.
In meinem 2. Wechselbeutel hatte ich sowohl Kompressionssocken als auch normale Socken. Zuerst versuchte ich die Kompressionssocken anzuziehen, doch es war verrückt. Meine Beine waren durch die Hitze dermaßen angeschwollen, dass ich beim besten Willen nicht hereinkam. Egal. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, Maki war nämlich schon über alle Berge, entschied ich mich für die sowieso schönere Lösung und lief mit meinen nagelneuen superschicken pinken Newton Laufschuhen los.
Der erste km war brutal. Die Hitze stand geradezu und ich fühlte mich total verspannt. Ich hatte das Gefühl kaum aufrecht stehen zu können, obwohl ich doch so regelmäßig den rücken trainiert hatte.
Eines war sicher: das würde noch eine richtige Hitzeschlacht geben.
Alle 2 km war eine Verpflegungsstation. Hier wurden jedoch keine Becher gereicht, sondern man musste sich selbst alles von Tischen nehmen. Also legte ich konsequent von Anfang an bei jeder Station eine kleine Gehpause ein, um überhaupt genügend Flüssigkeit aufnehmen zu können.
Meine Arm-Coolers von DeSoto, die ich schon auf dem Rad angezogen hatte halfen mir auch sehr.
Sie kühlten wirklich gut und hielten das Wasser etwas länger am Körper.
Schon nach 2 km konnte ich auf die Japanerin auflaufen. Sie ist eine ehemalige Weltcup Kurzdistanz Starterin und kann laufen, doch irgendwie lief es bei mir nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch immer besser bei mir.
Nun war ich schon 3. Frau! 4 km später lief ich auf die mehrmalige Ironmansiegerin Heather Gollnick aus den USA auf. Sie wirkte schwerfällig auf mich und ich konnte sie zügig überholen.
Wow, ich konnte es kaum glauben! Ich lag nun auf dem 2. Rang in einem Ironman! Auf den ersten 8 km konnte ich auf die Führende Amy Marsh, die für das erfolgreiche Team TBB startet und im September den Ironman in Wisconsin gewonnen hat, 4 min gutmachen und war nun nur noch 3 min hinter der Führenden! Oh Gott, was für ein Tag! Einerseits war ich total happy und euphorisch aber andererseits war es auch so heiß! Sehr heiß! Ich musste vorsichtig sein, denn noch war es ein langer Weg bis ins Ziel! An der Strecke sah ich Lothar Leder, Chris McCormack, Markus Fachbach, später auch Heather Gollnick, die alle das Rennen abgebrochen haben. Die Bedingungen waren auch echt schwierig!
Das Verlangen nach Kühlung und einer Gehpause wurde immer größer, doch ich wusste, dass das bei allen Athleten so ist. Nun entschied nur noch der Kopf. Und ich wollte diesen Podestplatz. Unbedingt! Bei km 28 überholte mich Nicole Leder, die ja als starke Läuferin bekannt ist. Ich versuchte natürlich noch dagegen zu halten, doch mehr war nicht mehr drin bei mir.
Ich gab wirklich mein Bestes und konnte schließlich nach 42,2 km Laufen als 3. Frau jubelnd die Ziellinie überqueren. Ja!!! Endlich hatte ich es geschafft! 3. Platz beim Ironman China!
Ich bin sooooo glücklich!
Mit meiner Leistung bin ich wirklich sehr zufrieden: 2. schnellste Radzeit und 2. schnellste Laufzeit aller Frauen, sowie 14. schnellste Laufzeit aller Teilnehmer (incl. Männer!), daran sieht man wirklich wie hart die Bedingungen waren!
Im Ziel meinte jemand, dass ich die Hawaiiquali hätte. Ich? Wie konnte das Möglich sein? Bei uns Profifrauen war doch nur ein einziger Slot für Hawaii ausgeschrieben.
Seit Anfang dieses Jahres gibt es eine Regel, die besagt, dass nur die Profis, die weniger als 5% hinter der Siegerzeit sind, einen Slot für Hawaii bekommen. Im Männerrennen waren 3 Slots ausgeschrieben. Da aber der 3. Mann bereits mehr als 5% hinter dem Sieger zurücklag, ging der verbleibende Slot an uns Profi Frauen. Und da Amy Marsh sich bereits mit ihrem Sieg in Wisconsin den Slot für Hawaii geholt hat, habe ich ihn bekommen! Hammer!
Was für ein Tag!
Das Kämpfen hat sich echt gelohnt!
Dieses Jahr gibt es nur 45 Profi Frauen Plätze auf Hawaii. Ein wirklich exklusives Feld. Und ich bin mit dabei!
