Plaudereien für guten Zweck
Showtalk: Sommerausgabe der beliebten Veranstaltung.
Ein Bericht von den Fränkische Nachrichten:
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Bei der Sommerausgabe des 7. Showtalk in Bad Mergentheim zugunsten der Stiftung der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis ließ sich MDR Moderator Andre Holst auch von geballter Frauenpower nicht aus der Ruhe bringen.
Schlagersängerin Gaby Baginsky versuchte es am Ende des Abends mit einem Erfolgshit, mit dem sie 1988 bei den Schlagerfestspielen den ersten Preis gewann: "Männer verstehn nur was sie wolln."
Da hatte die quirlige Blondine aus Bad Bentheim aber schon längst die Herzen zumindest des reiferen Publikums mit "Lass mich deine Sonne sein" im Sturm erobert. Bei der Zugabe "Spiel noch einmal für mich, Habanero" sang oder summte dann der gut gefüllte Saal im Kurparkfoyer des Kurhauses mit.
Zum Auftakt begrüßte der gegenüber früheren Auftritten sportlich schlank gewordene Andre Holst mit Heidrun von Goessel "das Gesicht des NDR", als Schauspielerin und Sängerin ein Allround-Talent.
35 Jahre Fernseh- und 28 Jahre Rundfunkarbeit liegen hinter von Gossel, die dem Publikum gerne die Lebensweisheit von Charly Chaplin näher brachte: "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag."
Noch immer ist die stattliche Brünette von dem plan fasziniert, die Geschichte um den Seeräuber Störtebecker in einem neuen Hamburger Theater auf die Bühne zu bringen.
Als Ende 2004 die Ära Der TV Ansager zu Ende ging und das Fernsehen sich selbst mit Trailern ansagte, begann für die vielseitige Künstlerin eine neue Karriere.
Björn Mangold hat sich als Koch darauf spezialisiert, in Privathaushalte zu gehen und Kochkurse zu geben. Bei aller Kritik an den überbordenden TV Kochsendungen ist Mangold fest davon überzeugt, dass so das Bild des Kochs neu geformt worden ist.
Von ihren sportlichen Anfängen mit 6 Jahren berichtete Weltklasse Triathletin Heidi Jesberger vom TSV Assmastadt.
3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen ? und dies alles an einem Stück; das nötigte nicht nur dem beeindruckten Andre Holst Respekt ab.
Die ungemein sympathische Sportlerin hatte im Februar das Pech, wegen einer Sehnenentzündung unter dem Fuß mit dem Training etwas absetzen zu müssen.
Jetzt fühlt sich die Junioren Europameisterin wieder fit, um bei Aufbauwettkämpfen wieder an ihre frühere Form anzuknüpfen.
Von Andre Holst nach ihrer fernen Zukunft nach der Aktivenzeit befragt, meinte die Athletin, sie würde gerne mit dem Sport verbunden bleiben und ihre Erfahrungen als Betreuerin und Personal Trainerin weitergeben.
Begeistert von ihrem Auftritt sagte Horst Seitz spontan zu, ihrem Pool von regionalen Sponsoren beizutreten.
Mit der bekannten Traumschiffmelodie lief Kreuzfahrtdirektor Wolfgang Frank standesgemäß in schmucker Uniform ein und berichtete von seinen inzwischen 11 Weltreisen und den regelmäßigen Dreharbeiten der MS Deutschland. 80 Prozent der Reisenden seien inzwischen Stammgäste.
Seit fast 20 Jahren arbeite er als Kreuzfahrdirektor und sei vor allem für das Unterhaltungsprogramm zuständig. Doch inzwischen steht der vielseitige Frank nicht nur hinter sondern auch auf der Bühne, wie er in bad Mergentheim mit seinem sonoren Bass und nostalgischen Liedern unter Beweis stellte.
Ramona Schukaft ist "Sybille Bullatschek", die sympathische Schwäbin aus Pfleidelsheim mit einer schmetterlingsförmigen Brille als Markenzeichen. Sie ist mit Leib und Seele Altenpflegerin und nahm ihre Zuhörer mit in den Alltag im Pflegeheim, dem Haus Sonnenuntergang. Mit gespielter Naivität und notorischem Optimismus berichtete sie vom aufregenden Sommerfest im Heim mit Hüpfburg und Bullriding, auf dem ihr Lieblingsrentner Herr Kämmerer sich angebunden 10 Minuten halten kann. Fast hätte sie ihn mal eine Nacht auf dem Balkon vergessen.
Diese prima Portion Comedy kam beim Publikum bestens an, denn Sybille Bullatschek beleuchtete auf humorvolle, aber letztendlich mitfühlende Weise die Altenpflege. Andre Holst verriet sie noch. Sich überhaupt keine Witze merken zu können. Aber als Comedian müsse man sich ja immer neu erfinden.
Nach wie vor gehen die Eintrittsgelder der siebten Auflage der "Show, die bewegt" ohne Abzug an die Stiftung der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis, um behinderte Menschen zu fördern und zu unterstützen.
Nach der zweieinhalbstündigen Veranstaltung konnte Kurdirektorin Karin Loebbecke die Summe von 650 Euro an Eintrittsgeldern und Spenden verkünden. Der anwesende Stiftungsvorstand Edmund Brenner freute sich später sogar über einen Scheck von 800 Euro, der insbesondere dadurch zustande kam, dass alle Mitwirkenden und Gäste auf ein Honorar verzichten und Verkaufskanone Andre Holst zur tat schritt.
Nachricht vom: 26-08-09




