Fantastischer 2. Platz beim 70.3 Half Ironman in South Africa
Der 2. Platz ist meine bisher beste Platzierung bei einer offiziellen Ironman Veranstaltung.
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Am Mittwoch Abend, den 9.01.08, also relativ knapp vor dem Rennen flog ich zusammen mit meinem Vater von Frankfurt über Johannesburg nach East London.
Ich war leider ziemlich stark erkältet, was den Flug ziemlich erschwerte. Nach ca. 15 h kamen wir also am Donnerstagmittag aber gut in unserer Bed and Breakfast Unterkunft an.
Wir fanden uns in der 900 000 Einwohner Stadt von Anfang an recht gut zurecht.
Die Sonne tat mir gut und wir erkundeten noch am selben Tag die Lauf- und Schwimmstrecke.
Am Freitag war dann die offizielle Pressekonferenz.
Dort lernte ich u. a. auch die 2. Platzierte des IM Hawaii 2006 Desiree Ficker kennen, die ich vorher nur vom -hallo sagen- her kannte.
Sie ist wirklich eine ganz liebe und lustige und wir haben uns von Anfang an sehr sehr gut verstanden.
Im Anschluss daran war dann noch die Profi-Wettkampfbesprechung und am Sa der Check in.
Mir ging es gesundheitlich von Tag zu Tag besser, nur der Husten war nicht ganz weg, aber der störte mich nicht sonderlich.
Am Sonntag war es dann so weit:
Die letzten Tage war das Meer extrem wild mit hohen Wellen und starker Strömung, doch heute, pünktlich zum Wettkampf war das Wasser verhältnismäßig flach. Das nenne ich gutes Timing.
Die Profi-Männer und alle Männer bis 45 Jahre starteten um 7 Uhr.
Alle Frauen und Männer ab 45 waren um 7:20 an der Reihe, was für die Frauen ein faires draftingfreies Rennen ermöglichte.
Mit einem Landstart stürzten wir uns in die Fluten des Indischen Ozeans.
Lucy Zelenkova (CZE), bekannt als schnelle Schwimmerin setzte sich sofort vom Feld ab.
Ich fühlte mich ganz gut im Wasser und schwamm ebenfalls flott an. Hinter mir bildete sich eine kleine Gruppe, die mir folgte, aber niemand wollte die Führung übernehmen.
Also konzentrierte ich mich auf die Bojen, um den direktesten Weg zu schwimmen. Normalerweise schwimmen viele Männer in etwa meine Zeiten, diesmal musste ich die Orientierung selbst in die Hand nehmen.
Als 4. Frau stieg ich am Orient Beach aus dem Meer und wechselte mit der 2. schnellsten Zeit der Damen auf die 90 km lange Wendepunkt-Radstrecke. Mit über 1000 Höhenmetern war die Radstrecke sehr wellig. Die ersten 45 km ging es tendenziell bergauf. Wir fuhren auf einer komplett gesperrten 4-Spurigen Autobahn bis nach Berlin und mit Gegenwind aber leichtem Gefälle zurück nach East London-Buffalo-City.
Auf meinem neuen Rad fühlte ich mich super, leider waren meine Beine nicht richtig frisch.
Ich führe dies noch etwas auf meine Erkältung zurück, aber auch darauf, dass ich den Wettkampf quasi aus dem Wintertraining heraus gemacht habe und den Großteil des Radtrainings mit Spinning und MTB verbracht habe.
Aber ich fand einen recht guten Rhythmus und kämpfte mich durch.
Als 6. Frau wechselte ich dann auf die 21,1 km lange Laufstrecke.
Wir mussten 3 Runden a 7 km an der Uferpromenade mit jeweils einem Anstieg von 1,2 km und dem entsprechenden Gefälle zurücklegen.
Die Strecke war sowohl für uns Athleten als auch für die Zuschauer toll, da man oft gesehen wurde und sah, wie die Abstände nach vorne waren.
Beim Laufen fühlte ich mich fantastisch! Ich machte Platz um Platz gut und konnte schon bald auf Rang 3 vorlaufen! Es ist schon ein tolles Gefühl, neben einem MTB Fahrer zu laufen, der das Schild -3. Frau 70.3- trägt.
Beim Bergablaufen in der ersten Runde bekam ich plötzlich in der hinteren Oberschenkelmuskulatur einen Krampf. Er kam so plötzlich, dass ich richtig erschrocken bin und schmerzverzerrt stehen bleiben musste.
Oh Gott ? ich fühlte mich doch so gut ? hoffentlich geht der Krampf schnell wieder weg! Ich dehnte kurz und rannte dann vorsichtig weiter und es ging!!! Die folgenden 2 Runden lief ich bergab etwas vorsichtiger, dafür in der Ebene noch etwas flotter. Mitte der 2. Runde konnte ich noch die Zweitplatzierte Lucy überholen und war damit auf dem 2. Platz! Ich hatte echt Gänsehaut vor Glück!
Die letzten 2 km begleitete mich ein hupendes Motorrad mit Kameramann und alle Zuschauer jubelten! Was für ein tolles Gefühl! Was für ein fantastischer Tag!
Desiree Ficker (USA) gewann und ich wurde überglücklich zweite.
Die als extrem laufstark bekannte Athletin (Marathonbestzeit 2:40 min) war nur 1 min schneller gelaufen als ich.
Ein toller Start ins neue Jahr!
Ergebnisse Frauen:
1. Desiree Ficker USA
2. Heidi Jesberger TSV Assamstadt/GER
3. Lucy Zelenkova CZE
Nachricht vom: 10-01-08