Aloha, eure Heidi
100 Jahre Stromversorgung Taubertal
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...so ein tolles Jubiläum, das musste groß gefeiert werden.
Am Samstagabend lud mich mein Hauptsponsor, das Stadtwerk Tauberfranken zur feierlichen Gala ein und am Sonntagnachmittag zum Talk auf der Showbühne mit abschließender Autogrammstunde.
Damit mich auch alle Besucher erkennen, hat das Stadtwerk ein kleines Bild von mir an die Häuserwand hängen lassen. Ein wirklich lustiges Gefühl, wenn die Leute erst auf die Wand, dann auf mich und dann wieder auf die Wand geschaut haben ;-)
Ein tolles Wochenende mit einem tollen Partner, der auch die gleiche Philosophie hat wie ich: Aus der Region, für die Region.
Mein neues Rad: Felt!!!
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Momentan befinde ich mich zusammen mit triathlon-szene.de, Corpus und Ute Mückel im Trainingscamp auf Mallorca.
Pünktlich dazu bekam ich mein nagelneues Zeitfahrrad.
Vielen lieben Dank an Felt!
Das Rad ist genial! Von Anfang an habe ich mich sehr gut darauf gefühlt!
Nun sammeln wir hier noch fleißig Radkilometer, die Bedingungen dazu sind hier auch wirklich perfekt!
Liebe Grüße und bis bald,
Heidi
Sieg für Heidi beim Internat. Duathlon auf Lanzarote
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Da ich im Frühjahr 3x2 Wochen mit dem Corpus Trainings Camp auf Lanzarote Trainingslager durchführe, war ich sowieso zum Trainieren auf Lanzarote.
Das Training lief den ganzen Winter sehr gut, warum also nicht einfach als Formtest den Internat. Duathlon aus dem Trainingslager heraus mitmachen?
Gesagt getan. Ca. 2 h vor dem Start, dann die Überraschung:
Windschatten fahren war erlaubt, darum waren Aerolenker verboten. Da ich aber mit meinem Triathlonrad auf Lanzarote war, hatte ich nun ein echtes Problem: Meinen Aerolenker konnte ich nicht abbauen, da auch die Schaltung in den Aerobars ist und der Lenker sowieso aus einem Stück bestand.
Ute Mückel lieh mir spontan ihr Rennrad. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!
Da Ute etwas kleiner ist als ich, saß ich schon äußerst kompakt auf dem Rad, doch ich hatte nicht viel Zeit mir darüber Gedanken zu machen.
Ute hat letztes Jahr ihre äußerst erfolgreiche Triathlon Kariere beendet und war dieses Jahr mit Dreifachkurbel ausgestattet. Nicht ganz üblich im Wettkampfsport ;-)
Die Streckenlänge betrug 5km Laufen, 20 km Rad mit Windschattenerlaubnis und einem abschließenden 2,5 km Lauf.
Ein echter Sprint für uns Ironman erprobte Sportler.
Ungewohnt für spanische Verhältnisse regnete es leicht und die ganze Strecke war mit großen Pfützen übersät.
Da im Frühjahr meist viele Profis auf den Kanaren trainieren und dem schlechten Wetter in Deutschland entfliehen, ist der Internat. Duathlon oft erstaunlich gut besetzt.
Auch dieses Jahr war kein geringerer als der amtierende Duathlon Weltmeister Jori Vansteelant am Start.
Die amtierende Hawaiisiegerin Chrissi Wellinton gab den Startschuss und führte im Anschluss an das Rennen die Siegerehrung durch.
Bis einen Tag vor dem Rennen, wurde sogar über einen Start von ihr gemunkelt.
Vom Start weg, konnte ich ein hohes Tempo laufen und sofort die Führung im Damenfeld übernehmen.
Obwohl wir am Tag vor dem Rennen noch eine sehr bergige 4 Stunden Einheit auf dem Rad zurückgelegt hatten (Tabayesco für alle Lanzarote Kenner), fühlten sich meine Beine erstaunlich gut an.
Nach 18:30 min konnte ich kurz nach einer kleinen Männergruppe auf Utes Rad wechseln.
Die ersten 5 km ging es tendenziell Berg auf. Ich fuhr so schnell ich nur konnte, um dann auf der lang gezogenen Abfahrt nach Famara im Männerpulg mitfahren zu können. Aber das war ein hartes Stück arbeit. Das Ego einiger Männer lies es wohl auch nicht zu, dass eine Frau bei ihnen mitfährt und so kamen ständig Attacken und Ausreißversuche.
Doch ich hielt mich wacker und ließ mich nicht abschütteln.
Der Abschließende 2,5 km Lauf ging sehr schnell vorbei und ich konnte als glückliche Siegerin die Ziellinie überqueren.
Ein toller Start ins neue Jahr!
Form bestätigt - Heidi zweite in Lissabon!
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Die Dänin Joan Blafoss und Paul Amey aus Großbritannien haben den Lisboa International Triathlon über die halbe Ironmandistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen) bei strahlendem Sonnenschein und 29°C gewonnen.
Für eine Überraschung sorgte Heidi Jesberger vom TSV Assamstadt, die vor der Schweizerin Michaela Giger Zweite wurde.
Die halbe Ironmandistanz entwickelt sich für Heidi Jesberger mehr und mehr zur Schokoladendisziplin. Nach ihrem zweiten Platz beim Ironman 70.3 in Südafrika war auch in der portugiesischen Hauptstadt nur eine Konkurrentin schneller als die 30-jährige aus dem Main-Tauber-Kreis.
Die Prämie für die schnellste Schwimmzeit fischte Nina Eggert mit 24:06 min aus dem künstlich angelegten Becken am Stadtrand Lissabons. Ein Massenstart mit allen 600 Teilnehmern machte es den Damen im Starterfeld nicht gerade einfach. Heidi Jesberger hatte einige Schläge einstecken müssen, stieg aber nach guter Schwimmleistung nur ca. 2 min hinter Eggert aus den Fluten.
Die 90 km lange Radstrecke führte die Athleten auf die komplett für den Verkehr gesperrte Stadtautobahn, wo es 4 nahezu flache Runden zu fahren galt.
Hier konnte Heidi ihre Position um einen Platz verbessern und Nina Eggert einholen.
Dank hervorragender Laufzeit von 1:22:14 Stunden für den Halbmarathon holte sich die Assamstadterin Heidi Jesberger mit einer Gesamtzeit von 4:11:13,70 Stunden den zweiten Platz.
Am Ende reichte es für Nina Eggert bei ihrem Saisondebüt aber nur zu Platz 10. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte Eggert an einer hartnäckigen Fersenverletzung laboriert. Komplettiert wird das gute Abschneiden der deutschen Starterinnen mit dem 5. Rang von Imke Schiersch.
Bei den Männern ging der Sieg an den zweifachen britischen Duathlonweltmeister Paul Amey. Platz 2 und 3 gingen an Frederico Monteiro/Brasilien und Pedro Gomez/Portugal.
Top 5 Männer:
1. Paul Amey England 3:37:14
2. Frederico Monteiro Brasilien 3:39:17
3. Pedro Gomes Portugal 3:39:31
4. Jimmy Johnsen Dänemark 3:40:20
5. Jonas Colting Schweden 3:40:25
Top 5 Frauen:
1. Joan Blafoss Dänemark 4:08:25
2. Heidi Jesberger TSV Assamstadt 4:11:14
3. Michaela Giger Schweiz 4:14:32
4. Tine Deckers Belgien 4:16:19
5. Imke Schiersch Deutschland 4:16:59
"Dieser Erfolg macht mich natürlich total glücklich und ich schaue optimistisch nach Lanzarote, wo ich in 4 Wochen am 24. Mai den Ironman machen werde.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn das Training anschlägt und die Rennen so gut laufen!
Ein Bericht über das Rennen ist unter www.triathlon-szene.de und www.tri-mag.de zu lesen.
Liebe Grüße
und vielen Dank fürs Daumen drücken und die vielen lieben sms und emails.
Eure Heidi
Fantastischer 2. Platz beim 70.3 Half Ironman South Africa
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Der 2. Platz ist meine bisher beste Platzierung bei einer offiziellen Ironman Veranstaltung.
Ich bin überglücklich!
Am Mittwoch Abend, den 9.01.08, also relativ knapp vor dem Rennen flog ich zusammen mit meinem Vater von Frankfurt über Johannesburg nach East London.
Ich war leider ziemlich stark erkältet, was den Flug ziemlich erschwerte. Nach ca. 15 h kamen wir also am Donnerstagmittag aber gut in unserer Bed and Breakfast Unterkunft an.
Wir fanden uns in der 900 000 Einwohner Stadt von Anfang an recht gut zurecht.
Die Sonne tat mir gut und wir erkundeten noch am selben Tag die Lauf- und Schwimmstrecke.
Am Freitag war dann die offizielle Pressekonferenz.
Dort lernte ich u. a. auch die 2. Platzierte des IM Hawaii 2006 Desiree Ficker kennen, die ich vorher nur vom -hallo sagen- her kannte.
Sie ist wirklich eine ganz liebe und lustige und wir haben uns von Anfang an sehr sehr gut verstanden.
Im Anschluss daran war dann noch die Profi-Wettkampfbesprechung und am Sa der Check in.
Mir ging es gesundheitlich von Tag zu Tag besser, nur der Husten war nicht ganz weg, aber der störte mich nicht sonderlich.
Am Sonntag war es dann so weit:
Die letzten Tage war das Meer extrem wild mit hohen Wellen und starker Strömung, doch heute, pünktlich zum Wettkampf war das Wasser verhältnismäßig flach. Das nenne ich gutes Timing.
Die Profi-Männer und alle Männer bis 45 Jahre starteten um 7 Uhr.
Alle Frauen und Männer ab 45 waren um 7:20 an der Reihe, was für die Frauen ein faires draftingfreies Rennen ermöglichte.
Mit einem Landstart stürzten wir uns in die Fluten des Indischen Ozeans.
Lucy Zelenkova (CZE), bekannt als schnelle Schwimmerin setzte sich sofort vom Feld ab.
Ich fühlte mich ganz gut im Wasser und schwamm ebenfalls flott an. Hinter mir bildete sich eine kleine Gruppe, die mir folgte, aber niemand wollte die Führung übernehmen.
Also konzentrierte ich mich auf die Bojen, um den direktesten Weg zu schwimmen. Normalerweise schwimmen viele Männer in etwa meine Zeiten, diesmal musste ich die Orientierung selbst in die Hand nehmen.
Als 4. Frau stieg ich am Orient Beach aus dem Meer und wechselte mit der 2. schnellsten Zeit der Damen auf die 90 km lange Wendepunkt-Radstrecke. Mit über 1000 Höhenmetern war die Radstrecke sehr wellig. Die ersten 45 km ging es tendenziell bergauf. Wir fuhren auf einer komplett gesperrten 4-Spurigen Autobahn bis nach Berlin und mit Gegenwind aber leichtem Gefälle zurück nach East London-Buffalo-City.
Auf meinem neuen Rad fühlte ich mich super, leider waren meine Beine nicht richtig frisch.
Ich führe dies noch etwas auf meine Erkältung zurück, aber auch darauf, dass ich den Wettkampf quasi aus dem Wintertraining heraus gemacht habe und den Großteil des Radtrainings mit Spinning und MTB verbracht habe.
Aber ich fand einen recht guten Rhythmus und kämpfte mich durch.
Als 6. Frau wechselte ich dann auf die 21,1 km lange Laufstrecke.
Wir mussten 3 Runden a 7 km an der Uferpromenade mit jeweils einem Anstieg von 1,2 km und dem entsprechenden Gefälle zurücklegen.
Die Strecke war sowohl für uns Athleten als auch für die Zuschauer toll, da man oft gesehen wurde und sah, wie die Abstände nach vorne waren.
Beim Laufen fühlte ich mich fantastisch! Ich machte Platz um Platz gut und konnte schon bald auf Rang 3 vorlaufen! Es ist schon ein tolles Gefühl, neben einem MTB Fahrer zu laufen, der das Schild -3. Frau 70.3- trägt.
Beim Bergablaufen in der ersten Runde bekam ich plötzlich in der hinteren Oberschenkelmuskulatur einen Krampf. Er kam so plötzlich, dass ich richtig erschrocken bin und schmerzverzerrt stehen bleiben musste.
Oh Gott ? ich fühlte mich doch so gut ? hoffentlich geht der Krampf schnell wieder weg! Ich dehnte kurz und rannte dann vorsichtig weiter und es ging!!! Die folgenden 2 Runden lief ich bergab etwas vorsichtiger, dafür in der Ebene noch etwas flotter. Mitte der 2. Runde konnte ich noch die Zweitplatzierte Lucy überholen und war damit auf dem 2. Platz! Ich hatte echt Gänsehaut vor Glück!
Die letzten 2 km begleitete mich ein hupendes Motorrad mit Kameramann und alle Zuschauer jubelten! Was für ein tolles Gefühl! Was für ein fantastischer Tag!
Desiree Ficker (USA) gewann und ich wurde überglücklich zweite.
Die als extrem laufstark bekannte Athletin (Marathonbestzeit 2:40 min) war nur 1 min schneller gelaufen als ich.
Ein toller Start ins neue Jahr!
Ergebnisse Frauen:
1. Desiree Ficker USA
2. Heidi Jesberger TSV Assamstadt/GER
3. Lucy Zelenkova CZE




































































































